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Nach dem ich „Die Eisrabenchroniken“ Teil eins "Fluchbrecher" bereits hier auf dem Blog rezensiert habe, folgt nun die Besprechung von Teil zwei "Monsterjäger". Der zweite Teil ist wie sein Vorgänger auch ein LitRpG. Ich bin noch neu in diesem Genre, den dies ist die erste Reihe, die ich dort lese. Aber Richard Schwartz ist meinem Lieblingsautor und mit ihm erkunde ich gerne neue Gefilde der Bücherwelten. Ich konnte Richard Schwartz auf dem Piper Fantasy Abend treffen, dies war ein ganz besonderes Erlebnis für mich.

Inhalt:

Um Teil zwei verstehen zu können umreiße ich die Handlung von Teil eins nochmals kurz und versuche aber große Spoiler zu vermeiden. Alexandra Eisrabe ist eine ehemalige Militärhubschrauberpilotin. Nach einem schweren Unfall vor einigen Jahren ist sie nun querschnittsgelähmt und verliert ihre Lebensfreude. Der Wissenschaftler und Arzt Dr. Jensen bietet ihr jedoch eine Möglichkeit zur Genesung. Sie soll mittels einer neuronalen Brücke in das MMORPG Vorena Online transferiert werden. In dieser Zeit soll sich ihr Körper Regenieren und die Nervenstränge mittels modernster Technik wieder aufgebaut werden. In Vorena lebt sie ein neues Leben als Herzogin von Maren und Teil dieser Welt. Sie spielt das Spiel, trifft ihre Freunde aus dem früheren Militärleben und heilt langsam ihren Körper. Teil eins erklärt die Mechaniken von Vorena und ist der Einstieg zu etwas größerem.

Nun zur Handlung von Monsterjäger:

Alex ist zusammen mit ihren Freunden in Vorena, sie müssen das Herzogtum Maren wieder vereinen und zu neuer Macht verhelfen. Denn der Fluch der bösen Zwillingsschwester von Alex bindet Teile des Landes noch immer. Um dieses Ziel zu erreichen müssen sie sich mit Intrigen, Dämonen und bösen Göttern anlegen um erneut Frieden ins Herzogtum zubringen. Denn ein Gottcomputer scheint sich nicht an die Regeln zu halten. Alex Charakter hat enorme Bedeutung für das Spiel doch weder sie noch ihre Freunde könne auch nur im Entferntesten einschätzen welche Folgen Alex Entscheidungen für das Spiel, aber auch für die „Realität“ haben können. Ihr wurde eine große Aufgabe zugedacht. Aber ihre erste Priorität ist spiel einfach das Spiel.

Meinung:

Ich mochte bereits Fluchbrecher, den ersten Teil der Reihe, sehr gerne aber Monsterjäger hat mir nochmal besser gefallen. Die Stärken die bereits Teil eins hatte, wurden weiter ausgebaut. Der Roman ist wieder aus der sich von Alex, Ice geschrieben auch wenn sie diesem Namen, deutlich weniger gerecht wird als in Teil eins. Alexandra ist ein toller Charakter und verliert nun im Lauf der Zeit immer mehr ihre unnahbare Art. Sie ist nun ein Charakter mit dem man gerne mitfiebert, und man immer wieder neue Facetten kennen lernen kann. Ich hatte Spaß sie auch in diesem Buch auf ihren kleinen und großen Questen zu begleiten.

Die Erzählweise ist ähnlich der vom Vorgänger. Dies kann gerade, wenn man dieser Art zu Erzählen nicht gewohnt ist etwas Zeit brauchen um sich daran zu gewöhnen. Doch es ließt sie dadurch sehr flüssig und authentisch, wie wenn man im Kopf des Protagonisten viel mithören kann. Der typische Humor von Richard Schwartz darf natürlich in diesem Buch auch nicht fehlen. Ich selbst konnte mir häufig ein kleines Lächeln nicht verkneifen, wenn mal wieder das System Alex eine sarkastische Systemnachricht anzeigt oder Diana wieder Alex sagt das sie das MANUEL LESEN SOLL. Durch diese Einstreuung von humoristischen Szenen gemischt mit Action und Abenteuer entsteht ein packender Mix, von dem ich gerne mehr hätte. Diese Eigenschaften gehören auch zu den Punkten, die ich an der Askir Reihe besonders zu schätzen gelernt habe. Er braucht nicht immer das große Drama um eine fesselnde und mitreisende Geschichte erzählen zu können.

