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Nach einem sehr anstrengenden zweiten Messetag hatten wir uns vorgenommen, die zweite phantastische Lesenacht im Walden zu besuchen.
Es lasen immer zwei Autoren nacheinander, die danach kurz in einem Küstlerinterview etwas über ihre Beziehung zu Büchern dem Schreiben, Politik und Phantastik sagen durften.

Doch bevor die Lesungen überhaupt begannen, war der Schreck groß, denn der große Bernhard Hennen hatte doch tatsächlich vergessen, seine eigenen Bücher mit auf die Lesung zubringen. Beim Blick in seine Tasche wurden seine Augen immer weiter und der Gesichtsausdruck immer entsetzter. Zum Glück wurden aber an diesem Abend seine Bücher verkauft und so war schnell ein Ersatzexemplar gefunden. Sowohl die Gäste als auch die Autoren konnten nun noch etwas essen und sich für den langen Abend stärken.

 

Also konnten die Lesungen beginnen. Das erste Duo bestand aus Mechthild Gläser und Akram El-Bahay. Mechthild Gläser eine sehr junge Autorin durfte den Abend mit ihrem Buch „Emma und das verlorene Buch“ beginnen.

Inhalt: Emma und das verlorene Buch

Emma geht auf ein Internat und ist die Tochter des Schulleiters, weshalb sie die Prinzessin der Schule ist und zu sagen hat was in der Schule zu passieren hat. Sie findet eines Tages die Chronik der Schule und kann damit Geschriebenes wahr werden lasse. Dies verleiht ihr große Macht und große Verantwortung.

© Zusammenfassung/Cover Loewe Verlag © Autorenfoto Barbara Müller

Als Zweites durfte Akram etwas aus seinem Buch Bücherkrieg vorlesen. Dies ist der dritte Band der Buchreihe: Die Bibliothek der flüsternden Schatten. Die beiden anderen Bände besitzen wir bereits und durften Akram bereits auf der LBM bei einer wirklich schönen Lesung lauschen. Er hat einfach eine sehr angenehme Art vorzulesen.

Inhalt: Bücherkrieg

Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani sind erleichtert: Die Fabelwesen konnten erfolgreich aus ihrem Gefängnis – der unterirdischen Bibliothek von Mythia – befreit werden! Doch sie wissen auch, dass sich die dunkle Wüstenhexe Layl nicht so leicht geschlagen gibt. Mit dem Buch der geheimen Namen der Fabelwesen könnte sie ein neues Gefängnis bauen. So schmieden Sam und seine Gefährten einen Plan: Während der Flügelmann Nusar mit seiner Armee die Stadt angreift, soll Sam das Buch stehlen. Doch niemand weiß, wo die Wüstenhexe es versteckt hat ...

© Zusammenfassung/Cover Bastei Lübbe

 

In dem Interview danach wurden einige sehr interessante Fragen gestellt, wie zum Beispiel welche Bedeutung haben Bibliotheken für euch. Akram erzählt dann über die scheußliche Unibibliothek in Düsseldorf und stellt sehr treffend fest „Bücher machen einfach jeden Ort schöner“
Das zweite Duo bestand dann aus Heike Knauber und Bernhard Hennen. Heike beginnt aus ihrem Roman Najaden das Siegel des Meeres zu lesen. Ihr Buch ist ein Highfantasyroman, der etwas düsterer ist aber sehr spannend klang.

Inhalt: Najaden das Siegel des Meeres

In Heike Knaubers Roman lauert an jeder Ecke tödliche Magie, geheimnisvolle Wesen kämpfen in der Arena um Leben und Tod, und die Seiten knistern nur so vor Romantik. Dabei spielt die vielschichtige Handlung sowohl am Grunde des Meeres als auch in einem Wüstenreich, das im Sandmeer zu versinken droht: Knaubers Heldin Meliaé ist Thronfolgerin des legendären Najaden-Volkes – doch weiß sie nichts über ihre Herkunft. Als zwei grausame Brüder sie entführen, scheint Meliaés Tod unausweichlich, doch dann entdeckt sie ihre dunkle Liebe zu einem Mann, der sich für sie sogar mit dem Gott der Unterwelt anlegen wird …

© Zusammenfassung/Cover Blanvalet © Autorenfoto Artografie Michael Detzen

 

Bernhard Hennen ließt danach aus seinem Buch die Chroniken von Azuhr der Verfluchte und der träumende Krieger. Er trägt jeweils ein Stück des Prologes vor und zeigt dadurch sehr deutlich künstlerische kniffe und Ähnlichkeiten der beiden auf. Ich habe die ersten beiden Teile von Azuhr bereits gelesen und auf dem Blog findet man die Rezensionen zu der Verfluchte.

