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Heute stelle ich euch das neue Buch von einem meiner Lieblingsautoren vor, Richard Schwartz, „Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1“ . Dieses Buch ist 2018 im Piper Verlag erschienen. Zu meiner großen Freude wird Richard Schwartz auch auf der Leipziger Buchmesse am Messefreitag Teil der Piper Fantasy Nacht sein, auch Autoren wie Lukas Hainer und Michael Peinkofer sind da vor Ort. Ich freue mich schon sehr auf dieses Event.

Inhalt:

Alexandra McInnes, Special Forces Pilotin, hat zahlreiche Einsätze mit ihrem Kampfhubschrauber überlebt, um ausgerechnet von einem Auto auf einen Supermarktparkplatz angefahren und schwer verletzt zu werden. Ihr Zustand verschlechtert sich, bis man ihr Leben kaum noch Leben nennen kann. Doch vielleicht kann man ihren Körper retten, der Kybernetiker Dr. Jensen macht ihr ein verlockendes Angebot. Ihr Bewusstsein wird in ein Videospiel transferiert um ihren Körper während dessen an den Nerven behandeln zu können.
In dieser Zeit soll Sie aber ein besonderer Teil des Rollenspieles Verona online werden. Doch dieses Spiel ist anders als andere, es ist VR eigentlich sogar mehr als das. Im „Spiel“ ist es wie in den größten MMORPG´s, man jagt Questen nach, kauft neue Rüstung, verbündet sich mit anderen und wird immer besser. Doch Alex erstes Ziel ist es sich mit ihrer tragischen Vergangenheit auseinander zusetzen, die sie bis in das Spiel hinein verfolgt. Sie ist ein ganz besondere Teil dieser Welt, und es ist nicht klar was Dr. Jense wirklich mit ihr vor hat. Den das Spiel und seine Charaktere werden immer realer, Verona lebt.

Meinung:

Ich liebe Rollenspiele, ich liebe Richard Schwartz und ich liebe Bücher. Jetzt wenn man alles das zusammen schmeißt, hat man die Eisrabenchronik. Ich war zu anfang sehr skeptisch ob dieses Buch die Erwartungen, die ich habe erfüllen kann und ob es auch nur annähernd so gut wie Askir werden kann.

Man erlebt die Geschichte aus der Erzählperspektive von Alexandra. Sie war mir sofort von Grund auf symphytisch, so das ich mich gut in sie hinein versetzen konnte. Ich wollte verstehen, warum sie des Lebens müde war und wie sich ihre Figur entwickelt und welche Fragen sie sich stellt. Den eine ganz große Stärke des Buches ist das Ungewissheit, was die mächtigen Planen und welche Aufgabe Alex bei all dem zu kommt. Ich habe mich oft selbst gefragt wie ich gehandelt hätte. Themen wie Rassismus und die menschliche Psyche werden immer wieder am Rande aufgegriffen und verleihen dem gesamten eine nachdenkliche Tiefe und die für Dystopien übliche Art von Beklemmung. Verona online entwickelt sich von einen MMORPG immer mehr zu einer Sozialanalyse und stellt auch einige schwere moralische Fragen, die gekonnt nicht zu 100% aufgelöst werden. Es macht so spannend, dass ich selbst dann das Buch kurz zur Seite gelegt habe um mir Gedanken über diese Themen zu machen. Alex handelt in den Momenten so menschlich, mit Unsicherheit und Überforderung, die sich auf den Leser überträgt.

Die Erzählweise ist wie für ein RPG typisch in Quest´s und somit etwas langsam, da viel getan werden muss um besser zu werden und sich von A nach B zubewegen, auch wenn Alex an manchen Punkt etwas OP ist und es unausgeglichen wirkt. Zu meiner Enttäuschung wirken die, ich nenne sie Nebenquesten, etwas langweilig und unnütz, da sie keinen erkennbaren Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben. Dennoch wirkt die Welt meist logisch und schlüssig. Ich selbst spiele gerne Singleplayer Rollenspiele und bin mit diese Erzählweise vertraut, allerdings könnte sie für Genrefremde etwas schleppend, ungewohnt und langatmig wirken. Gerade weil es gegen Anfang oft genretypische Textboxen und Tabellen gibt, dies nimmt aber im Verlauf der Story ab, sodas es für mich nicht störend gewirkt hat. Einen Kritikpunkt, den ich habe, ist der sehr flache und langweilige Antagonist. Er hat keinen Antrieb oder Ziele, die man als Leser erahnen könnte und nervt leider etwas. Auch die anderen menschlichen Figuren wirken antriebslos und flach, ohne Motivation oder weitreichende Vorgeschichte. Trotzdem möchte ich mehr von Verona sehen und vorallem mehr Orte und Figuren kennen lernen.

