.broken_link, a.broken_link { text-decoration: line-through; } Springe zum Inhalt

1

„Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.“ ~ Isaac Asimovs nulltes Robotergesetz

„Die erste ultraintelligente Maschine ist die letze Erfindung, die der Mensch je machen wird.“ ~ Irving John Good

Nachdem es jetzt fast einen Monat ruhig im Blog war, habe ich heute für euch die Rezension zu Frank Schätzings „Die Tyrannei des Schmetterlings“. Das Buch ist im Herbst 2018 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Das Buch wirde mir dankenswerter weise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

Afrika: Im Herrschaftsgebiet eines ungenannten Warlords wird eine Einheit von Elite-Soldaten brutal von unbekannten Wesen überfallen und niedergemetzelt.

Sierra-County, USA: Luther Opoku, Undersheriff des Sierra-County in Kalifornien wird zu einem Einsatz gerufen. Eine Frau ist über den Rand einer Schlucht gestürzt und hängt jetzt tot in einem Baum. Ihren Wagen hat sie einige Meter entfernt gegen einen Baum gefahren. Die Reifenspuren weisen daraufhin das sie verfolgt wurden. Wurde sie in den Tod getrieben? Was hat es mit dem geheimnisvollen USB-Stick auf sich, der im Wagen versteckt war?

Recht schnell wird die Frau als Wissenschaftlerin des Unternehmens Nordvisk identifiziert. Nordvisk betreibt im Sierra-County eine riesige Einrichtung, genannt „Die Farm“. Welchem Zweck diese Einrichtung dient, und was dieser tragische Unfall auf den ersten Blick mit Nordvisk zu tun hat, erschließt sich auf den ersten Blick nicht. Nordvisk ist ein Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz, soviel versteht Undersheriff Opoku jedenfalls.

Meinung:

Das ist also der neue Schätzing. Für mich etwas überraschend Erreichte mich in der Folge der LitBlogCon in Köln dieses Rezensionsexemplar. Schätzing steht meiner Meinung nach immer für überraschende neue Themen, immer gemischt mit kritischen Überlegungen zur aktuellen Situation der Menschheit. Aber ich persönlich muss sagen, „Die Tyrannei des Schmetterlings“ hat mich echt überrascht. Beginnt die Handlung gleich zu Anfang mit einem brutalen Schnitt in den Bürgerkrieg eines ungenannten afrikanischen Landes, flacht aber für mich auf den nächsten Seiten erst einmal zu einem relativ einfach gestrickten Vorstadtkrimi zusammen, um dann im hinteren Teil des Romanes zu einem fulminanten actionreichen und schnellen Science-Fiction-Thriller umzuschwenken.

Was sich zu Anfang etwas wie ein Abklatsch auf David Lynchs Meisterwerk „Twin Peaks“ liest, amerikanische Kleinstadt mit einem Mord und einer viel zu kleinen Polizeimanschaft, schwenkt recht schnell zu einem zu anfang paranormal wirkenden Handlung um. Nach und nach bring Schätzing dem Leser mit einsteigerfreundlichen Beispielen näher, was künstliche Intelligenz ausmacht, und wie sie entwickelt wird. Wer sich schon mit Werken wie Isaac Asimovs „I, Robot“ oder den Robotikgesetzen beschäftigt hat, hat schon eine ganz gute Ahnung wohin sich die Geschichte entwickelt. Asimovs Robotikgesetze legen richtilinien fest, an welche sich Roboter halten müssen.

Das bekannteste Gesetz ist „Ein Roboter darf kein menschliches Wesen erletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.“ Die Menschheit will aber von ihren Robotern und künstlichen Intelligenzen andere Dinge. Beispielsweise kann ein Roboter mit der Asimov Programmierung kein Tattoo stechen, da es ja einen Menschen verletzen würde. Mit solchen und anderen Problemen beschäftigt sich der aktuelle Roman von Schätzing sehr ausführlich. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt am Schreibstil: Schätzing verfällt dem Tolkien Effekt, und kann schon mal ein Blatt oder einen Landstrich über mehrere Textabsätze beschreiben.

Ein spannender Roman, von dessen Anfang man sich nicht täuschen lassen sollte. Obwohl sich der Roman mit sehr fortschrittlichen Technologien beschäftigt, schafft es Schätzing auch Leser einzubinden, die mit den Themen vorher keine Berührungspunkte hatten.