Inhalt: Die Chroniken von Azuhr

Der Mittelpunkt dieser Geschichte bildet die Familie Tormeno, diese Familie lenkt die Geschickte der Insel Cilians schon seit mehreren Generationen. Denn aus ihren Reihen kommt der Erzpriester der Insel. Er hat die Aufgabe den Glauben und die Menschen seiner Insel zu Schützen vor allem was da kommen wird, wenn der Himmel sich verdunkelt und die Sterne erlöschen. Die Welt gelangt aber aus den Fugen als Milan der Sohn des Erzpriester Nandus sich gegen seinen Vater stellt und seinen Namen besudeln möchte. Ein unerwartete Wendung verändert Milan sein Kampfgeist gegen seinen Vater ist geweckt und die gesamte Insel wird dies Verändern den ein Krieg klopft an der Tür und sie müssen sich für eine Seite entscheiden.

 

Im nachfolgenden Interview erzählten beide etwas über ihre Art der Recherche für ein Fantasy Buch und Bernhard Hennen warnte uns vor koreanischen Teigtaschen die mit Hönig gefüllt sind. Denn wie er leider selbst erfahren musste kann man sich mit ihnen gleich zwei mal verbrennen. Einmal wenn man reinbeist und der Honig noch heiß ist und das zweite mal wenn die Tasche dabei aufgeht und man sich so auch noch die Finger verbrennt.

Den Abschluss bildetet drei Autorinnen Stefanie Hasse, C.E. Bernhard und Theresa Hanning. Theresa Hanning beginnt aus ihrer Dystopischen SciFi „Die Unvollkommenen“ zu lesen.

Inhalt: Unvollkommenen

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.
So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann …

© Zusammenfassung/Cover Bastei Lübbe © Autorenfoto Olivier Favre

 

Stefanie Hasse folgte und laß aus ihrem Buch Heliopolis einen auschnitt eines Rituales und eien kurze Sehne des Balles vor dem Verlassen der Heimat der Protagonistin.

Inhalt: Heliopolis

Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. An ihrem 16. Geburtstag wird sie eine der acht magischen Gaben erhalten und mit Riaz vermählt werden. Doch Akasha bekommt nur das Leere Zeichen in den Nacken gebrannt. Keine Gabe! Keine Magie! Zu allem Überfluss droht nun eine Hochzeit mit dem arroganten Dante. Um den Makel auszumerzen, schickt ihr Vater sie in einer wichtigen Mission auf die Erde.

© Zusammenfassung/Cover Loewe Verlag © Autorenfoto Rudolf H. Boettcher

 

Dort soll die sechzehnjährige Hailey eine Ausstellung mit antiken Artefakten organisieren. Aber wieso versteht sie plötzlich sumerisch? Und warum kann sie Keilschrift lesen?
In ihrem spannenden Doppel-Drama um Akasha und Hailey entführt Stefanie Hasse ihre Leserinnen erneut in eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.

 

C.E. Bernhard schließt den Leseabend mit einem Auszug aus ihrem Roman Palace of Blood - Die Königin.

Inhalt: Palace of Blood - Die Königin

Keine Krone der Welt ist es wert, den Menschen zu verlieren, den man am meisten liebt!
Der Kampf um den englischen Thron ist entbrannt. Als der entrückte König den Befehl erteilt, Jagd auf seinen eigenen Sohn zu machen, greift die Königin zum Äußersten: Sie lässt ihren Mann ermorden und plant, anstelle des flüchtigen Kronprinzen selbst zu regieren. Robin hingegen wünscht sich nichts mehr, als in Frieden mit der Liebe seines Lebens zusammen zu sein. Mit Rea, der gefürchteten Magdalena. Mit Rea, der zukünftigen Königin. Mit Rea, die zum ersten Mal in ihrem Leben frei sein darf. Doch am Tag ihrer Vermählung wird Rea Opfer eines schrecklichen Anschlags – und der gläserne Palast verwandelt sich an einen Ort des Schreckens, des Verrats und des Blutes.

