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Ich liebe spirituelle Bücher und bin ständig auf der Suche nach neuem Futter. Das Buch „Die drei Fragen des Lebens“ von Don Miguel Ruiz habe ich, deshalb bereits vor seinem Erscheinen entdeckt. Ich wurde sofort neugierig und konnte es kaum erwarten sein neues Werk in meinen Händen zu halten. Freundlicherweise wurde mir „Die drei Fragen des Lebens“ vom Ullstein Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

In der Einleitung beginnt Don Miguel Ruiz mit einer einfachen Geschichte über einen alten Mann, der auf Grund eines Unwetters mit seinem Pferdewagen in einem Schlagloch stecken bleibt. Der alte Mann beruhigt sein Pferd, ist jedoch nicht in der Lage das gebrochene Rad des Wagens zu wechseln. Da kommt ein junger Mann des Weges, der ihm dabei hilft den Wagen zu reparieren. Nach einiger Zeit ist das Rad gewechselt und als Dank für die Hilfe teilt der alte Mann die Weisheit „Der drei Fragen“ mit dem Jungen. Auf genau diese drei Fragen und Ihre Antworten geht Don Miguel Ruiz in den weiteren Kapiteln ein, wobei er keine einfachen Übungen oder Antworten bereithält, sondern den Leser eher zum Nachdenken, Einfühlen und Reinhorchen anregt.

Don Miguel Ruiz widmet sich zunächst der ersten Frage und ihrer Antwort : Wer bin ich? Du wirst wissen, wer Du bist, wenn du erkennst wer Du nicht bist. Weiter geht es mit der zweiten Frage: Was ist wirklich? Und der Antwort: Du wirst wissen, was wirklich ist, wenn du akzeptierst, was nicht wirklich ist. Dann kommt er schließlich zur dritten Frage: Was ist Liebe? Und seiner Antwort: Du wirst wissen, was Liebe ist, wenn du erkennst, was Liebe nicht ist.

Im Nachwort regt und Don Miguel Ruiz an aufzuwachen, unsere ganz persönlichen Potenziale zu erkennen und unsere Fähigkeiten zu nutzen. Und endlich aufzuhören uns kleiner zu machen als wir sind. Die einfache Geschichte aus der Einleitung lädt uns Leser ein über unser Leben nachzudenken und schlägt eine Brücke vom Leben des Einzelnen über die Eigenheiten in Familien, anderen Kulturen, anderen Gemeinschaften bis hin zu Prägungen durch unsere Regierungen. In seinem Buch „Die drei Fragen des Lebens“ teilt Don Miguel Ruiz seine Erkenntnisse zu diesen drei Fragen und regt seine Leser dazu an, die Fragen ins eigene Leben zu integrieren.

Meinung:

Die drei Fragen des Lebens ist kein einfaches Buch. Lesen und verstehen sind hierbei zwei völlig verschiedene Arten diesem Buch zu begegnen. Die einfache Geschichte in der Einleitung zu lesen ist mir leichtgefallen. Ich konnte dabei Nicken und innerlich sagen, ja das sehe ich auch so, das verstehe ich, das kann ich nachvollziehen. Doch der Abschnitt über die erste Frage des Lebens: „Wer bin ich?“- „Du wirst wissen, was wirklich ist, wenn wir wissen, wer wir nicht sind.“ ist mir beim ersten Lesen unglaublich schwergefallen. Einige Passagen waren mir völlig unverständlich und ich fragte mich, was der Autor mit diesem Buch sagen will. Ich hatte plötzlich Schwierigkeiten mit Begrifflichkeiten, die ich normalerweise durchaus in meiner Kommunikation nutze. Es fiel mir schwer Gewaltenteilung, Legislative, Judikative, Exekutive, Oberbefehlshaber, Untergebenen, Justiz, Richter, Vorstand, Denker, Regierung, Kopf, Verstand, Herz, Schuld, die Stimme des ICHs, das wahre Selbst in mir zu entdecken und zu sortieren. Und ja, vielleicht auch zu akzeptieren, dass sie alle ein Teil von mir sind. Jedenfalls wurde in diesem Abschnitt in meinem Kopf alles durcheinandergewirbelt.