Noch eine Empfehlung ich habe die zweite Hälfte des Buches als Hörbuch gehört und kann dies nur empfehlen, da es vom selben Sprecher, wie die Askir Reihe gesprochen wird. Es war für mich wirklich angenehm Michael Hansonis hier zuzuhören.

Als Fazit lässt sich im großen und ganzen sagen: Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses Buches und bin gespannt auf mehr. Ich hoffe, dass mehre tiefere bzw. interessantere Figuren eingeführt werden und es zusätzlich noch einige Schauplätze mehr zum erkunden geben wird. Dieses Buch war mein erstes LitRPG und ich sagen: Es macht mir Lust auf mehr aus dem Genre.

Autor:

Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um »Das Geheimnis von Askir« wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Zuletzt erschien die neue Reihe »Die Eisraben-Chroniken«.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

A winter story
Bücherregal von j.r.books

Buchinfos:

Titel: Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1
Autor: Schwartz, Richard
Verlag: Piper Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 480 Seiten
ISBN-13: 978-3-4927-0519-6


© Cover und Biografie Piper Verlag

Die Welt ist zerfallen, hunderte von Weltensplittern und Königreichen schweben zwischen dem Himmel und dem Mahlstrom. Allein die Gabe der Levitation vermag die einzelnen Splitter zu verbinden. Aus diesem Grund entscheiden die Meisterinnen der Gilde über das Schicksal aller.

Heute stelle ich euch „Splitterwelten“ von Michael Peinkofer und Christoph Dittert das 2012 im Piper Verlag erschienen ist vor.

Inhalt:

Die Handlung dieses Romanes setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zwischen denen innerhalb des Buches jeweils nach einem Kapitel gewechselt wird. Die erste Protagonistin ist Kalliope, eine unerfahrene Schülerin der Levitatengilde, die die Macht haben zu schweben und Schiffe zwischen den Weltensplittern zu bewegen. Sie wird gemeinsam mit ihrer Meisterin Cedara auf eine entfernte Welt geschickt, um dort den Mordfall an einer ihrer Schwestern aufzudecken. Doch während für die Schülerin, ihre Werte klar nach dem Kodex der Gilde definiert sind, verstrickt diese sich immer weiter in finstere Intrigen und fragwürdige Vorkommnisse treten ans Licht. Die Welt befindet sich kurz vor dem Ausbruch eines Krieges, dessen Ausgang das Schicksal des Sanktuarios bestimme wird. Der zweite Protagonist ist der Menschen Sklave Kieron, der in einer anderen Welt wie Kalliope lebt. Hier sind die Menschen nicht die oberste Rasse, sondern den sogenannten Animalen unter geordnet. Diese Animalen sind Halbwesen halb Mensch halb Tier. Kieron wird an einem Abend, der sein Leben verändert, von genau so einem Animalen, genauer gesagt einem Pantheriden, befreit und in eine gefährliches Schatzsuche hineingezogen. Die beiden werden bei einem Raubzug des Pantheriden Croys erfasst und zusammen mit dem Gastwirt einem Chamäleonid namens Jago auf die Suche nach einem mächtigen Artefakt geschickt, dessen Fähigkeiten keiner kennt. Man weiß nur das sich einspezielles Symbol darauf befindet.