© Zusammenfassung/Cover Penhaligon © Autorenfoto Eva-Lotte Hill

 

In dem anschließenden Interview drehte sich alles sehr stark um Politik und Politisierung der Jugend. Aussage von Theresa war „Die Jugend ist nicht Politik verdrossen; sie ist Politiker verdrossen“

 

 

Sie ruft dazu auf selbst aufzustehen die Stimme zu erheben und etwas zu ändern. Ich ließ mir im Anschluss noch das Buch signieren aus dem er am heutigen Abend gelesen hat. Im gesamten war es ein tolles Event und ich freue mich auf den nächsten Phantastischen Leseabend.

„Die Menschen glauben gerne, was sie wünschen. Libenter homines id, quod volunt, credunt.“ ― Gaius Julius Caesar, doch was ist wenn die Märchen die sie sich abends vor dem Feuer erzählen, ihre größten Feinde sind. Bernhard Hennen erzählt in seinem Buch „Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte“ über eine Welt in der Mären Wirklichkeit werden und der Glaube der einfachen Leute die Realität formt. Der Roman ist 2017 im Fischer TOR Verlag erschienen.

Bernhard Hennen erhielt für dieses Buch auf der Leipziger Buchmesse den Seraph für bester Roman und durfte später am Abend auf der großen Phantastik-Lesenacht aus seinem Buch lesen. Wir haben Bernhard Hennen am Abend getroffen und seiner Lesung gelauscht, wenn ihr mehr über den Abend erfahren wollt schaut doch mal bei dem Artikel Rückblick: Der große Phantastik-Leseabend auf der Leipziger Buchmesse vorbei.

Inhalt:

Der Mittelpunkt dieser Geschichte bildet die Familie Tormeno, diese Familie lenkt die Geschickte der Insel Cilians schon seit mehreren Generationen. Denn aus ihren Reihen kommt der Erzpriester der Insel. Er hat die Aufgabe den Glauben und die Menschen seiner Insel zu Schützen vor allem was da kommen wird, wenn der Himmel sich verdunkelt und die Sterne erlöschen. Die Welt gelangt aber aus den Fugen als Milan der Sohn des Erzpriester Nandus sich gegen seinen Vater stellt und seinen Namen besudeln möchte. Ein unerwartete Wendung verändert Milan sein Kampfgeist gegen seinen Vater ist geweckt und die gesamte Insel wird dies Verändern den ein Krieg klopft an der Tür und sie müssen sich für eine Seite entscheiden.

Meinung:

Azuhr ist eine Welt bei der ich sehr gespannt darauf war sie zu entdecken. Sie ist nicht so Magie überladen wie es High-Fantasy Romane meist sind. Es gibt keine Zwerge, Elfen oder Drachen zumindest am Anfang des Buches. Auch ist es keine typische mitteleuropäische Mittelalterwelt, die man in schon so vielen Fantasyromanen gesehen hat. Cilia fühlt sich mehr nach Italien bzw. Mittelmeerraum an. Die Menschen müssen erst Lernen mit der Welt die sich immer mehr verändert zurecht zukommen.

Der junge Milan ist ein Hauptcharakter, bei dem ich mir nie ganz sicher war, ob ich ihn mag und er ein Held ist oder nur eingrößenwahninniger Idiot. Sein Charakter ist von Mut und Selbstsicherheit geprägt aber er ist auch von Rache und Wut gegen seinen geleitet. Nandus ist dazu der Gegenpol; er wirkt immer sehr beherrscht und seine Handlungen durchdenkt er häufig. Trotzdem ist seine Grausamkeit unbeschreiblich und diese Mischung von Vater und Sohn ist so spannend und unvorhersehbar das man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen mag. Die beiden und die Welt, die sich von den meisten anderen doch unterscheidet, sind für mich die großen Stärken des Buchens. Ich empfand besonders die Grauzonen, mit den Bernhard Hennen hier immer wieder spielt, sehr spanend und die Figuren entwickeln sich ständig in verschiedenste Richtungen weiter. Auch die Intensionen, Intrigen und Wendungen sind fast einem Game of Thrones würdig. Es war immer unvorhersehbar und mitreißend.

Der Schreibstil ist sehr beschreibend und immer der Figur angepasst, welcher man im Verlauf der Handlung gerade folgt. Die Welt wird sehr schön detailliert beschrieben das sie einem einfach vor dem innern ´Auge entsteht und man die weißen Dächer der Stadt Cilia genau sehen kann.

Noch gesondert zu Erwähnen ist der großartige Beginn des Buches, der viele Jahre vor der eigentlichen Buchhandlung spielt und die Welt mit ihren Machtspielen und Intrigen sehr genau darstellt. Ich habe in den wenigen Seiten so sehr mit den Figuren mitgelitten, dass ich wirklich bestürzt vom Ende des Prologes war.