Alles worüber Ruiz schreibt, scheint mir einerseits klar zu sein, andererseits bringt es mich völlig durcheinander. Zeitweise hatte ich das Gefühl einfach nichts mehr zu verstehen. Es machte mich völlig ‚kirre‘ im Kopf. Mein Verstand sucht nach Halt, ich suche nach Erklärungen, sehne mich nach einem Lexikon für alle Begrifflichkeiten. Zeitweise bin ich ratlos, verzweifelt, verständnislos. Fragen habe ich viele im Kopf, aber wo bleibt die Erkenntnis? Ich suche das Problem bei der Übersetzung und fragt mich, ob ich vielleicht einfach zu blöd bin, ein so philosophisches Buch zu verstehen. Hätte ich nicht bereits alle anderen Werke des Autors mit großer Begeisterung gelesen, wäre das Buch vermutlich ungelesen ins Regal gewandert. Doch irgendwie spüre ich, dass es noch eine Perle der Weisheit für mich bereithält, die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen kann. Also lese ich einfach weiter. Krampfhaft und verbissen versuchte ich zu verstehen und Gründe dafür zu finden, warum es mir nicht gelingt. Ich nehme wahr, dass ich schnell dazu neige die Schuld bei anderen zu suchen, sogar mein Körper wird zum Spiegelbild. Mein Rücken ist verkrampft und verhärtet, jede Bewegung tut weh! Ich liege auf der Couch und kann nicht aufstehen und bin definitiv nicht in der Lage in die Arbeit gehen. Also bleibe ich liegen und habe ich Zeit zum Lesen.

Mit der zweiten Frage „Was ist wirklich?“ Tue ich mir deutlich leichter. Ich hinterfrage all meine Gedanken zum Buch: „Was ist wirklich?“ Es erscheint mir logisch, daß sich die Wirklichkeit jederzeit ändert, je nach Lebenssituation, Blickwinkel und Betrachtungsweise, nach persönlicher Verfassung, Kultur, Religion und Auffassung. Wir selbst haben unsere eigenen Gesetze (Glaubenssätze) gemacht und sobald wir anfangen diese zu überdenken, können wir nach und nach aus unserem Gefängnis ausbrechen. Wir können lernen uns selbst liebevoll zu begegnen, diplomatisch zu sein und aufzuhören uns selbst zu verletzen, um schließlich mir uns selbst Frieden zu schließen. Etwas verändert sich in mir während ich dieses Buch lese, in meinem Fühlen, in meinem Denken, in meiner Wahrnehmung. Ich hinterfrage all meine Gedanken über mich: „Was ist wirklich?“ Alte Glaubenssätze über mich tauchen auf. Bin ich wirklich zu „blöd“, einen so philosophischen Text zu lesen? Oder ist der Text einfach blöd? Doch ein Text ist ein Text, was kann daran blöd sein? Ich verstehe Ihn halt grad nicht auf Anhieb. Aber deshalb bin ich nicht blöd, vielleicht ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht habe ich in meinen spirituellen Ausbildungen schon so oft mit den Fragen „Wer bin ich?“ und „Wer bin ich nicht?“ auseinandergesetzt, dass zurzeit keine neuen Erkenntnisse kommen!? Vielleicht bin ich zurzeit aber auch einfach überarbeitet, aber deshalb bin ich nicht blöd. Ich schließe Frieden mi mir selbst. Auf einmal wird mein Kopf frei.

Don Miguel Ruiz schreibt: „Der Gedanke ist die Reflexion, würden wir nach ihm greifen wollen gingen wir leer aus.“ Ja, das ist es. Ich versuche die ganze Zeit zu verstehen, also versuche ich die Gedanken zu greifen, gehe ich dadurch leer aus? The Work von Byron Katie kommt mir in den Sinn und Ho'oponopono von Dr. Hew Len. Durchs Fragen stellen gelange ich auf neue Ebenen. Die Wirklichkeit eines Anderen kann sich von meiner Wirklichkeit völlig unterscheiden oder aber auch nicht. Wir alle kennen Menschen, die ähnlich denken, mit Ihnen tun wir uns leicht und wir haben die wenigste Reibung…. Auf einmal tun sich mir neue Tore auf, ich verändere meinen bisherigen Blickwinkel und beschließe einfach weiter zulesen ohne allzu viel zu denken und merke, dass es mir gut tut, auch wenn es mir nicht leicht fällt.