Eine weitere Besonderheit dieser Reihe ist der questartige Erzählstil des Buches. Es gibt einen großen Haupthandlungsstrang und kleinere Nebenquests, die man macht, um Stärker zu werden.
Ein Punkt, der mir ebenfalls gute gefallen hat, war die Einbindungen der Rahmenhandlung um die Alex in realen Leben und ihrer Spielfigur. Darauf darf man als Leser sehr gespannt sein.
Die anderen Charaktere neben Alex wirken leider manchmal etwas platt, so wird Elena dadurch charakterisiert, dass sie ein NSC und keine Wiedergängerin ist und somit aus der Action rausgehalten. Auch die Freunde von Alex, Cat, Mouse, Fire und Hog bekommen leider etwas wenig Hintergrundgeschichte und damit auch wenig Tiefe und Wiedererkennungswert. Sympathisch sind sie trotzdem, nur die Bindung zu ihnen leidet etwas. Ein Problem, aber auch eine Besonderheit des Buches ist das Prinzip, das die Protagonisten nicht wirklich sterben können. Dies nimmt etwas die Spannung raus, da aber die Zuneigung zu den sterblichen NSC so groß ist, ist dies nur ein kleiner Abzug und gehört zum Buchprinzip.

Im großen und ganzen bin ich nun sehr gespannt auf Teil 3 und die Fortsetzung beider Handlungsstränge in der realen und fiktiven Welt mit viel Humor und starken Gegnern.

Autor:

Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um »Das Geheimnis von Askir« wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Zuletzt erschien die neue Reihe »Die Eisraben-Chroniken«.

Sprecher:

Michael Hansonis (* 11. August 1960 in Köln) ist ein deutscher Musiker, Songwriter und Schauspieler. Er ist der Standardsprecher für alle Romane von Richard Schwartz, war außerdem schon für Markus Heitz und Tess Gerritsen tätig

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Astis Hexenwerk

Buchinfos:

Titel: Monsterjäger: Die Eisraben-Chroniken 2
Autor: Schwartz, Richard
Sprecher: Hansonis, Michael
Verlag: Piper2019
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 528 Seiten
ISBN-13: 978-3-4927-0533-2


© Cover und Biografie Piper Verlag

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Was war nochmal im dreißigjährigen Krieg los? Hmm der war 30 Jahre lang. Und was ist mit den Glaubenskriegen in der Zeit, den Schlachten die in ganz Deutschland tobten, der Kolonialisierung und den Nixen in der Werra. Ja echt Nixen in dem Fluss, solche die arglose Reisende angreifen und Blutzoll fordern.

In diese Zeit und Welt nimmt einem Markus Heitz in seinem neuen Buch "Die dunklen Land", erscheinen 2018 im Knaur Verlag, mit. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Es ist ein historischer Fantasyroman der sowohl Elemente aus historischen Romanen als auch phantastische Bestandteile hat.

Inhalt:

Deutschland ist zersplittert, überall herrscht Krieg. Hunger und Elend breiten sich im Land aus. Die junge Aenlin reist aus ihrer Heimat England nach Hamburg, um dort das Erbe ihres berühmten Vaters Solomon Kane entgegenzunehmen. Allerdings läuft dies nicht so, wie erwartet, denn der Verwahrer des Erbes kann Aenlin ihr das Vermächtnis nicht übergeben. Daraufhin wird sie auf eine abenteuerliche Reise nach Bamberg geschickt um fünf Frauen nach Hamburg zubringen, und danach ihr endlich ihr ersehntes Erbe ausgehändigt zu bekommen. Sie hat keine Wahl und nimmt den Auftrag an. Aber sie muss nicht allein reisen. Zu ihrer Gruppe gehören zusätzlich zu ihrer Freundin Tamina, eine Gruppe von Söldnern und Casper von und zu dem Dorffe, einem Duelllisten. Doch ein seltsamer Pestartzt verfolgt die Gruppe, er will ihre Mission verhindern und Aenlin töten.