Autor:

Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, ist Germanist, Archäologe und Historiker. Seine Romane »Die Elfen« erreichen erreichten Spitzenplätze auf deutschen und internationalen Bestsellerlisten.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

mein Buch meine Welt

Buchinfos:

Titel: Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
Autor: Hennen, Bernhard
Verlag: FISCHER Tor2017
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 576 Seiten
ISBN-13: 978-3-5962-9726-9


© Cover, Banner und Biografie Fischer TOR Verlag /© Autorenfoto Game of Books

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Heute stelle ich euch das neue Buch von einem meiner Lieblingsautoren vor, Richard Schwartz, „Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1“ . Dieses Buch ist 2018 im Piper Verlag erschienen. Zu meiner großen Freude wird Richard Schwartz auch auf der Leipziger Buchmesse am Messefreitag Teil der Piper Fantasy Nacht sein, auch Autoren wie Lukas Hainer und Michael Peinkofer sind da vor Ort. Ich freue mich schon sehr auf dieses Event.

Inhalt:

Alexandra McInnes, Special Forces Pilotin, hat zahlreiche Einsätze mit ihrem Kampfhubschrauber überlebt, um ausgerechnet von einem Auto auf einen Supermarktparkplatz angefahren und schwer verletzt zu werden. Ihr Zustand verschlechtert sich, bis man ihr Leben kaum noch Leben nennen kann. Doch vielleicht kann man ihren Körper retten, der Kybernetiker Dr. Jensen macht ihr ein verlockendes Angebot. Ihr Bewusstsein wird in ein Videospiel transferiert um ihren Körper während dessen an den Nerven behandeln zu können.
In dieser Zeit soll Sie aber ein besonderer Teil des Rollenspieles Verona online werden. Doch dieses Spiel ist anders als andere, es ist VR eigentlich sogar mehr als das. Im „Spiel“ ist es wie in den größten MMORPG´s, man jagt Questen nach, kauft neue Rüstung, verbündet sich mit anderen und wird immer besser. Doch Alex erstes Ziel ist es sich mit ihrer tragischen Vergangenheit auseinander zusetzen, die sie bis in das Spiel hinein verfolgt. Sie ist ein ganz besondere Teil dieser Welt, und es ist nicht klar was Dr. Jense wirklich mit ihr vor hat. Den das Spiel und seine Charaktere werden immer realer, Verona lebt.

Meinung:

Ich liebe Rollenspiele, ich liebe Richard Schwartz und ich liebe Bücher. Jetzt wenn man alles das zusammen schmeißt, hat man die Eisrabenchronik. Ich war zu anfang sehr skeptisch ob dieses Buch die Erwartungen, die ich habe erfüllen kann und ob es auch nur annähernd so gut wie Askir werden kann.

Man erlebt die Geschichte aus der Erzählperspektive von Alexandra. Sie war mir sofort von Grund auf symphytisch, so das ich mich gut in sie hinein versetzen konnte. Ich wollte verstehen, warum sie des Lebens müde war und wie sich ihre Figur entwickelt und welche Fragen sie sich stellt. Den eine ganz große Stärke des Buches ist das Ungewissheit, was die mächtigen Planen und welche Aufgabe Alex bei all dem zu kommt. Ich habe mich oft selbst gefragt wie ich gehandelt hätte. Themen wie Rassismus und die menschliche Psyche werden immer wieder am Rande aufgegriffen und verleihen dem gesamten eine nachdenkliche Tiefe und die für Dystopien übliche Art von Beklemmung. Verona online entwickelt sich von einen MMORPG immer mehr zu einer Sozialanalyse und stellt auch einige schwere moralische Fragen, die gekonnt nicht zu 100% aufgelöst werden. Es macht so spannend, dass ich selbst dann das Buch kurz zur Seite gelegt habe um mir Gedanken über diese Themen zu machen. Alex handelt in den Momenten so menschlich, mit Unsicherheit und Überforderung, die sich auf den Leser überträgt.