Die dritte Frage: Was ist Liebe? Und seine Antwort: Du wirst wissen, was Liebe ist, wenn du erkennst, was Liebe nicht ist, hinterfragt unser Verständnis zur Liebe. Was halten wir für Liebe? Woran halten wir durch unser Denken über die Liebe fest? Und was ist Liebe nicht, Was kann sie nicht sein, was will sie nicht sein? Wann lieben wir und wann lieben wir nicht? Können wir lieben, wenn wir uns selbst nicht Lieben. Immer wieder tauchen in mir neue Fragen auf über mein Verhältnis zur Liebe? Dieses Buch hat mir einen völlig neuen Blick auf mich selbst geschenkt, auf mein Leben, auf meine Familie, auf die Gesellschaft uns auf unser Miteinander.

Beim zweiten Lesen tue ich mir schon leichter. Um herauszufinden wer ich bin, schlägt Don Miguel Ruiz vor einen Blick auf das zu werfen, wer wir nicht sind. Es ist als ob nun völlig andere Sätze auftachen, wichtig erscheinen. Wir selbst haben uns die Macht verliehen, über die Wirklichkeit der Hauptperson in unserer eigenen Geschichte zu bestimmen. Diese Hauptperson nennen wir ICH. Und wie wir dieses ICH beschreiben, hängt sehr stark von unseren Prägungen in unserer Ursprungsfamilie und unserer Geschichte ab. Mir wird klar, wie sehr ich beim ersten Lesen dazu geneigt habe einen Schuldigen zu finden. Das Buch, das einfach unverständlich ist, der Autor, der nicht klar sagt, was er mit diesem Buch erreichen will, die Übersetzung, die möglicherweise grammatikalisch nicht einwandfrei ist, oder ich selbst, die einfach zu blöd ist das Buch zu verstehen. Ich versuche krampfhaft zu verstehen und verbissen Gründe dafür zu finden, warum das nicht geht. Ich suche die Schuld bei anderen, mein Körper wurde zum Spiegel, der sich im Hexenschuß zeigte.

Ich hinterfrage: Was ist wirklich? – Auf einmal dreht sich das Bild: Genau genommen verstehe ich doch recht viel. Auch, wenn mir diese Erkenntnis kurzzeitig wieder weg geflutscht ist. Mein Denken über mich und andere hat sich verändert und verändert sich weiter. Mit ähnlich denkenden Menschen haben wir die wenigste Reibung, mit andersdenkenden Menschen bekommen wir die größten Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit uns selbst. Mit diesem neuen Verständnis sollte ich vielleicht Teil 1 nochmal lesen ... inzwischen habe ich beim Lesen einen gelben Leuchtstift in der Hand und markiere die für mich wichtigsten Zeilen. Manche Passagen lese ich laut, weil ich herausgefunden habe, dass lautes Lesen mich anders berührt, als leise zu lesen. Früher hätte ich mir nicht zugestanden, in einem Buch Zeilen zu markieren. Vieles ändert sich an meiner Haltung zu mit. Wo, mich dieses Buch hinführen wird, kann ich noch nicht genau sagen. Aber ich merke, dass ich mich in den letzten Wochen in meinem ganzen Auftreten völlig verändert habe. Ich stehe zu mir selbst, nehme immer deutlicher wahr, was mir persönlich wirklich wichtig ist und bringe dies zum Ausdruck. Ich glaube mein Umfeld muss sich erst noch daran gewöhnen und ich möchte einen liebevollen Weg für alle finden, das darf ich noch üben…..