Autor:

Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, veröffentlichte 1995 den historischen Roman »Tod und Teufel«, der zunächst zum regionalen, später bundesweit zum Bestseller avancierte. Nach zwei weiteren Romanen und einem Band mit Erzählungen sowie dem Thriller »Lautlos« erschien im Frühjahr 2004 der Roman »Der Schwarm«, der seit Erscheinen eine Gesamtauflage von 4,5 Millionen Exemplaren erreicht hat und weltweit in 27 Sprachen übersetzt wurde. Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln.

Sprecher:

Sascha Rotermund (geboren 13. Juni 1974 in Arnsberg) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Hörspielsprecher, Hörbuchinterpret und Musiker. Bekannt ist er vor allem als die Standardstimme der Schauspieler Benedict Cumberbatch, Jon Hamm, Armie Hammer, Alexander Skarsgård, Pilou Asbæk und Omar Sy.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Lesevergnuegen
Booknerds

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: Die Tyrannei des Schmetterlings
Autor: Schätzing, Frank
Sprecher: Rotermund, Sascha
Verlag: KiWi, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 736 Seiten
ISBN-13: 978-3-4620-5084-4


© Autorenfoto Raimond Spekking CC BY-SA 4.0 / Buchcover by Kiepenheuer & Witsch

Nach einer längeren Pause habe ich heute, als ersten Beitrag von mir für 2019, für euch die Rezension zu „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer, erschiene 2001 im List Verlag.

Inhalt:

„Verschiedene Psychiater haben es versucht und sind gescheitert, Das größte Problem dabei ist Artemis‘ Intelligenz. Er trickst jeden Test aus, dem man ihn unterzieht, er hat die gelehrtesten Mediziner zur Verzweiflung gebracht, und so manche von ihnen sind in ihren eigenen Irrenhäusern gelandet. Artemis ist zweifellos ein Wunderkind, doch warum widmet sich ein solches Genie kriminellen Aktivitäten?“

Artemis Fowl Junior, Sohn des Verbrechers Artemis Fowl Senior, tritt in die Fußstapfen seines verschollenen Vaters. Artemis ist auf die Spur eines enormen Geheimnisses gestoßen: Es gibt unter der Erdoberfläche eine zweite Welt. Eine Welt in der all die phantastischen Fabelwesen aus unseren Märchen und Sagen Leben. Feen, Trolle und Alraunen sowie Zentaur sind hier ganz normale Gestalten. Als Artemis in den Besitz des Buches, der „Bibel“ der Unterirdischen gerät, erkennt er, das er darüber relativ leicht an Gold kommen kann. Gold, das er dringend für die Suche nach seinem verschollenen Vater benötigt. Das dies sowohl die Welt der Unter- als auch die Welt der Oberirdischen in Gefahr bringen wird, nimmt Artemis skrupellos in kauf. Mit der Entführung der ZUP-Elfe Holly Short, gerät schließlich alles aus den Fugen. Als dann auch noch ein Troll und ein Zwerg auftauchen wird es kompliziert.

Meinung:

Colfer erschafft in Artemis Fowl eine faszinierende komplexe unterirdische Welt. Ja, das Buch ist definitiv als Jugendbuch ausgelegt, macht aber auch Erwachsenen Spaß. Die Handlung von Teil eins ist recht gradlinig, erst werden Personen eingeführt und dann startet die Handlung voll durch. Ich finde die Personen überzeugend und mit durchaus interessanten Biographien erzählt. Die Darstellung des zwölf Jährigen Artemis als Superverbrecher und Genie fand ich nicht hundertprozentig überzeugend, mir kam er immer wie ein deutlich älterer Protagonist vor. Im großen und ganzen aber ein solider Jugend-Thriller mit Krimi und Fantasy Elementen. Abgerundet wird der Spaß durch das Hörbuch, gelesen vom Sprechergenie Rufus Beck.

Autor:

Eoin Colfer, geboren 1965 in Wexford ist ein irischer Lehrer, Schriftsteller und Kinder- und Jugendbuchautor. Mit Artemis Fowl begründete er seinen Ruhm und wechselte in die hauptberufliche Schriftstellerei. Die Serie wurde bisher mit über 20 Millionen Exemplaren weltweit verkauft. Colfers Wahlspruch lautet: „I will keep writing until people stop reading or I run out of ideas. Hopefully neither of these will happen anytime soon.“ („Ich werde weiterschreiben, bis Menschen aufhören zu lesen oder mir die Ideen ausgehen. Hoffentlich tritt keins von beidem allzubald ein.“). Mit seiner Mischung aus Fantasy und Science-Fiction erschien er der Witwe von Douglas Adams als würdig genug, eine Fortsetzung von Per Anhalter durch die Galaxis zu schreiben, die „Und übrigens noch was …“ heißt und im Jahr 2009 erschienen ist.