Die Erzählweise ist wie für ein RPG typisch in Quest´s und somit etwas langsam, da viel getan werden muss um besser zu werden und sich von A nach B zubewegen, auch wenn Alex an manchen Punkt etwas OP ist und es unausgeglichen wirkt. Zu meiner Enttäuschung wirken die, ich nenne sie Nebenquesten, etwas langweilig und unnütz, da sie keinen erkennbaren Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben. Dennoch wirkt die Welt meist logisch und schlüssig. Ich selbst spiele gerne Singleplayer Rollenspiele und bin mit diese Erzählweise vertraut, allerdings könnte sie für Genrefremde etwas schleppend, ungewohnt und langatmig wirken. Gerade weil es gegen Anfang oft genretypische Textboxen und Tabellen gibt, dies nimmt aber im Verlauf der Story ab, sodas es für mich nicht störend gewirkt hat. Einen Kritikpunkt, den ich habe, ist der sehr flache und langweilige Antagonist. Er hat keinen Antrieb oder Ziele, die man als Leser erahnen könnte und nervt leider etwas. Auch die anderen menschlichen Figuren wirken antriebslos und flach, ohne Motivation oder weitreichende Vorgeschichte. Trotzdem möchte ich mehr von Verona sehen und vorallem mehr Orte und Figuren kennen lernen.

Noch eine Empfehlung ich habe die zweite Hälfte des Buches als Hörbuch gehört und kann dies nur empfehlen, da es vom selben Sprecher, wie die Askir Reihe gesprochen wird. Es war für mich wirklich angenehm Michael Hansonis hier zuzuhören.

Als Fazit lässt sich im großen und ganzen sagen: Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses Buches und bin gespannt auf mehr. Ich hoffe, dass mehre tiefere bzw. interessantere Figuren eingeführt werden und es zusätzlich noch einige Schauplätze mehr zum erkunden geben wird. Dieses Buch war mein erstes LitRPG und ich sagen: Es macht mir Lust auf mehr aus dem Genre.

Autor:

Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um »Das Geheimnis von Askir« wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Zuletzt erschien die neue Reihe »Die Eisraben-Chroniken«.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

A winter story
Bücherregal von j.r.books
Astis Hexenwerk

Buchinfos:

Titel: Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1
Autor: Schwartz, Richard
Verlag: Piper2018
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 480 Seiten
ISBN-13: 978-3-4927-0519-6


© Cover und Biografie Piper Verlag

Die Welt ist zerfallen, hunderte von Weltensplittern und Königreichen schweben zwischen dem Himmel und dem Mahlstrom. Allein die Gabe der Levitation vermag die einzelnen Splitter zu verbinden. Aus diesem Grund entscheiden die Meisterinnen der Gilde über das Schicksal aller.

Heute stelle ich euch „Splitterwelten“ von Michael Peinkofer und Christoph Dittert das 2012 im Piper Verlag erschienen ist vor.

Inhalt:

Die Handlung dieses Romanes setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zwischen denen innerhalb des Buches jeweils nach einem Kapitel gewechselt wird. Die erste Protagonistin ist Kalliope, eine unerfahrene Schülerin der Levitatengilde, die die Macht haben zu schweben und Schiffe zwischen den Weltensplittern zu bewegen. Sie wird gemeinsam mit ihrer Meisterin Cedara auf eine entfernte Welt geschickt, um dort den Mordfall an einer ihrer Schwestern aufzudecken. Doch während für die Schülerin, ihre Werte klar nach dem Kodex der Gilde definiert sind, verstrickt diese sich immer weiter in finstere Intrigen und fragwürdige Vorkommnisse treten ans Licht. Die Welt befindet sich kurz vor dem Ausbruch eines Krieges, dessen Ausgang das Schicksal des Sanktuarios bestimme wird. Der zweite Protagonist ist der Menschen Sklave Kieron, der in einer anderen Welt wie Kalliope lebt. Hier sind die Menschen nicht die oberste Rasse, sondern den sogenannten Animalen unter geordnet. Diese Animalen sind Halbwesen halb Mensch halb Tier. Kieron wird an einem Abend, der sein Leben verändert, von genau so einem Animalen, genauer gesagt einem Pantheriden, befreit und in eine gefährliches Schatzsuche hineingezogen. Die beiden werden bei einem Raubzug des Pantheriden Croys erfasst und zusammen mit dem Gastwirt einem Chamäleonid namens Jago auf die Suche nach einem mächtigen Artefakt geschickt, dessen Fähigkeiten keiner kennt. Man weiß nur das sich einspezielles Symbol darauf befindet.