Inzwischen lese ich das Buch zum dritten Mal und immer mehr Seiten werden gelb. Die drei Fragen sind eng miteinander verknüpft, wie Zahnräder, die ineinandergreifen. Aber das dürft Ihr gerne selbst rausfinden… Vielen Dank an Don Miguel Ruiz für diese Inspiration, vielen Dank an den Ullstein Buchverlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Übersetzer, die Lektoren, die Gestalter, die Setzer, die Drucker und Binder, einfach an alle die an diesem Buch mitgewirkt haben.

Autor:

Don Miguel Ruiz wurde in eine Familie mexikanischer Curanderos (Heiler) und Naguals (Schamanen) geboren. Er folgte dem ihm vorgezeichneten Weg jedoch zunächst nicht, sondern studierte Medizin und wurde Chirurg. Eine Nahtod-Erfahrung nach einem Autounfall veränderte sein Leben und er widmete sich fortan dem Studium der Lehre seiner Vorfahren. Sein Lehrer wurde sein verstorbener Großvater, der ihn in Träumen unterwies. Der Kinofilm "8 Sekunden - Ein Augenblick Unendlichkeit", produziert von Til Schweiger (2015), basiert auf Ruiz´ Meisterwerk "Die Vier Versprechen", und der Autor tritt darin in einer Gastrolle auf

Buchinfos:

Titel: Die drei Fragen des Lebens: ... und Antworten, die neue Wege eröffnen
Originaltitel: The Three Questions - How to Discover and Master the Power Within You
Autor: Ruiz, Don Miguel
Übersetzer: Jochen Winter
Verlag: Ullstein, 2019
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Paperback, 160 Seiten
ISBN-13: 978-3-7934-2402-4


© Cover und Biografie Ullstein Verlag

Heute stelle ich euch das Buch „Die Vier Versprechen“ von Don Miguel Ruiz vor. Es ist 2012 im Ullstein Verlag erschienen. Auch dieses Buch habe ich zum ersten Mal in einem Flughafen-Buchladen in die Hand genommen, doch beim ersten Reinlesen hat es mich zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich angesprochen. Doch dann wurde ich während meiner schamanischen Ausbildung erneut auf die vier Versprechen aufmerksam gemacht. Ich befasse mich schon seit längerem mit dem Thema: Wie man sich aus dem kollektiven Alptraum von Angst und Abhängigkeit befreien und den Traum von Frieden, Freiheit und Liebe in sich selbst verwirklichen kann. Die vier Versprechen haben mich sehr berührt und mir neuen Input gebracht.

Inhalt:

„Die Vier Versprechen“ klingen zunächst recht einfach: Das erste Versprechen: Verwenden Sie Ihre Worte mit Bedacht und seien Sie untadelig mit Ihrem Wort. Das klingt zunächst ganz einfach an, hat aber eine große Macht. Es geht um die Macht der Worte, mit denen wir etwas erschaffen können. Genauer gesagt, erschaffen wir mit jedem unserer Worte, auch wenn sie vielleicht nur in unserem Kopf existieren. - Das zweite Versprechen: Nehmen Sie nichts persönlich. Denn, wenn wir die Aussagen anderer persönlich nehmen, fallen wir nur allzu leicht auf Glaubenssätze rein, die wir durch unsere Erziehung, bzw. Domestizierung erlernt haben. - Das dritte Versprechen: Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Indem wir Schlüsse ziehen, über das was andere tun oder denken, geben wir dem Betreffenden die Schuld, wir senden bewusst oder unbewusst emotionales Gift aus, wodurch wir unnötige Probleme heraufbeschwören. – Und das vierte Versprechen: Tun Sie immer Ihr Bestes, bezieht sich auf die Anwendung der ersten drei Verspechen.

Meinung:

Leider ist es gar nicht so leicht „Die Vier Versprechen“ einzuhalten, denn dazu, müssen wir lernen uns von unserer Opferrolle und von unserem inneren Richter zu befreien. Doch das kann uns nur gelingen, wenn wir beginnen, die uns über Generationen anerzogenen Glaubenssätze und gegenseitigen Schuldzuweisungen anzuschauen und aufzulösen. Erst dann können wir lernen wirklich frei zu sein. Denn die Freiheit, nach der wir uns tief in unserem Innersten sehnen, ist die Freiheit wir selbst zu sein und unserem wahren Ich Ausdruck zu verleihen.

