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Zerafine

Über Zerafine

#Bücherwurm, #Chaoslady, #Hufflepuff, #potterhead , #Rumtreiber

Heute stelle ich euch "Der verschwundene Halbgott" von Rick Riordan den ersten Teil der Reihe Helden des Olymp vor. Dies ist eine direkte Nachfolgerreihe zur bekannten Percy Jackson Reihe.

„Kind des Blitzes, hüte dich vor der Erde, an den Sieben wollen sich die Riesen rächen. Schmied und Taube den Käfig zerbrechen. Durch Heras Zorn der Tod befreit.“

Inhalt:

Jason, ein Halbgott, wacht in einem Bus auf, ohne Erinnerungen an sich selbst oder warum er hier ist , auf. Zusammen mit Leo, ein Sohn des Gottes Hephaistos, und Piper, eine Tochter der Aphrodite, seinen Freunden, an die er sich allerdings ebenfalls nicht erinnert, gerät er durch einen Strudel von Ereignissen ins Camp Halfblood. In diesem werden junge griechische Halbgötter ausgebildet.

Aber irgendwas scheint mit Jason, der irgendwie nicht so ist wie die anderen Halbgötter nicht zu stimmen. Er, Leo und Piper bekommen den Auftrag den verschwunden Halbgott Percy Jackson zu finden und ein wildes Abenteuer auf dem Rücken eines fliegenden metallischen Drachens durch die USA in Richtung eines Wolfshauses beginnt und die Ereignisse und Kämpfe überschlagen sich.

Meinung:

Die Reihe Helden des Olymp schlägt einen anderen Ton an als Vorgängerreihe Percy Jackson, ob gleich das Grundszenario, das die griechischen Götter existieren, die Mythologie wahr ist und es halbgöttliche Kinder gibt, die deren Kämpfe austragen beibehalten wird.
Es wirkt nun erwachsener und reifer und auch die Personen altern in den Büchern mit und dies empfinde ich als sehr angenehm. Die Folge daraus ist, dass die Handlung dann in bestimmten Momenten nicht zu abwegig ist, wie es in Percy Jackson der Fall war und die Personen glaubwürdiger wirken.
Im Allgemeinen mag ich die Handlung bis auf eine Szene sehr gerne und habe das Gefühl diese Reise durch die veränderten Schauplätze mitzuerleben genossen. Das Erzähltempo war sehr angenehm und die Spannung, die bereits am Anfang durch den Gedächtnisverlust aufgebaut wurde, wird beibehalten. Die Geschichte aus immer wechselnden Perspektiven der drei Demigottheiten geschrieben und erhöht somit die Spannung und den Abwechslungsreichtum des Buches.

Die Figuren wirken auf mich sympathischer als die in der ersten Reihe und auch vielfältiger in ihren Rollen, tiefgründiger in ihren Verhaltensweisen und Gefühlen. Um es am Beispiel von Leo mal kurz anzuschneiden: Er lockert die Situation auf, hat immer einen Scherz auf den Lippen und nimmt sich selbst und dir Umwelt nicht zu ernst und doch tobt in ihm einer der stärksten Konflikte der Protagonisten der ihn und sein Handeln stark prägt.

Es ist typische sehr gute Urbanfantasy Literatur und allen zu empfehlen die Percy Jackson mochten, sich für antike Götter interessieren oder sehen wollen, wie eine reifer Fortsetzungsreihe zu Percy Jackson ist.

Autor:

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Länder verkauft worden. Auch seine nachfolgenden Serien, »Die Kane-Chroniken«, »Helden des Olymp«, »Percy Jackson erzählt«, »Magnus Chase« und »Die Abenteuer des Apollo«, schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten.