Meinung:

Nach dem meinen Rezensionen zu Doors, kommt jetzt meine Meinung zu „Die dunklen Lande“. Dieser Roman ist ein historischer Fantasyroman, dessen Handlung im Jahr 1692 angesiedelt ist.

Ein Punkt, der mir bei diesem Roman gleich zu Beginn besonders auffällt, ist die Hauptfigur Aenline Kane. Sie ist eine besondere Frau, dies wurde mir auch beim Lesen immer wieder bewusst. Sie ist sehr stur, stark und unbeugsam wenn auch im Gegensatz zu ihren Gefährten unerfahren und naiv. Auch die anderen Figuren haben alle sehr individuelle Charakterzüge, die sich aber leider kaum weiterentwickeln. So bleibt der böse Schurke vom Anfang immer der böse Schurke und der Held bleibt der Held mit seinem Stärken.

Kommen wir als Nächstes zur Handlung des Buches. Diese empfand ich in der ersten Hälfte des Buches sehr klar und gut strukturiert man wusste das es eine Reise mit Hürden und Aufgaben zu bewältigen gilt. Ab der zweiten Hälfte wirkt etwas chaotisch und gehetzt. Die klare Line verschwindet und es wirkt wie ein Hin und Her schupsen. Die Helden werden getrennt, finden wieder zusammen und alles geht drunter und drüber. Für mich persönlich war dies etwas zu unkoordiniert. Dem Gesamtbild schadet dies leider etwas da es mir dann schwer viel eine tiefe Bindung zu fassen und mit zu fiebern. Gerade im ersten Teil fand ich es auch sehr spannend, zu sehen, wie die Helden mit kleineren und größeren Hindernissen umgehen. Dies nimmt aber gegen Ende leider auch etwas ab. Zum Ende muss ich, aber auch noch gestehen ich mochte es nicht, da es etwas zu verwirrend und erzwungen wirkte. Die zusätzlich eingeführten Gegenspieler waren mir zu platt und ich konnte leider kein Verständnis für sie entwickeln sie aber auch nicht hassen. Ich hatte eine gewisse Gleichgültigkeit ihnen gegenüber. Da ich tiefgründige Schurken sehr schätze, verliert dieses Buch bei mir etwas an Empfehlungswert. Ich würde das Buch dennoch Empfehlen wenn man Markus Heitz und Fantasy Fan ist, aber mal keine Reihe, sondern einen Einzelband lesen möchte.

Der Schreibstil ist typisch Markus Heitz, humorig, dunkel und mit dem gewissen Schuss Sarkasmus. Ich mag diese Art des Schreibens und lese immer wieder gerne Bücher von ihm. Es ist sehr unterhaltsam und macht Spaß zu lesen.

Als Fazit zu meinem ersten historischen Fantasyroman muss ich sagen, dass mich die Namen von bekannten Städten und Flüssen gerade am Anfang etwas heraus gerissen haben, da ich es gewohnt bin Highfantasy zu lesen und dort, ich mir selbst meine Bilder im Kopf erstellen, ohne reale Vorbilder für Orte zu haben. Dies verflog dann aber doch recht schnell. Ich bin positiv überrascht und würde auch gerne mehr in diese Richtung lesen auch wenn das Ende dieses Buches nicht meinem Geschmack entsprochen hat, waren die Figuren witzig und der Schreibstil großartig.

Ich habe Markus Heitz auch unter anderem, während des Seraph Leseabends getroffen. Meinen Erfahrungsbericht findet ihr hier

Autor:

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 40 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.

Buchinfos:

Titel: Die dunkeln Lande
Autor: Heitz, Markus
Verlag: Droemer Knaur2019
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 560 Seiten
ISBN-13: 978-3-4262-2676-6


© Cover und Biografie Knaur Verlag /© Autorenfoto Stefan Freund

Ich habe euch nun bereits erzählt wie unser erster Tag auf der Messe und die Verleihung des Seraph für uns waren. Heute geht es weiter mit meinem Rückblick zu Tag 2.