Der Film

Mal noch was anderes: Für Artemis Fowl ist ein Film angekündigt. Kinostart ist der 3. Oktober 2019. Ich persönlich bin vom ersten Trailer nicht überzeugt, da sehr viele Details der Figuren gegenüber dem Buch verändert wurden. Lest unbedingt erst das Buch bevor ihr den Film seht! Der Vollständigkeit halber verlinke ich den Trailer trotzdem mal:


Alle Bände der »Artemis Fowl«-Serie:

Artemis Fowl (Band 1)
Artemis Fowl: Die Verschwörung (Band 2)
Artemis Fowl: Der Geheimcode (Band 3)
Artemis Fowl: Die Rache (Band 4)
Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie (Band 5)
Artemis Fowl: Das Zeitparadox (Band 6)
Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex (Band 7)
Artemis Fowl: Das magische Tor (Band 8)
Artemis Fowl: Die Akte (Band 9)
Artemis Fowl - Der Comic
Artemis Fowl - Arctic Incident

Rezension des Buches in anderen Blogs:

szebrabooks
Media-Mania

Buchinfos:

Titel: Artemis Fowl
Originaltitel: Artemis Fowl
Autor: Colfer, Eoin
Übersetzer: Feldmann, Claudia
Verlag: List Hardcover, 2001
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 239 Seiten
ISBN-13: 978-3-4717-7251-5


© Bio, Autorenfoto und Buchcover by Ullstein Verlag

1

Heute habe ich mal die Rezension eines etwas älteren, aber nicht minder aktuellem Buches für euch: "Blackout – Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg, erschienen 2012 im Blanvalet Verlag.

Inhalt:

Italien, an einem kalten Wintertag: Die Stromversorgung ist zusammengebrochen, und keiner, auch nicht der Stromversorger, kann sich erklären warum. Keiner? Doch, für den italienische Informatiker Piero Manzano ist relativ schnell klar, dass es sich um einen gezielten Hackerangriff handelt. Bloß glaubt ihm anfangs keiner. Erst als sich die Lage immer weiter über Europa ausbreitet, es kälter wird und die ersten Menschenleben auf dem Spiel stehen, erinnert sich Interpol an den kleinen Informatiker aus Italien. Was weiß Manzano wirklich? Als dann auch noch dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden werden steht er relativ schnell im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Meinung:

Gute, spannende Unterhaltung mit leider viel zu viel wahrem Kern. Elsberg beschreibt hier ein Szenario, das aktueller nicht sein könnte. Globale Vernetzung, internationale Abhängigkeiten in den Produktionsketten und natürlich die generelle Abhängigkeit von elektrischer Energie bilden die Hauptzutaten von BLACKOUT. Elsberg beschreibt sehr schön, mit in Tagen eingeteilten Kapiteln, wie die Zivilisation ohne elektrische Energie immer weiter zusammen bricht. Als dann der Strom, nicht wie erhofft nach einigen Stunden, nicht zurückkehrt beginnt die Situation langsam bedrohlich zu werden. Auch als „versorgungssicher“ geltende Einrichtungen bekommen auf einmal Probleme. Für mich persönlich, der ich auch beruflich im Bereich IT-Sicherheit verankert bin, beschreibt Elsberg hier absolut brillant und leider auch realistische Angriffe auf die IT-Infrastruktur unserer Zivilisation.

Autor:

Marc Elsberg (eigentlich Marcus Rafelsberger), geboren 1967 in Wien, war vor seiner Karriere als Romanautor unter anderem als Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« tätig. Elsberg lebt und arbeitet in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT, ZERO und HELIX etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers.

Rezensionen in anderen Blogs:

LeseLust & LeseLiebe
Tinas Buch Rezensionen
Zwischen den Seiten
Bücher wie Sterne
Fischpott

Buchinfos:

Titel: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
Autor: Elsberg, Marc
Verlag: Blanvalet, 2012
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 800 Seiten
ISBN-13: 978-3-7645-0445-8


© Autorenprofil und Cover Blanvalet / © Autorenfoto Lukas Ilgner

In diesem Beitrag werde ich meine Gedanken zur ersten Staffel von Doctor Who aus dem Jahr 2005 darstellen.Ich habe gerade vor ein paar Wochen angefangen diese Serie zu schauen und ich war sofort süchtig.