Alle Bände der »Helden«-Serie:

Die Helden des Olymp – Der verschwundene Halbgott (Band 1)
Die Helden des Olymp – Der Sohn des Neptun (Band 2)
Die Helden des Olymp – Das Zeichen der Athene (Band 3)
Die Helden des Olymp – Das Haus des Hades (Band 4)
Die Helden des Olymp – Das Blut des Olymp (Band 5)

Buchinfos:

Titel: Helden des Olymp – Der verschwundene Halbgott
Autor: Riordan, Rick
Verlag: Carlsen Verlag, 2012
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 592 Seiten
ISBN-13: 978-3-5513-1318-8


© Cover und Biografie Carlsen Verlag /© Autorenfoto Marty Umans

Bevor ich jetzt meine subjektive Meinung zu Paulo Coelhos "Veronika beschließt zu sterben" abgebe, möchte ich noch kurz etwas zu der Geschichte schreiben, die mich mit diesem Buch verbindet, weil ich glaube so etwas beeinflusst auch immer die eigene Meinung auf ein Buch. Ich habe dieses Buch im Alter von 14 Jahren das erste Mal gelesen, es war mein erstes Buch von Paulo Coelho und ich wusste weder, in welche Richtung das Buch geht, noch wohin es mich führen würde.

Inhalt:

Die junge Veronika beschließt zu sterben, da sie mit ihren Leben unglücklich ist. Sie nimmt allein in ihrem Zimmer Schlaftabletten, doch der Suizid schlägt fehl und sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in der sich für sie viel ändern wird und auch sie selbst sich innerlich verändert. Das Hauptaugenmerk liegt auf den inneren Konflikten von Veronika und ihren Bezug zu sich selbst, ihren Mitmenschen und dem Leben an sich. Die Klinik ist dabei der Haupthandlungsort und bietet dem Verlauf der Geschichte einen geschützten Rahmen, genau wie für die Patienten in der Psychiatrie. Es werden immer wieder sehr philosophische Fragen um den Sinn des Lebens, Sex und die Religion gestellt und von dem verschieden Personen bewertet. Mehr möchte ich zu, der doch ehr ruhigen und emotionalen Geschichte nicht sagen. Außer brauchen wir nicht ein bisschen Verrücktheit um glücklich und zufrieden mit uns und unseren Leben zu seien.

Meinung:

Die Handlung ist eigentlich sehr einfach und steht, ehr im Hintergrund als Rahmen für die angesprochenen inneren und zwischenmenschlichen Konflikte.
Die angesprochen tiefgründigen Themen sind immer intelligent und doch ganz klar eingebaut und es gibt ein paar interessante Wendungen, die ich selbst so nicht erwartet hatte. Der Schreibstil ist etwas eigenwillig und erinnerte mich in manchen Momenten an ein Theaterstück, dies ist absolut nicht negativ, sondern nur ein Eindruck. Die immer wieder angesprochenen religiösen Motive war ich auf Grund von fehlender Vorkenntnis manchmal irritiert oder konnte sie nur schlecht im Zusammenhang mit dem Buch einordnen. Doch hat mich das alles sehr berührt und mir den Blickwinkel und meinen eigenen Horizont erweitert, wenn man das in diesen jungen Jahren sagen konnte. Ich mag dieses Buch diese ruhige Art die tiefe und die schwere, es hat einen besonderen Platz bei mir. Die Darstellung die er in bestimmten Punkte aufzeigt, sind sehr wahr, was mir erst sehr viel später in dieser Intensität bewusst wurde.

Autor:

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 225 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

Buchinfos:

Titel: Veronika beschließt zu sterben
Autor: Coelho, Paulo
Verlag: Diogenes Verlag
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 224 Seiten
ISBN-13: 978-3-2572-3305-6


© Cover und Biografie Diogenes Verlag / © Autorenfoto CC BY 3.0 Marvin Zilm

„Die Eulen sind nicht was sie zu sein scheinen“-
dies ist wohl das bekannteste Zitat aus der Kultserie Twin Peaks von 1990/91 von David Lynch und Mark Frost. Rund 25 Jahre nach Erscheinung der Originalserie veröffentlicht Mark Frost das Buch "Die geheime Geschichte von Twin Peaks" und erzählt auf sehr spezielle Art und Weise die Geschichte von Twin Peaks und dessen Bewohnern in den Jahren vor dem Tod von Laura Palmer. In diesem Beitrag wird nichts aus der Serie oder dem Buch verraten. Allerdings empfehle ich erst die Serie, die ersten zwei originalen Staffeln, Fire walk with me und A Limited Event Series zu schauen, bevor man das Buch liest, da es das Verständnis erleichtert und Twin Peaks schon genug Fragen aufwirft.

