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Heute stelle ich euch das Buch „Die Vier Versprechen“ von Don Miguel Ruiz vor. Es ist 2012 im Ullstein Verlag erschienen. Auch dieses Buch habe ich zum ersten Mal in einem Flughafen-Buchladen in die Hand genommen, doch beim ersten Reinlesen hat es mich zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich angesprochen. Doch dann wurde ich während meiner schamanischen Ausbildung erneut auf die vier Versprechen aufmerksam gemacht. Ich befasse mich schon seit längerem mit dem Thema: Wie man sich aus dem kollektiven Alptraum von Angst und Abhängigkeit befreien und den Traum von Frieden, Freiheit und Liebe in sich selbst verwirklichen kann. Die vier Versprechen haben mich sehr berührt und mir neuen Input gebracht.

Inhalt:

„Die Vier Versprechen“ klingen zunächst recht einfach: Das erste Versprechen: Verwenden Sie Ihre Worte mit Bedacht und seien Sie untadelig mit Ihrem Wort. Das klingt zunächst ganz einfach an, hat aber eine große Macht. Es geht um die Macht der Worte, mit denen wir etwas erschaffen können. Genauer gesagt, erschaffen wir mit jedem unserer Worte, auch wenn sie vielleicht nur in unserem Kopf existieren. - Das zweite Versprechen: Nehmen Sie nichts persönlich. Denn, wenn wir die Aussagen anderer persönlich nehmen, fallen wir nur allzu leicht auf Glaubenssätze rein, die wir durch unsere Erziehung, bzw. Domestizierung erlernt haben. - Das dritte Versprechen: Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Indem wir Schlüsse ziehen, über das was andere tun oder denken, geben wir dem Betreffenden die Schuld, wir senden bewusst oder unbewusst emotionales Gift aus, wodurch wir unnötige Probleme heraufbeschwören. – Und das vierte Versprechen: Tun Sie immer Ihr Bestes, bezieht sich auf die Anwendung der ersten drei Verspechen.

Meinung:

Leider ist es gar nicht so leicht „Die Vier Versprechen“ einzuhalten, denn dazu, müssen wir lernen uns von unserer Opferrolle und von unserem inneren Richter zu befreien. Doch das kann uns nur gelingen, wenn wir beginnen, die uns über Generationen anerzogenen Glaubenssätze und gegenseitigen Schuldzuweisungen anzuschauen und aufzulösen. Erst dann können wir lernen wirklich frei zu sein. Denn die Freiheit, nach der wir uns tief in unserem Innersten sehnen, ist die Freiheit wir selbst zu sein und unserem wahren Ich Ausdruck zu verleihen.

In seinem Buch „Die vier Versprechen“ weckt Don Miguel Ruiz im Leser zunächst ein Bewusstsein für unsere jahrelange Konditionierung durch unsere Vorfahren und das Kollektiv, in dem wir leben. Doch er zeigt auch auf, wie es gelingen kann, sich nach und nach darüber bewusst zu werden, wer wir wirklich sind. Don Miguel Ruiz zeigt, wie wir uns von der Domestizierung und somit auch von unserem inneren Richter und unserem Opferdasein befreien. Dies geschieht indem wir lernen, uns von all den alten Glaubenssätzen zu trennen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Erst dann können wir beginnen uns einen neuen Traum zu erschaffen, einen Traum, in dem wir wirklich glücklich sind.