Meinung:

Ich habe mir dieses Buch bereits vor über zwei Jahren gekauft und immer gedacht auch das ist ein Einzelband, wenn du mal Lust auf ein „kurzes“ Fantasyabenteuer hast, kann man das lesen. Aber ich hatte dann immer Fantasyreihen auf dem SuB liegen. Dies hat die Frankfurter Buchmesse geändert, denn dort durft ich eine Lesung von Michael Peinkofer besuchen und war begeister. Er wirkt sehr sympathisch offen und wie ein großer Weltenbauer. Splitterwelten ist der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe, also hatte ich auch keine Vorerfahrung mit seinem Werken. Umso gespannter war ich, als ich in diese Welt eingetaucht bin, und nicht mehr auftauchen wollte.

Das Buch hat einen grandiosen Prolog, der den einen Handlungsstrang des Buches in Gang setzt und sofort welchen Ton das Buch anschlagen will. Gerade als man Sympathie entwickelt hat, stirbt der Charakter und man weiß ok niemand ist sicher und erwarte viel. Die Welt die Peinkofer hier erbaut wirkt mystisch geheimnisvoll, intrigant und gefährlich. Die Spannung ist wird allerdings gerade im Handlungsstrang von Kalliope ehr als drohende Gefahr wahr genommen, das sie noch den Schutz ihrer Meisterin hat und auf Ether noch sicher zu seien scheint.
Kieron Abenteuer hingegen beginnt ohne Erklärungen sofort actiongeladen mit einer Rauferei. Er selbst gehört als Sklave zur untersten Schicht der Bevölkerung, und weiß genauso wenig wie der Leser über die Intrigen und Ziele der Mächtigen. Man lernt durch seine Augen zu verstehen, dies ist eine faszinierend Abweichung von Standard des typischen mächtigen oder einflussreichen Helden ist. Beide Figuren durchleben ihre persönlichen Heldenreise mit ihren Mentoren, ihren Prüfungen und Wendungen. Es ist nichts, was man nicht bereits in anderen Büchern gesehen hat, doch war es für mich sehr packend sie im Rahmen dieser sehr spannenden Welt zu Verfolgen.
Die Figuren an sich sind sehr klar in ihren Charakter definiert, so ist Kalliope, eine selbstbewusste impulsiver, aber auch naive Person, die glaubt das das Gesagte der Gilde immer die Wahrheit entspricht und immer auf der Suche nach Gleichgewicht ist. Kieron ist dagegen unterwürfig; er hinterfragt nicht, welche Anweisungen man ihm gibt und steht sehr loyal für seine Freunde ein. Beide entwickeln sich innerhalb der Handlung weiter, doch da ist noch viel Luft nach oben. Die meisten anderen Charaktere sind relativ schlicht gehalten, aber dadurch auch sehr nachvollziehbar. Diese Charakterzüge bestimmen maßgeblich das Handeln der Personen, weshalb man nur selten überrascht wird. Es sind solide Figuren, die man mag und mitfiebert aber auch manchmal nerven können, wenn mal wieder beschrieben wird das Kieron nur gehorcht und nicht selbst denkt.

Als Fazit möchte ich sagen das ich gut unterhalten war und sich das Buch gut und schnell ließt. Die Welt großartig, sie steckt voller Geheimnisse und Fragen, die man noch beantwortet haben will. Negativ kann ich anmerken, dass die Geschichte etwas vorhersehbar war, dies mich allerdings wenig gestört hat. Ich würde es allen High-Fantasy Fans empfehlen, die raus aus dem Mittelalterfeeling mit Orks und Trollen wollen.

Autor:

Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift »Moviestar«. Mit seiner Serie um die »Orks« avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasyautoren Deutschlands. Seine Romane um »Die Zauberer« wurden ebenso zu Bestsellern wie seine Trilogie um »Die Könige«. Mit »Die Legenden von Astray« führt Michael Peinkofer alle Fantasy-Fans in eine neue Welt.

Christoph Dittert, 1974 geboren, hat Romane aus den Bereichen Fantasy, Science-Fiction und Horror geschrieben und gehört zum Autorenstamm der Bücher um die »Drei ???«. Gemeinsam mit Michael Peinkofer schreibt er dessen Saga um die »Splitterwelten« fort.