Inhalt:

Dieses Buch ist nicht der typische Roman, es ist ein Dossier aus fiktiven geschichtlichen Material des Ortes Twin Peaks aus der gleichnamigen Serie, das von einem Mann, der sich als Archivar vorstellt, zusammengestellt wurde. Im Zuge der Ermittlungen wird es nun von einem FBI Agenten T.P. im Zusammenhang mit dem Mordfall an Laura Palmer untersucht und verifiziert. Man selbst schlüpft in die Rolle des T.P. und kann dieses Dossier mit den Anmerkungen des Archivares und T.P. in bestimmte Zusammenhänge mit der Serie bringen und Hintergründe verstehen. Man durchläuft verschiedenste geschichtliche Epochen, das Material und der Schreibstil ändern sich ständig und keine Seite ist wie die vorhergegangenen, eine Collage aus eindrücken und lese Erfahrungen, wenn man zwischen zum Beispiel Handschriften, Zeitungsartikeln und FBI Akten munter hin und her springt. Jede Frage, die man glaubt gelöst zu haben, wirft zwei neue auf und das Universum von Twin Peaks erhält enorm viel geschichtlichen Hintergrund, der eng mit der realen Geschichte verknüpft ist. Der Fokus im Buch liegt im Gegensatz dazu ganz klar auf dem Mysterien Handlungsstrang der Serie und darauf diesen ausbauen, und ihn vertiefend darlegt.

Meinung:

Dieses Buch ist eine sehr spezielle Erfahrung, die gewisse Vorkenntnisse Mitdenken und den Willen das Rätsel zu entschlüsseln voraussetzt. Vor dem allen muss man die Serie Twin Peaks mit all seinen Eigenheiten mögen und auch gerne hinterfragen. Jedem der den Wahn nach Twin Peaks so verfallen ist wie ich, kann ich dieses Buch nur empfehlen, auch wenn es enorme Konzentration und das ständige einstellen auf neue Situationen verlangt. Diese kann man meist nur schwer einordnen und zu denen man im ersten Moment überhaupt keinen Bezug hat. Bei den ersten Seiten fragt man sich tatsächlich häufiger: „Was lese ich da gerade?“. Um genauer zu seinen hatte ich dieses Gefühl so ungefähr zwei Drittel des gesamten Buches, da nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Natürlich werden nicht die Fragen beantwortet werden, die man sich erwartet hat. Ähnlich dem Gefühl, das man beim Schauen der Serie hat. Am Ende saß ich mit einer Menge Fragen im Kopf da und hatte ein sehr langes Gespräch mit einem anderen Twin Peaks Fan, der das Buch nicht gelesen hat, über dieses Werk und dessen Einfluss auf die Serie. Das Resultat daraus war das es zwar bestimmte Punkte aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet, aber nichts komplett verändert oder zu einhundert Prozent löst. Aber für Fans die noch tiefer in die Materie eintauchen wollen ein absolutes Muss.

Autor:

Mark Frost, geboren 1953, lebt in Los Angeles. In den Neunzigerjahren schrieb und produzierte er mit David Lynch die Kultserie »Twin Peaks«, und auch bei der neuen Staffel wirkte er am Drehbuch mit. Frost ist Autor zahlreicher Bücher und Produzent mehrerer höchst erfolgreicher Fernsehserien und Kinofilme.

Buchinfos:

Titel: Die geheime Geschichte von Twin Peaks
Autor: Frost, Mark
Verlag: KiWi, 2017
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 368 Seiten
ISBN-13: 978-3-4620-4815-5


© Cover und Autorenbiografie KiWi Verlag / © Autorenfoto Tom Lascher

Ist das ganze Leben nur ein Spiel? Sind wir die Spieler oder werden wir gespielt. Lässt sich unser soziales Leben mit der Spieltheorie erklären und besitzen wir den Spieltrieb ?

„Die Spieltheorie ist eine mathematische Methode, die das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen ableitet, in denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt."