In seinem Buch „Die vier Versprechen“ weckt Don Miguel Ruiz im Leser zunächst ein Bewusstsein für unsere jahrelange Konditionierung durch unsere Vorfahren und das Kollektiv, in dem wir leben. Doch er zeigt auch auf, wie es gelingen kann, sich nach und nach darüber bewusst zu werden, wer wir wirklich sind. Don Miguel Ruiz zeigt, wie wir uns von der Domestizierung und somit auch von unserem inneren Richter und unserem Opferdasein befreien. Dies geschieht indem wir lernen, uns von all den alten Glaubenssätzen zu trennen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Erst dann können wir beginnen uns einen neuen Traum zu erschaffen, einen Traum, in dem wir wirklich glücklich sind.

Zuerst habe ich das Buch einmal ganz schnell durchgelesen, bei vielen Aussagen habe ich innerlich genickt. Erst beim zweiten Lesen konnte ich tiefer gehen und mir zugestehen, wie oft ich in meinem Opferdasein gefangen bin und mich durch meinen inneren Kritiker selbst klein halte. Immer und immer wieder stöberte ich alte Glaubensätze auf und musste feststellen, dass ich selbst es bin, die daran festhalten will, weil sie mir Sicherheit geben, solange ich mich an mein inneres Gesetzbuch halte. Allmählich konnte ich beginnen neue Vereinbarungen mit mir selbst zu treffen. Selbstbeschränkende Glaubenssätze basieren auf Angst und ich bin noch immer noch dabei eine bewusste Inventur zu machen. Vor vielen Jahren habe ich das schon einmal angefangen, als ich mich mit The Work of Byron Katie auseinandersetzte, dann folgte eine Zeit in denen ich begann meinen Vorfahren, Partnern und dem Kollektiv bewusst zu vergeben. „Die Vier Versprechen“ brachten mich näher an mich selbst heran. Ich konnte mir eingestehen, dass ich selbst mein größter Kritiker war und dazu neigte mich selbst zum Opfer zu machen, indem ich ein von mir selbst aufgestelltes Gesetzbuch anwendete. Ich werde es noch einmal lesen und dann vielleicht noch einmal, um mir einen neuen Traum zu erschaffen, indem ich wirklich glücklich bin.

Autor:

Don Miguel Ruiz wurde in eine Familie mexikanischer Curanderos (Heiler) und Naguals (Schamanen) geboren. Er folgte dem ihm vorgezeichneten Weg jedoch zunächst nicht, sondern studierte Medizin und wurde Chirurg. Eine Nahtod-Erfahrung nach einem Autounfall veränderte sein Leben und er widmete sich fortan dem Studium der Lehre seiner Vorfahren. Sein Lehrer wurde sein verstorbener Großvater, der ihn in Träumen unterwies. Der Kinofilm "8 Sekunden - Ein Augenblick Unendlichkeit", produziert von Til Schweiger (2015), basiert auf Ruiz´ Meisterwerk "Die Vier Versprechen", und der Autor tritt darin in einer Gastrolle auf

Buchinfos:

Titel: Die vier Versprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde
Autor: Ruiz, Don Miguel
Verlag: Ullstein Verlag, 2012
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 144 Seiten
ISBN-13: 978-3-5487-4560-2


© Cover und Biografie Ullstein Verlag

Heute stelle ich euch „Das schamanische Seelenorakel“ vor. Hierbei handelt es sich um ein Energiekartenset mit Begleitbuch, das in einer wunderschönen Box geliefert wird. Ich besitze wirklich viele Kartensets, dieses ist mit Abstand, das am liebevollsten gestaltete Orakelset, das ich bisher gesehen habe. Die Box ist äußerst stabil verarbeitet und verfügt sogar über einen magnetischen Verschluss in der Klappe. Schon das Bild auf der Box ist inspirierend. Auf der Innenseite des Deckels steht der Spruch „Lange vor unserer Zeit, lange bevor es die Sprache gab, existierten bereits die heiligen Symbole…“. Und ich wusste sofort, dass auch ich seit Langem mit diesen heiligen Symbolen verbunden bin. In der Box befindet sich das Begleitbuch und direkt darunter das Kartenset mit 64 Energiekarten. Auch dieses ist in einer eigenen hochwertigen Schachtel verpackt. „Das schamanische Seelenorakel“ ist im Ansata Verlag erschienen und wurde mir freundlicher Weise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.