Alle Bände der »Splitterwelten«-Reihe:

Splitterwelten
Splitterwelten: Flammenwind
Splitterwelten: Nachtsturm

Buchinfos:

Titel: Splitterwelten
Autor: Peinkofer, Michael; Dittert, Christoph
Verlag: Piper Verlag, 2012
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 560 Seiten
ISBN-13: 978-3-4922-6960-5


© Cover und Biografie Piper Verlag / © Autorenfoto Helmut Henkensiefken

„Manchmal gibt es gute Gründe sich vor der Dunkelheit zu fürchten“

Inhalt:

"Das Lied der Dunkelheit" ist der erste Teil aus der Roman Reihe „Demon Zyklus“ von Peter V. Brett. Der Protagonist ist der junge Arlen, der bereits sehr früh extreme Erfahrungen mit den sogenannten Dämonen macht. Diese sind an bestimmte Elemente, wie Feuer Holz oder Erde, gebundene Wesen die nachts erscheinen, die Dörfer überfallen und die dort lebenden Menschen töten.
Es gibt besondere Zeichen die, die Dämonen bei richtiger Anwendung abhalten können und doch bleibt die Angst. Angst als ständiger Begleiter der Menschen, die vergessen haben, wie man gegen die Dämonen kämpft. Die Angriffszeichen sind bereits vor langer Zeit verloren gegangen, doch ohne trauen sich die Menschen in Arlens Umgebung nicht den Kampf auf zunehmen.
In dieser Welt verliert Arlen in einer grausamen Nacht seine Mutter an diese Gestalten, schwört Rache und begibt sich auf einen sehr langen und schweren Weg raus aus dem Dorf rein in die Welt auf der Suche nach Menschen die den Mut haben sich nicht unterdrücken und verdrängen zu lassen, sondern bereit sind zu kämpfen.

Meinung:

Das Grundgefühl dieses Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe die ersten 100 Seiten, ohne auch nur aufzusehen, gelesen. Die Figur des Arlens habe in mein Herz geschlossen und jede Sekunde mit ihm gelitten, seinen Schmerz und seine unbändige Kraft, die er daraus zieht, gefühlt. Er ist ein so interessanter Protagonist, den man gerne verfolgt und er verständlich und nachvollziehbar handelt, in seiner Rebellion und seinen Kämpfen. Die Actionszenen mit den Dämonen sind so fesselnd und man spürt förmlich die Anspannung und riecht fast die Angst.
Bis das Buch einen Schnitt macht und den Ort innerhalb der Welt wechselt, dies hat mich so raus gerissen, das ich das Buch fast sechs Monate nicht angerührt habe bis ich wieder das Buch in die Hand nehmen konnte und weiter gelesen habe. Daraufhin wusste ich wieder, aus welchen Gründen ich dieses Buch so mochte, auch wenn mich die Figuren manchmal nervten, aber das Szenario ist so faszinierend, das man weiter lesen muss.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und spannend, hält auch in ruhigeren Momenten ein angenehmes Tempo und regt die Vorstellungskraft an. Besonders die Beschreibungen der einzelnen Dämonenarten haben es mir angetan und bringen die gewisse Portion Grusel dazu die das Buch braucht. Man hat das permanente Gefühl der Angst und Schutzlosigkeit, falls doch ein Siegel nicht in Takt seien könnte, dass sich sofort sehr stark auf den Leser überträgt.
Insgesamt mochte ich sowohl den Anfang als auch die zweite Hälfte sehr gerne und finde dies einen gelungenen Einstieg in diese High-Fantasy Welt.

Autor:

Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich ganz dem Schreiben von fantastischer Literatur widmete. Mit seinen Romanen und Erzählungen aus der Welt von »Das Lied der Dunkelheit« hat er die internationalen Bestsellerlisten gestürmt. Peter V. Brett lebt in Brooklyn, New York.