Meinung:

Ich habe mir dieses Buch bereits vor über zwei Jahren gekauft und immer gedacht auch das ist ein Einzelband, wenn du mal Lust auf ein „kurzes“ Fantasyabenteuer hast, kann man das lesen. Aber ich hatte dann immer Fantasyreihen auf dem SuB liegen. Dies hat die Frankfurter Buchmesse geändert, denn dort durft ich eine Lesung von Michael Peinkofer besuchen und war begeister. Er wirkt sehr sympathisch offen und wie ein großer Weltenbauer. Splitterwelten ist der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe, also hatte ich auch keine Vorerfahrung mit seinem Werken. Umso gespannter war ich, als ich in diese Welt eingetaucht bin, und nicht mehr auftauchen wollte.

Das Buch hat einen grandiosen Prolog, der den einen Handlungsstrang des Buches in Gang setzt und sofort welchen Ton das Buch anschlagen will. Gerade als man Sympathie entwickelt hat, stirbt der Charakter und man weiß ok niemand ist sicher und erwarte viel. Die Welt die Peinkofer hier erbaut wirkt mystisch geheimnisvoll, intrigant und gefährlich. Die Spannung ist wird allerdings gerade im Handlungsstrang von Kalliope ehr als drohende Gefahr wahr genommen, das sie noch den Schutz ihrer Meisterin hat und auf Ether noch sicher zu seien scheint.
Kieron Abenteuer hingegen beginnt ohne Erklärungen sofort actiongeladen mit einer Rauferei. Er selbst gehört als Sklave zur untersten Schicht der Bevölkerung, und weiß genauso wenig wie der Leser über die Intrigen und Ziele der Mächtigen. Man lernt durch seine Augen zu verstehen, dies ist eine faszinierend Abweichung von Standard des typischen mächtigen oder einflussreichen Helden ist. Beide Figuren durchleben ihre persönlichen Heldenreise mit ihren Mentoren, ihren Prüfungen und Wendungen. Es ist nichts, was man nicht bereits in anderen Büchern gesehen hat, doch war es für mich sehr packend sie im Rahmen dieser sehr spannenden Welt zu Verfolgen.
Die Figuren an sich sind sehr klar in ihren Charakter definiert, so ist Kalliope, eine selbstbewusste impulsiver, aber auch naive Person, die glaubt das das Gesagte der Gilde immer die Wahrheit entspricht und immer auf der Suche nach Gleichgewicht ist. Kieron ist dagegen unterwürfig; er hinterfragt nicht, welche Anweisungen man ihm gibt und steht sehr loyal für seine Freunde ein. Beide entwickeln sich innerhalb der Handlung weiter, doch da ist noch viel Luft nach oben. Die meisten anderen Charaktere sind relativ schlicht gehalten, aber dadurch auch sehr nachvollziehbar. Diese Charakterzüge bestimmen maßgeblich das Handeln der Personen, weshalb man nur selten überrascht wird. Es sind solide Figuren, die man mag und mitfiebert aber auch manchmal nerven können, wenn mal wieder beschrieben wird das Kieron nur gehorcht und nicht selbst denkt.

Als Fazit möchte ich sagen das ich gut unterhalten war und sich das Buch gut und schnell ließt. Die Welt großartig, sie steckt voller Geheimnisse und Fragen, die man noch beantwortet haben will. Negativ kann ich anmerken, dass die Geschichte etwas vorhersehbar war, dies mich allerdings wenig gestört hat. Ich würde es allen High-Fantasy Fans empfehlen, die raus aus dem Mittelalterfeeling mit Orks und Trollen wollen.

Autor:

Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift »Moviestar«. Mit seiner Serie um die »Orks« avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasyautoren Deutschlands. Seine Romane um »Die Zauberer« wurden ebenso zu Bestsellern wie seine Trilogie um »Die Könige«. Mit »Die Legenden von Astray« führt Michael Peinkofer alle Fantasy-Fans in eine neue Welt.

Christoph Dittert, 1974 geboren, hat Romane aus den Bereichen Fantasy, Science-Fiction und Horror geschrieben und gehört zum Autorenstamm der Bücher um die »Drei ???«. Gemeinsam mit Michael Peinkofer schreibt er dessen Saga um die »Splitterwelten« fort.

Alle Bände der »Splitterwelten«-Reihe:

Splitterwelten
Splitterwelten: Flammenwind
Splitterwelten: Nachtsturm

Buchinfos:

Titel: Splitterwelten
Autor: Peinkofer, Michael; Dittert, Christoph
Verlag: Piper2012
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 560 Seiten
ISBN-13: 978-3-4922-6960-5


© Cover und Biografie Piper Verlag / © Autorenfoto Helmut Henkensiefken