Inhalt:

Das Buch beginnt mit einer kurzen Botschaft. Dann folgt eine Einführung und ein Abschnitt, wie mit den Karten gearbeitet werden kann. Danach beschreiben die Autoren die Bedeutung jeder einzelnen Karte. Die Beschreibung jeder Karte ist in drei Abschnitte aufgeteilt – die Essenz, die Einladung und die Medizin.

Der Abschnitt Essenz vermittelt eine zeitlose Botschaft der Karte, dieser Abschnitt wird als Erstes gelesen werden, um die Bedeutung der Karte zu verstehen.
Der Abschnitt Einladung wird gelesen , wenn die Karte beim Legen richtig herum erscheint, sie beinhaltet eine Aufforderung zum Handeln und wichtige Informationen über die Geschenke, die die geistige Welt für uns bereithält.
Der Abschnitt Medizin wird nur dann gelesen, wenn die Karte beim Legen auf dem Kopf stehend erscheint. Die Medizin weist auf Bereiche hin, die wieder in Ordnung gebracht werden wollen.

Alle Beschreibungen sind kurz, prägnant und einfach zu verstehen. Und doch sind sie sehr tiefgründig. Wenn man dafür bereit ist, werden sie einen tiefen Einblick in die eigene Seele und große Erkenntnis bewirken. Jede Karte wurde von der Illustratorin zu tiefst liebevoll gestaltet. Allein schon der erste Anblick einer jeden Karte hat meditativen Charakter und beim zweiten Hinschauen findet man unzählige weitere Details, die einen noch tiefer eintauchen lassen. In manche Bilder versinkt man regelrecht hinein und sie lassen einen gar nicht mehr los. Steine entpuppen sich zu Büffeln, Federn werden zu einem Umhang, eine Rassel beginnt zu tanzen... Betrachtet man eine Karte richtig herum, erscheint einem das Bild anders, als wenn sie auf dem Kopf steht, ein wirklich faszinierendes Spiel.

Meinung:

Ich selbst bin schon seit 25 Jahren auf dem schamanischen Weg, vielleicht ist es mir dadurch so leichtgefallen, zu den Karten einen sehr intensiven Zugang zu bekommen. Es ist, als ob ich damit schon immer arbeite. Doch glaube ich, dass die Karten auch für schamanische Neulinge eine große Hilfestellung und Erkenntnis darstellen. Bereits die ersten Legungen konnte ich einwandfrei für mich selbst deuten, ich wusste sofort, warum ich mich gerade ein einer Sackgasse befinde und was ich an mir ändern kann, damit sich meine Blockade auflöst und dabei habe ich mich ausschließlich an die Texte im Buch gehalten. Meine ersten Legungen waren wirklich interessant. Ich habe die Beispiellegungen mit einer, drei und vier Karten ausprobiert. Einfach mal ‚so schnell‘ zum Testen. Ich hatte also erstmal gar nicht die Absicht etwas über mich herauszufinden oder gar etwas zu verändern. Ich wollte einfach ‚mal so‘ den Status Quo abchecken, unterschiedliche Legungen, unterschiedliche Fragen, dazwischen gut mischen, abheben und Karte ansehen. Es ist einfach unglaublich. Die erste Einzelkarte, die ich gezogen hatte, war bei allen weiteren Versuchen wieder dabei. Sogar am nächsten Tag erschien die gleiche Karte wieder, irgendwie unheimlich. Doch plötzlich war alles klar! Ich hatte ja nichts verändert, warum hätte sich diese Karte also nicht immer wieder zeigen sollen. Also schaute ich an sofort genauer hin, nahm die Erkenntnis in mein Herz. Tränen stiegen in meine Augen, ich konnte vergeben, mir vergeben, anderen Vergeben, danken für die Erfahrungen, die ich machen durfte und um Vergebung bitten. Vom einen zum anderen Moment empfand ich tiefe Liebe und Dankbarkeit. Um die Erkenntnis noch mehr zu verankern, führte ich ein schamanisches Ritual für meine Ahnen durch. Ab dem nächsten Tag tauchten neue Symbole auf und ich wusste sofort, dass auch diese bearbeitet werden wollen…
Inzwischen teste ich das Kartenset seit 14 Tagen. Ich ziehe jeden Morgen und jeden Abend eine Karte und versuche mich so gut wir möglich an die auftauchenden Botschaften zu halten, und wenn es mir einmal nicht gelingt, beobachte ich die direkten Auswirkungen auf mein Leben. Dadurch stelle ich mich ehrlich meinen Gefühlen, meinem Handeln und meinem Denken und ich leite bewusste Veränderungen ein. Das ist ein sehr schönes, warmes Gefühl.
Es ist wirklich erstaunlich, ja, unglaublich was diese 64 Karten in so kurzer Zeit an Selbsterkenntniss bewirken können. Und ich bin unendlich dankbar für dieses Geschenk. Mitakuye Oyasin – Wir sind alle miteinander verbunden. Danke.