Der Freitag beginnt für mich erstmal ziemlich verschlafen, aber dieses Gefühl verfliegt und wird durch Vorfreude ersetzt, sobald ich realisierte das Buchmesse war. Die Sonne strahlte wieder in unser Hotelzimmer und wir machen uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg zur Messe. Die Eingangshalle ist noch sehr leer, doch ich weiß dies wird sich bald ändern. Als der erwartete Gong um 10 Uhr ertönte lauf ich gleich rein, denn Bernhard Hennen ließt jetzt aus seinem Roman „Die Chroniken von Azuhr - Die Weiße Königin“. Dieser ist zwar schon im September erschienen, aber ich konnte ihn leider noch nicht lesen. Die Lesung von Bernhard Hennen war, wie immer sehr angenehm. Er hat einfach eine tolle Lesestimme und eine sehr angenehme Art mit seinen Zuhören umzugehen.

Nach diesem erfrischenden Start in meinen Fantasy Tag  gehen Schlaubibasti und ich erstmal zu unserm orangenen Lieblingsstand -  Droemer Knaur. Dort sehen wir die Ergebnisse für das Wort Doors-Voting vom Vergangentag.

Die Top 3 Worte nach Tag 1 sind:

hyperveloctärer Axialdetonator auf Platz 3

Einhorn auf Platz 2 

Tod durch Schokolade auf Platz 1

Markus Heitz wird die Wörter die am Ende der Messe die meisten Stimmen haben in seinem neuen Doors Roman Vorhersehung einbauen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

 

Als nächstes führt mich mein Weg wieder zu Halle 2. Ich wandere durch die Gänge und lande schließlich mal wieder bei der Leseinsel Phantastik. Dort setze ich mich hin und denke; einfach mal schauen was kommt, einen Crêpe essen und entspannen. Der Autor der nun kam war Lukas Hainer. Ziemlich interessiert höre ich ihm zu und bin etwas verwundert, als er auf einmal seine Gitarre rausholt und anfängt zu singen. Die Erklärung folgt nach seinem Song, Lukas Hainer ist Songwriter unter anderem für die Musikgruppe Santiano, also kommt er ursprünglich aus der Musik. Er hat zu seinem aktuellen Buch „Das weiße Herz“ auch einen Song geschrieben. Ich finde dies ziemlich cool und musste, danach das Buch auch unbedingt kaufen und signieren lassen. Ich wusste ja schon, dass ich ihn am Abend auf der Piper Fantasy Nacht noch einmal sehen würde. Nun war wieder etwas Zeit um mir die Messe anzuschauen. In dieser Zeit habe mal kurz bei  „Der Herrscher der Tiefe“ vorbeigeschaut, aber dies ist nicht wirklich mein Thema. Also streifte ich weiter, an den Ständen von inspirierenden kleinen Verlagen vorbei durch Halle 2. Vor dem Stand des Buchheimverlages treffe ich dann auf Thomas Finn und Michael Peinkofer beide sind für mich sehr bemerkenswerte Autoren und ich war äußerst glücklich, mich mal kurz mich mit ihnen austauschen zu können. Von Michael Peinkofer bekam ich dann auch noch Autogramm in mein Buch "Splitterwelten". Meine Füße trugen mich weiter in die Phantastik Buchhandlung, in der ich Herrn Andreas Eschbach ganz allein an seinem Signiertisch vorfand. Schlaubibasti ist ein großer Fan von Andreas Eschbach und so konnte ich es mir nicht nehmen lassen auch ein Foto mit ihm zumachen. Auf unseren Blog findet ihr auch einige Rezensionen zu diversen Büchern von Andreas Eschbach.