Zuerst habe ich das Buch einmal ganz schnell durchgelesen, bei vielen Aussagen habe ich innerlich genickt. Erst beim zweiten Lesen konnte ich tiefer gehen und mir zugestehen, wie oft ich in meinem Opferdasein gefangen bin und mich durch meinen inneren Kritiker selbst klein halte. Immer und immer wieder stöberte ich alte Glaubensätze auf und musste feststellen, dass ich selbst es bin, die daran festhalten will, weil sie mir Sicherheit geben, solange ich mich an mein inneres Gesetzbuch halte. Allmählich konnte ich beginnen neue Vereinbarungen mit mir selbst zu treffen. Selbstbeschränkende Glaubenssätze basieren auf Angst und ich bin noch immer noch dabei eine bewusste Inventur zu machen. Vor vielen Jahren habe ich das schon einmal angefangen, als ich mich mit The Work of Byron Katie auseinandersetzte, dann folgte eine Zeit in denen ich begann meinen Vorfahren, Partnern und dem Kollektiv bewusst zu vergeben. „Die Vier Versprechen“ brachten mich näher an mich selbst heran. Ich konnte mir eingestehen, dass ich selbst mein größter Kritiker war und dazu neigte mich selbst zum Opfer zu machen, indem ich ein von mir selbst aufgestelltes Gesetzbuch anwendete. Ich werde es noch einmal lesen und dann vielleicht noch einmal, um mir einen neuen Traum zu erschaffen, indem ich wirklich glücklich bin.

Autor:

Don Miguel Ruiz wurde in eine Familie mexikanischer Curanderos (Heiler) und Naguals (Schamanen) geboren. Er folgte dem ihm vorgezeichneten Weg jedoch zunächst nicht, sondern studierte Medizin und wurde Chirurg. Eine Nahtod-Erfahrung nach einem Autounfall veränderte sein Leben und er widmete sich fortan dem Studium der Lehre seiner Vorfahren. Sein Lehrer wurde sein verstorbener Großvater, der ihn in Träumen unterwies. Der Kinofilm "8 Sekunden - Ein Augenblick Unendlichkeit", produziert von Til Schweiger (2015), basiert auf Ruiz´ Meisterwerk "Die Vier Versprechen", und der Autor tritt darin in einer Gastrolle auf

Buchinfos:

Titel: Die vier Versprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde
Autor: Ruiz, Don Miguel
Verlag: Ullstein Verlag, 2012
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 144 Seiten
ISBN-13: 978-3-548-74560-2


© Cover und Biografie Ullstein Verlag

„Manchmal gibt es gute Gründe sich vor der Dunkelheit zu fürchten“

Inhalt:

"Das Lied der Dunkelheit" ist der erste Teil aus der Roman Reihe „Demon Zyklus“ von Peter V. Brett. Der Protagonist ist der junge Arlen, der bereits sehr früh extreme Erfahrungen mit den sogenannten Dämonen macht. Diese sind an bestimmte Elemente, wie Feuer Holz oder Erde, gebundene Wesen die nachts erscheinen, die Dörfer überfallen und die dort lebenden Menschen töten.
Es gibt besondere Zeichen die, die Dämonen bei richtiger Anwendung abhalten können und doch bleibt die Angst. Angst als ständiger Begleiter der Menschen, die vergessen haben, wie man gegen die Dämonen kämpft. Die Angriffszeichen sind bereits vor langer Zeit verloren gegangen, doch ohne trauen sich die Menschen in Arlens Umgebung nicht den Kampf auf zunehmen.
In dieser Welt verliert Arlen in einer grausamen Nacht seine Mutter an diese Gestalten, schwört Rache und begibt sich auf einen sehr langen und schweren Weg raus aus dem Dorf rein in die Welt auf der Suche nach Menschen die den Mut haben sich nicht unterdrücken und verdrängen zu lassen, sondern bereit sind zu kämpfen.

Meinung:

Das Grundgefühl dieses Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe die ersten 100 Seiten, ohne auch nur aufzusehen, gelesen. Die Figur des Arlens habe in mein Herz geschlossen und jede Sekunde mit ihm gelitten, seinen Schmerz und seine unbändige Kraft, die er daraus zieht, gefühlt. Er ist ein so interessanter Protagonist, den man gerne verfolgt und er verständlich und nachvollziehbar handelt, in seiner Rebellion und seinen Kämpfen. Die Actionszenen mit den Dämonen sind so fesselnd und man spürt förmlich die Anspannung und riecht fast die Angst.
Bis das Buch einen Schnitt macht und den Ort innerhalb der Welt wechselt, dies hat mich so raus gerissen, das ich das Buch fast sechs Monate nicht angerührt habe bis ich wieder das Buch in die Hand nehmen konnte und weiter gelesen habe. Daraufhin wusste ich wieder, aus welchen Gründen ich dieses Buch so mochte, auch wenn mich die Figuren manchmal nervten, aber das Szenario ist so faszinierend, das man weiter lesen muss.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und spannend, hält auch in ruhigeren Momenten ein angenehmes Tempo und regt die Vorstellungskraft an. Besonders die Beschreibungen der einzelnen Dämonenarten haben es mir angetan und bringen die gewisse Portion Grusel dazu die das Buch braucht. Man hat das permanente Gefühl der Angst und Schutzlosigkeit, falls doch ein Siegel nicht in Takt seien könnte, dass sich sofort sehr stark auf den Leser überträgt.
Insgesamt mochte ich sowohl den Anfang als auch die zweite Hälfte sehr gerne und finde dies einen gelungenen Einstieg in diese High-Fantasy Welt.