Alle Bände des »Demon Zyklus«:

Das Lied der Dunkelheit
Das Flüstern der Nacht
Die Flammen der Dämmerung
Der Thron der Finsternis
Das Leuchten der Magie
Die Stimmen des Abgrunds

Alle Bände des »Erzählungen aus Arlens Welt«:

Der große Basar
Das Erbe des Kuriers
Selias Geheimnis

Buchinfos:

Titel: Das Lied der Dunkelheit
Originaltitel: The Painted Man
Autor: Brett, Peter V.
Übersetzer: Ingrid Herrmann-Nytko
Verlag: Heyne-Verlag, 2008
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Paperback, 800 Seiten
ISBN-13: 978-3-4535-2476-7


© Cover und Biografie Verlagsgruppe Random House GmbH /© Autorenfoto Amelia D'Entrone

Heute stelle ich euch den Fantasyroman Das Erbe der Elfen von dem polnischen Autor Andrzej Sapkowski den ersten Teil der Geralt-Saga vor.

Inhalt:

Der Reiz dieses Buch wird ganz klar davon bestimmt, das man nicht weiß, was vor sich geht, wer gut und wer böse ist und welches Spiel hier eigentlich gespielt wird. Aus diesem Grund möchte ich jetzt auch nicht viele Worte über die Story verlieren.

Diese Welt ist nicht wie andere Fantasyepen oder wie Märchen diese ist grau, düster und brutal. Sie ist geprägt durch Intrigen, Machtkämpfen, Hunger und Krieg. Durch die Spährenkonjunktion sind Monster und Magie in diese Welt gelangt und Geralt der Protagonist bekämpft diese für Geld oder andere Belohnungen, wie das Recht der Überraschung. Ciri wird auf diese Weise zum Mündel Geralts und ihre Reise zusammen mit vielen Begleitern beginnt. Denn viele mächtige scheinen ein großes Interesse an dem Mädchen zu haben und wollen sie für ihre Zwecke benutzen.

Meinung:

Ich liebe Fantasyepen und die großen Welten die dabei aufgebaut werden mit vielen ganz unterschiedlichen Charakteren, Motivationen und Schauplätzen und so hat das Erbe der Elfen sofort mein Herz erobert, da es mir genau das bietet. Die Welt ist durch ihre Komplexität und Eigenheit in sich stimmig und unheimlich groß und vielfältig, obwohl man nur sehr langsam mehr von ihr entdeckt. Das Komplette fehlen von Schwarz und Weiß, von gut und böse von recht und Unrecht lassen sehr häufig eine moralische Frage zu und die Frage, welche Charakter man jetzt mitfiebern soll oder sie lieber verfluchen möchte. Die Charaktere sind sehr überzeugend mit ihren ganz eigenen Motivationen zu handeln und den unterschiedlichsten Verbindungen die zwischen ihnen bestehen. Besonders hervorheben möchte ich hier sowohl den Protagonisten Geralt und seine geliebte Yennefer die ich beide als Charaktere sehr tiefgründig sind und durch ihre Gegensätzlichkeit sehr schnell mein volles Interesse gewonnen haben. Der Schreibstil war für mich manchmal etwas verwirrend, da ich am Anfang die vielen Charaktere schlecht auseinanderhalten konnte, da die Namen doch teilweise etwas kompliziert zu merken sind, aber dies ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ich mag dieses Buch sehr und auch die Nachfolgeteile.

Autor:

Andrzej Sapkowski, geboren 1948, ist Wirtschaftswissenschaftler, Literaturkritiker und Autor. Er lebt in Łódź. Seine Hexer-Sage erreicht weltweit Millionen-Auflagen. Höchst erfolgreich ist auch seine Mittelalter-Trilogie um den Medicus Reinmar von Bielau. 2008 wurde Andrzej Sapkowski mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Łódź ausgezeichnet.

Die offizelle Webseite

Noch eine kleine Empfelung zum Schluss: Diese Romanreihe der Geraltsaga bildet auch die Grundlagen zu den Rollenspielen von CD Projekt Witcher 1-3. Ich selbst habe Witcher 3: Wild Hunt komplett gespielt und es ist ein Meisterwerk des Rollenspieles und fängt die Atmosphäre der Bücher sehr gut ein. Ich würde es jedem der das Buch oder Rollenspiele mag ans Herz legen.

Buchinfos:

Titel: Das Erbe der Elfen
Autor: Sapkowski, Andrzej
Verlag: dtv premium, 2009
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN-13: 978-3-4232-4754-2


© Cover und Biografie dtv Verlag /© Autorenfoto Wojciech Koranowicz