Handlung

Rose Tayler das ganz normale Mädchen von nebenan arbeitet in London und lebt ihr Leben, wie jeder andere Mensch auch, bis um sie herum seltsame Schaufensterpuppen zum Leben erwachen und der Doctor, ein sehr eigener Zeitreisender, ihren Weg kreuzt. Nach einigen Wirrungen und Konflikten wird sie schließlich zu seiner Gefährtin und reist fortan mit ihm und seiner Tardis durch Raum und Zeit. Alle Türen stehen ihr offen, sie treffen auf Außerirdische und sehen die verschiedensten Winkel des Universums. Ein großartiges Abenteuer durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, in dem sie viel über sich lernen wird, beginnt.

Schauspieler, Figuren und Entwicklungen

Der neunte Doctor der Reihe, wenn man die alte Serie dazu zählt, wird von Christopher Eccleston gespielt. Für Nichtkenner der Serie, wie mich bis vor ca. 5 Wochen, der Doctor kann sich regenerieren und verändert dadurch sein Aussehen, weshalb er immer wieder von anderen Schauspieler gespielt wird, wobei jeder ihm seine persönliche Note gibt, aber der Grundcharakter beibehalten wird.

Christopher Eccleston scheint als Doctor im ersten Moment ganz sympathisch, aber bei nähere Betrachtung wirkt er schnell oberflächlich und kühl.

In wichtigen emotionalen Momenten zeigt er Gefühle nicht in der Intensität, dass man sie als Zuschauer spüren kann. Ich habe das Schauspiel nicht, als schlecht empfunden, aber es macht dem Doctor zu einem Klischee Held, der er nun mal defentitiv nicht ist und nimmt ihn seine interessanten Facetten und die inneren Konflikte, die ihm so quälen, da diese nicht nach außen transportiert werden.

Billie Piper spielt die junge Rose, ein Klischee Londoner Teenygirl, die sehr naiv dargestellt wird, was aber nicht an ihrer schauspielerischen Leistung liegt, sondern das sich ihr Charakter nicht so stark weiterentwickelt, wie er es könnte und in späteren Staffeln tut. Sie wirkt oft flach und ohne tiefgreifende innere Konflikte. Alles plätschert etwas dahin und sie trägt immer nur ihre typischen Eigenschaften, die man schon nach Folge eins kennt nach außen. Erst zum Ende der Staffel bekommt sie eine wichtigere Rolle und die Stärke die ihre Figur braucht, um ernst genommen zu werden. Diese Art von Rose stellt Billie Piper sehr gut dar und sie wirkt sehr viel reifer und zum Beginn der neuen Staffel freut man sich auf mehr von ihr.

John Barrowman spielt Captain Jack Harkness und ist von der ersten Sekunde an unheimlich sympathisch und spezieller Charakter dem man Spaß hat ihn zuzuschauen, wie er seine Masche durchzieht und sich immer selbst und seiner Art treu ist. Er ist in dieser Staffel mein persönlicher Lieblingscharakter und ich freute mich auf jede Folge mit ihm und seinem Humor. Schauspielerisch ist bei dieser Figur alles on Point, mehr muss man zu ihm nicht sagen.

Bild, Ton und Schnitt

Bild Ton und Schnitt ist in dieser Staffel nicht herausragendes eine typische Fernsehproduktion von 2005. Es wurde wenig gewagt aber eine gute Qualität gehalten, auch wenn heute die spezial Effekte teilweise schlecht aussehen.

Fazit

Für mich als kompletter Who Neuling war es sehr interessant in diese neuen Welten einzutauchen und sie mit Rose zu entdecken. Das Konzept der Serie und die meist vorhandene innere Logik haben mich gefesselt und schon da nicht mehr losgelassen. Kurzum ich mag die Staffel, auch wenn sie einige fehlerhaft. Ich kann nur jedem sagen: „Schaut weiter“, es wird noch so viel besser. Doctor Who ist eindeutig eine Serie mit Suchtgefahr und viel Kreativität. Eine wirkliche Empfehlung für alle die Scifi, Zeitreisen, Humor und Serien mögen.

Nun noch ein letzter Satz, den ich von Schlaubibasti so oft während dieser Staffel gehört habe: „Es wird noch so viel besser“.

© Cover BBC