Autor:

Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich ganz dem Schreiben von fantastischer Literatur widmete. Mit seinen Romanen und Erzählungen aus der Welt von »Das Lied der Dunkelheit« hat er die internationalen Bestsellerlisten gestürmt. Peter V. Brett lebt in Brooklyn, New York.

Alle Bände des »Demon Zyklus«:

Das Lied der Dunkelheit
Das Flüstern der Nacht
Die Flammen der Dämmerung
Der Thron der Finsternis
Das Leuchten der Magie
Die Stimmen des Abgrunds

Alle Bände des »Erzählungen aus Arlens Welt«:

Der große Basar
Das Erbe des Kuriers
Selias Geheimnis

Buchinfos:

Titel: Das Lied der Dunkelheit
Originaltitel: The Painted Man
Autor: Brett, Peter V.
Übersetzer: Ingrid Herrmann-Nytko
Verlag: Heyne-Verlag, 2008
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Paperback, 800 Seiten
ISBN-13: 978-3-453-52476-7


© Cover und Biografie Verlagsgruppe Random House GmbH /© Autorenfoto Amelia D'Entrone

Heute stelle ich euch den Fantasyroman Das Erbe der Elfen von dem polnischen Autor Andrzej Sapkowski den ersten Teil der Geralt-Saga vor.

Inhalt:

Der Reiz dieses Buch wird ganz klar davon bestimmt, das man nicht weiß, was vor sich geht, wer gut und wer böse ist und welches Spiel hier eigentlich gespielt wird. Aus diesem Grund möchte ich jetzt auch nicht viele Worte über die Story verlieren.

Diese Welt ist nicht wie andere Fantasyepen oder wie Märchen diese ist grau, düster und brutal. Sie ist geprägt durch Intrigen, Machtkämpfen, Hunger und Krieg. Durch die Spährenkonjunktion sind Monster und Magie in diese Welt gelangt und Geralt der Protagonist bekämpft diese für Geld oder andere Belohnungen, wie das Recht der Überraschung. Ciri wird auf diese Weise zum Mündel Geralts und ihre Reise zusammen mit vielen Begleitern beginnt. Denn viele mächtige scheinen ein großes Interesse an dem Mädchen zu haben und wollen sie für ihre Zwecke benutzen.

Meinung:

Ich liebe Fantasyepen und die großen Welten die dabei aufgebaut werden mit vielen ganz unterschiedlichen Charakteren, Motivationen und Schauplätzen und so hat das Erbe der Elfen sofort mein Herz erobert, da es mir genau das bietet. Die Welt ist durch ihre Komplexität und Eigenheit in sich stimmig und unheimlich groß und vielfältig, obwohl man nur sehr langsam mehr von ihr entdeckt. Das Komplette fehlen von Schwarz und Weiß, von gut und böse von recht und Unrecht lassen sehr häufig eine moralische Frage zu und die Frage, welche Charakter man jetzt mitfiebern soll oder sie lieber verfluchen möchte. Die Charaktere sind sehr überzeugend mit ihren ganz eigenen Motivationen zu handeln und den unterschiedlichsten Verbindungen die zwischen ihnen bestehen. Besonders hervorheben möchte ich hier sowohl den Protagonisten Geralt und seine geliebte Yennefer die ich beide als Charaktere sehr tiefgründig sind und durch ihre Gegensätzlichkeit sehr schnell mein volles Interesse gewonnen haben. Der Schreibstil war für mich manchmal etwas verwirrend, da ich am Anfang die vielen Charaktere schlecht auseinanderhalten konnte, da die Namen doch teilweise etwas kompliziert zu merken sind, aber dies ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ich mag dieses Buch sehr und auch die Nachfolgeteile.