 

Kurz darauf ließt dann Michael Peinkofer auf der Phantastik Leseinsel aus seinem Jugendbuch „Twyns die magischen Zwillinge“ dies ist zwar nicht wirklich mein Genre aber ich höre ihm gerne beim Lesen zu. Nach der Lesen passierte etwas für mich total Unerwartetes. Die vielen jungen Mädchen so um die 11 Jahre springen auf und holen die Geldbeutel raus um sich sein Buch zukaufen und es von ihm unterschreiben zulassen. Es waren so viele, dass es leider gar nicht Bücher für alle gab. Ich fand dies, wie er von dieser Traube junger begeisterter Leseratten umringt wurde, die sein Buch unbedingt wollten, sehr schön an zu sehen.
Ich treffe mich nun wieder mit der Schamanin und Schlaubibasti bei der Lesung von Andreas Eschbach. Er liest aus seinem Werk „Perry Rhodan - Das größte Abenteuer“. Mir fällt seine besondere Art auf die sehr in sich ruhend und wissend wirkt. Eine sehr interessante Lesung auf jeden Fall.

 

Der Abend dieses Tages war für mich ein besonders Highlight. Ich verließ um 15 Uhr die Messe um mich auf dem Weg zum Theaterhaus Schille zumachen, denn dort fand der Piper Fantasy Abend dieses Jahres statt. Zu Gast waren dieses Jahr  Michael Peinkofer, Lukas Hainer und Richard Schwartz und sprachen über ihre neuen Bücher. Alles zweite Teile und alle mit weiblichen Hauptfiguren. Richard Schwartz ist durch seine Askir Reihe zu einem meiner absoluten Lieblingsautoren geworden. Für mich war es eine besondere Erfahrung ihn kennen zulernen und mit ihm über seine Figuren zusprechen. Denn mein Nickname Zerafine ist von einer Figur von ihm inspiriert, denn sie ist für mich ein Vorbild und mir geistig einfach so nah. Das ich mich sehr mit ihr verbunden fühle. Die Rede ist von Serafine, der Geist, der in Eiswehr die Zeit überdauert und später in Helis Körper eine neue Heimat findet.

 

Ich kann nur schwer in Wort fassen, wie schön es war in einer so kleinen Runde den Autoren so nah seien zu können. Ich möchte unbedingt nächstes Jahr wieder mit dabei sein. Danke an den Piper Verlag das ihr sowas Brillantes organisiert habt. Mit einem Bauch voller Schmetterlinge und unglaublich gutem Gefühl verlasse ich dann das Theater und mach mich auf dem Weg zu 9Lesen.

Heute stelle ich euch das Buch „Die Vier Versprechen“ von Don Miguel Ruiz vor. Es ist 2012 im Ullstein Verlag erschienen. Auch dieses Buch habe ich zum ersten Mal in einem Flughafen-Buchladen in die Hand genommen, doch beim ersten Reinlesen hat es mich zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich angesprochen. Doch dann wurde ich während meiner schamanischen Ausbildung erneut auf die vier Versprechen aufmerksam gemacht. Ich befasse mich schon seit längerem mit dem Thema: Wie man sich aus dem kollektiven Alptraum von Angst und Abhängigkeit befreien und den Traum von Frieden, Freiheit und Liebe in sich selbst verwirklichen kann. Die vier Versprechen haben mich sehr berührt und mir neuen Input gebracht.

Inhalt:

„Die Vier Versprechen“ klingen zunächst recht einfach: Das erste Versprechen: Verwenden Sie Ihre Worte mit Bedacht und seien Sie untadelig mit Ihrem Wort. Das klingt zunächst ganz einfach an, hat aber eine große Macht. Es geht um die Macht der Worte, mit denen wir etwas erschaffen können. Genauer gesagt, erschaffen wir mit jedem unserer Worte, auch wenn sie vielleicht nur in unserem Kopf existieren. - Das zweite Versprechen: Nehmen Sie nichts persönlich. Denn, wenn wir die Aussagen anderer persönlich nehmen, fallen wir nur allzu leicht auf Glaubenssätze rein, die wir durch unsere Erziehung, bzw. Domestizierung erlernt haben. - Das dritte Versprechen: Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Indem wir Schlüsse ziehen, über das was andere tun oder denken, geben wir dem Betreffenden die Schuld, wir senden bewusst oder unbewusst emotionales Gift aus, wodurch wir unnötige Probleme heraufbeschwören. – Und das vierte Versprechen: Tun Sie immer Ihr Bestes, bezieht sich auf die Anwendung der ersten drei Verspechen.