Inhalt:

Die 14-jährige Ada besucht das Ernst-Bloch Gymnasium in Bonn und absolviert dort zwei Schuljahre, die den Rahmen des Buches bilden und es somit direkt in zwei Handlungsstränge aufteilt. Das erste Jahr besteht aus den Konflikten in der Schule und dem alltäglichen Wahnsinn des alltäglichen Lebens von Ada mit dem „normalen“ Coming of Age Problemen. Ada hat durch ihre sehr eigene Weltanschauung und hinterfragende Art Stress in der Schule und mit ihrer Mutter.

Dies ändert sich im zweiten Teil mit dem Auftreten von Alev, der die Rolle des männlichen Protagonisten innehat und die Handlung maßgeblich in Gang setzt. Alev nutzt dabei seine eigenen Schwächen als Schild und zieht Ada immer mehr in seinen Bann und bleibt doch unerreichbar für sie. Der Konflikt zwischen Ada, Alev und dem Lehrer Smutek bildet den Mittelpunkt dieser verwobenen Storyline um Abhängigkeit, Sex, Macht, Erpressung und weit entfernt von jeglicher moralischen Vorstellung der Gesellschaft; als Alev beschließt ein Spiel zuspielen und den Lehrer mit einem Sexvideo zu erpressen. Ein Spiel ohne Regeln, ohne Sieger und ohne Rückweg für alle Beteiligten, das die Zukunft aller Hauptpersonen auf dramatische Weise drastisch ändern wird, beginnt.

Meinung:

Man könnte jetzt meinen, Spieltrieb wäre ein typisches Coming of Age Buch, die es zu dutzenden an jeder Straßenecke gibt, aber weit gefehlt. Wer bei Spieltrieb ein Jugendbuch erwartet, das einfach zu erfassen, schnell zu lesen und ohne viel Nachdenken zu verstehen ist, wird sehr schnell das Gegenteil feststellen. Spieltrieb ist ein sehr gesellschaftskritischer anspruchsvoller Roman, der das Setting der Schule ganz bewusst für seine Zwecke, das Aufzeigen von Ungerechtigkeiten und Konflikten und der Kritik an diesen, nutzt.

Dies wird schon am Schreibstil von Juli Zeh deutlich. Sie benutzt sehr viele Metapher und überzeichnet mit Absicht die Beschreibungen von Situationen und Personen. Dies macht das Lesen allerdings nicht gerade angenehmer und strengt streckenweise sehr an. Es ist kein Roman, den man nicht mit voller Konzentration lesen kann. Während des Lesens hat man das Gefühl ein Fachbuch mit möglichst vielen tollen intelligent klingenden Worten und verschachtelten Sätzen zu lesen. Bei mir kam das Gefühl auf als würde sich Juli Zeh selbst für jedes dieser Worte feiern.

Doch inhaltlich ist dieses Buch meiner Meinung nach großartig. Das Werk stellt, auf so herrlich überspitze Weise, die Abgründe der menschlichen Gesellschaft und der Psyche der einzelnen Personen dar, bei Alev ist mir dies besonders aufgefallen. Man kann viel über die einzelnen Ziele und Denkweisen der Personen philosophieren und besonders das Ende hat mich fasziniert, da es ganz klar zeigt das es in der Welt, der Gesellschaft und im Recht, es niemals Gerechtigkeit geben kann und wird.

Ich bin der Meinung, dieses Buch ist für Menschen genial die sich für die angesprochenen Thematik interessieren und bereit sind sich auf den eigenwilligen Schreibstil mit seinen poetischen Bildern einzulassen. Alle diese Leser werden ihre Freude daran haben, alle anderen sollten besser die Finger davon lassen und ich denke, das Buch sollte nicht so hoch gelobt werden, das es als Pflicht Lektüre in der Schule zu verstehen ist. Da ich glaube, dass viele gerade junge Menschen damit überfordert seien, könnten. Man muss es lesen wollen, sonst verschließt es sich.

Autor:

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Buchinfos:

Titel: Spieltrieb
Autor: Zeh, Juli
Verlag: btb Verlag, 2004
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 565 Seiten
ISBN-13: 978-3-4427-3369-9


© Cover BTB Verlag // Randmomhouse © Autorenfoto by CC BY-SA 4.0Die Heike Huslage-Koch