Autor:

Andrzej Sapkowski, geboren 1948, ist Wirtschaftswissenschaftler, Literaturkritiker und Autor. Er lebt in Łódź. Seine Hexer-Sage erreicht weltweit Millionen-Auflagen. Höchst erfolgreich ist auch seine Mittelalter-Trilogie um den Medicus Reinmar von Bielau. 2008 wurde Andrzej Sapkowski mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Łódź ausgezeichnet.

Die offizelle Webseite

Noch eine kleine Empfelung zum Schluss: Diese Romanreihe der Geraltsaga bildet auch die Grundlagen zu den Rollenspielen von CD Projekt Witcher 1-3. Ich selbst habe Witcher 3: Wild Hunt komplett gespielt und es ist ein Meisterwerk des Rollenspieles und fängt die Atmosphäre der Bücher sehr gut ein. Ich würde es jedem der das Buch oder Rollenspiele mag ans Herz legen.

Buchinfos:

Titel: Das Erbe der Elfen
Autor: Sapkowski, Andrzej
Verlag: dtv premium, 2009
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-24754-2


© Cover und Biografie dtv Verlag /© Autorenfoto Wojciech Koranowicz

Long time no see: nach dem es die letzten Wochen von mir etwas ruhiger war, habe ich heute für euch die Rezension zu „iWoz: Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitbegründete“ von Steve Wozniak.

Inhalt:

Die Geschichte von Apples Gründer „Nummer 1“, Steve Jobs, ist mehr als ausreichend oft, ja geradezu erschöpfend erzählt. Ein Grund mehr, mit der Biografie von Steve Wozniak, nun also auch das technische Gehirn hinter Apple zu Wort kommen zu lassen. iWoz erzählt die Geschichte des anderen Steve, dem Tüftler, Bastler und Erfinder, ohne den der Apple I nicht auf den Markt gekommen wäre. Das Buch nimmt uns mit in die Kindheit und Jugend des Bastlers Wozniak und in die Zeit von Apple. Vom „Soda Cream Computer“ über die „Blue Boxes“ hin zum Apple I, dem Apple II, über Universalfernbedienungen bis zum Zerwürfnis mit Steve Jobs.

Meinung:

Kurz gesagt, der Mann ist ein Genie, der Stil seiner Biografie eher nicht. iWoz, erzählt anschaulich den Werdegang von Steve Wozinak, von den absoluten Anfängen bis ungefähr anfang der 90er Jahre. Den Schreibstil empfinde ich persönlich als anstrengend. Die ständigen Beteuerungen des Autors, er sei ein bescheidener Mann, passen nicht zur regelmäßigen Beweihräucherung seiner Ingenieursarbeit. Es ist ein gutes Buch für alle, die mehr über die Gründungszeit von Apple und die Person Steve Wozniak erfahren möchten.

Autor:

Stephen Gary „Steve“ Wozniak, auch bekannt als „The Woz“ (* 1950 in Sunnyvale, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Computeringenieur und freier Unternehmer. Er war ein prominentes Mitglied des Homebrew Computer Clubs, aus dem zahlreiche Computerunternehmen entsprungen sind – unter anderem Apple, das Wozniak und sein Freund Steve Jobs 1976 mit Ron Wayne gründeten.

Er war maßgeblich an der Entwicklung des PC beteiligt und entwickelte mit dem Apple I den ersten in Serie hergestellten und für Privathaushalte erschwinglichen persönlichen Computer.Zusammen mit dem Nachfolgemodell Apple II sind dies die letzten in Serie hergestellten Computer, die von einer einzelnen Person entworfen wurden. Wozniak erfand auch das Computerspiel breakout. Nachdem Weggang von Apple gründete Wozinak die Firma CL 9 welche eine Universalfernbedieung entwickelte.