Meinung:

Leider ist es gar nicht so leicht „Die Vier Versprechen“ einzuhalten, denn dazu, müssen wir lernen uns von unserer Opferrolle und von unserem inneren Richter zu befreien. Doch das kann uns nur gelingen, wenn wir beginnen, die uns über Generationen anerzogenen Glaubenssätze und gegenseitigen Schuldzuweisungen anzuschauen und aufzulösen. Erst dann können wir lernen wirklich frei zu sein. Denn die Freiheit, nach der wir uns tief in unserem Innersten sehnen, ist die Freiheit wir selbst zu sein und unserem wahren Ich Ausdruck zu verleihen.

In seinem Buch „Die vier Versprechen“ weckt Don Miguel Ruiz im Leser zunächst ein Bewusstsein für unsere jahrelange Konditionierung durch unsere Vorfahren und das Kollektiv, in dem wir leben. Doch er zeigt auch auf, wie es gelingen kann, sich nach und nach darüber bewusst zu werden, wer wir wirklich sind. Don Miguel Ruiz zeigt, wie wir uns von der Domestizierung und somit auch von unserem inneren Richter und unserem Opferdasein befreien. Dies geschieht indem wir lernen, uns von all den alten Glaubenssätzen zu trennen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Erst dann können wir beginnen uns einen neuen Traum zu erschaffen, einen Traum, in dem wir wirklich glücklich sind.

Zuerst habe ich das Buch einmal ganz schnell durchgelesen, bei vielen Aussagen habe ich innerlich genickt. Erst beim zweiten Lesen konnte ich tiefer gehen und mir zugestehen, wie oft ich in meinem Opferdasein gefangen bin und mich durch meinen inneren Kritiker selbst klein halte. Immer und immer wieder stöberte ich alte Glaubensätze auf und musste feststellen, dass ich selbst es bin, die daran festhalten will, weil sie mir Sicherheit geben, solange ich mich an mein inneres Gesetzbuch halte. Allmählich konnte ich beginnen neue Vereinbarungen mit mir selbst zu treffen. Selbstbeschränkende Glaubenssätze basieren auf Angst und ich bin noch immer noch dabei eine bewusste Inventur zu machen. Vor vielen Jahren habe ich das schon einmal angefangen, als ich mich mit The Work of Byron Katie auseinandersetzte, dann folgte eine Zeit in denen ich begann meinen Vorfahren, Partnern und dem Kollektiv bewusst zu vergeben. „Die Vier Versprechen“ brachten mich näher an mich selbst heran. Ich konnte mir eingestehen, dass ich selbst mein größter Kritiker war und dazu neigte mich selbst zum Opfer zu machen, indem ich ein von mir selbst aufgestelltes Gesetzbuch anwendete. Ich werde es noch einmal lesen und dann vielleicht noch einmal, um mir einen neuen Traum zu erschaffen, indem ich wirklich glücklich bin.

Autor:

Don Miguel Ruiz wurde in eine Familie mexikanischer Curanderos (Heiler) und Naguals (Schamanen) geboren. Er folgte dem ihm vorgezeichneten Weg jedoch zunächst nicht, sondern studierte Medizin und wurde Chirurg. Eine Nahtod-Erfahrung nach einem Autounfall veränderte sein Leben und er widmete sich fortan dem Studium der Lehre seiner Vorfahren. Sein Lehrer wurde sein verstorbener Großvater, der ihn in Träumen unterwies. Der Kinofilm "8 Sekunden - Ein Augenblick Unendlichkeit", produziert von Til Schweiger (2015), basiert auf Ruiz´ Meisterwerk "Die Vier Versprechen", und der Autor tritt darin in einer Gastrolle auf

Buchinfos:

Titel: Die vier Versprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde
Autor: Ruiz, Don Miguel
Verlag: Ullstein2012
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 144 Seiten
ISBN-13: 978-3-5487-4560-2


© Cover und Biografie Ullstein Verlag