Autor:

Alberto Villoldo lebt in Los Angeles und ist klassisch ausgebildeter medizinischer Anthropologe. 25 Jahre lang bereiste er die Hochländer der Anden und die Gebiete des Amazonas und studierte die schamanischen Heilpraktiken. In seinen Seminaren führt er alljährlich Tausende von Medizinern und Laien in die energiemedizinischen Techniken ein. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter „Das erleuchtete Gehirn“ und „Das geheime Wissen der Schamanen“.

Marcela Lobos wurde in die Heiltraditionen des Amazonas und der Anden eingeführt. Sie ist in Chile geboren und aufgewachsen. Dort arbeitete sie mit Schamanen, die zu einer matriarchalischen Gesellschaft gehören, die die Weisheit des Weiblichen und die Leidenschaft von Mutter Erde besitzt. Marcela hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen zu helfen, indem sie „Übergangsriten“ formuliert, die es ihnen ermöglichen, ihre Kraft, Anmut und Weisheit zu finden. Sie ist an der Fakultät der Four Winds Society tätig.

Colette Baron-Reid ist international anerkannte Oracle-Expertin, spirituelles Medium und Bestseller-Autorin, deren Bücher bereits in 27 Sprachen veröffentlicht wurden. Auch ihre Bestseller-Meditations- und Orakelkarten-Apps sind weltweite Hits. Sie ist die Gründerin und Schöpferin der Oracle School - einer globalen Online-Lernplattform über die Verwendung von Orakeln zur Manifestation eines inspirierten magischen Lebens. Als spirituelles Medium spielt sie in ihrer eigenen Fernsehsendung Messages from Spirit (Amazon Prime / YouTube) mit. Colette verbringt ihre Zeit in den USA und Kanada mit ihrem Ehemann und zwei bezaubernden Zwergspitzhunden. Wenn sie gerade keine Orakelkartendecks kreiert oder ein globales Publikum unterrichtet, schreibt sie Songs, singt und nimmt Musik zur Entpannung auf.

Buchinfos:

Titel: Das schamanische Seelen-Orakel
Originaltitel: Mystical Shaman Oracle Cards
Autor: Villoldo, Alberto ; Lobos, Marcella ; Baron-Reid, Colette
Übersetzer: Karin Weingart
Illustrator: Jena DellaGrottaglia
Verlag: Ansata Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Kartenspiel+Buch, 160 Seiten
ASIN: B07CCFSCL7


© Cover & Biografie Ansata Verl. Random House, thefourwinds, Hayhouse / © Autorenfoto Matt Morrissey, thefourwinds, Deborah Samuel