Rezensionen in anderen Blogs:

Buchinfos:

Titel: iWoz: Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitbegründete
Autor: Wozniak, Steve
Verlag: dtv Verlag, 2008
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 336 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-34507-1


© Autorenfoto CC BY-SA 2.0 Campus Party Bogotá // Buchcover by dtv Verlag

Wie manch einer vielleicht schon mitbekommen hat, tut sich auf dem Blog gerade technisch so das ein oder andere. Größte Neuerung dürften die Custom-Post-Types für Bücherrezensionen sein. Wie das ganze technisch funktioniert, erkläre ich euch drüben auf meinem IT-Blog. Größter Vorteil ist das strukturierte Formular für Rezensionen im Adminbereich, siehe Screenshot.

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Bevor ich jetzt meine subjektive Meinung zu Paulo Coelhos "Veronika beschließt zu sterben" abgebe, möchte ich noch kurz etwas zu der Geschichte schreiben, die mich mit diesem Buch verbindet, weil ich glaube so etwas beeinflusst auch immer die eigene Meinung auf ein Buch. Ich habe dieses Buch im Alter von 14 Jahren das erste Mal gelesen, es war mein erstes Buch von Paulo Coelho und ich wusste weder, in welche Richtung das Buch geht, noch wohin es mich führen würde.

Inhalt:

Die junge Veronika beschließt zu sterben, da sie mit ihren Leben unglücklich ist. Sie nimmt allein in ihrem Zimmer Schlaftabletten, doch der Suizid schlägt fehl und sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in der sich für sie viel ändern wird und auch sie selbst sich innerlich verändert. Das Hauptaugenmerk liegt auf den inneren Konflikten von Veronika und ihren Bezug zu sich selbst, ihren Mitmenschen und dem Leben an sich. Die Klinik ist dabei der Haupthandlungsort und bietet dem Verlauf der Geschichte einen geschützten Rahmen, genau wie für die Patienten in der Psychiatrie. Es werden immer wieder sehr philosophische Fragen um den Sinn des Lebens, Sex und die Religion gestellt und von dem verschieden Personen bewertet. Mehr möchte ich zu, der doch ehr ruhigen und emotionalen Geschichte nicht sagen. Außer brauchen wir nicht ein bisschen Verrücktheit um glücklich und zufrieden mit uns und unseren Leben zu seien.

Meinung:

Die Handlung ist eigentlich sehr einfach und steht, ehr im Hintergrund als Rahmen für die angesprochenen inneren und zwischenmenschlichen Konflikte.
Die angesprochen tiefgründigen Themen sind immer intelligent und doch ganz klar eingebaut und es gibt ein paar interessante Wendungen, die ich selbst so nicht erwartet hatte. Der Schreibstil ist etwas eigenwillig und erinnerte mich in manchen Momenten an ein Theaterstück, dies ist absolut nicht negativ, sondern nur ein Eindruck. Die immer wieder angesprochenen religiösen Motive war ich auf Grund von fehlender Vorkenntnis manchmal irritiert oder konnte sie nur schlecht im Zusammenhang mit dem Buch einordnen. Doch hat mich das alles sehr berührt und mir den Blickwinkel und meinen eigenen Horizont erweitert, wenn man das in diesen jungen Jahren sagen konnte. Ich mag dieses Buch diese ruhige Art die tiefe und die schwere, es hat einen besonderen Platz bei mir. Die Darstellung die er in bestimmten Punkte aufzeigt, sind sehr wahr, was mir erst sehr viel später in dieser Intensität bewusst wurde.

Autor:

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 225 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

Buchinfos:

Titel: Veronika beschließt zu sterben
Autor: Coelho, Paulo
Verlag: Diogenes Veralg
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 224 Seiten
ISBN-13: 978-3-257-23305-6


© Cover und Biografie Diogenes Verlag / © Autorenfoto CC BY 3.0 Marvin Zilm

„Die Eulen sind nicht was sie zu sein scheinen“-
dies ist wohl das bekannteste Zitat aus der Kultserie Twin Peaks von 1990/91 von David Lynch und Mark Frost. Rund 25 Jahre nach Erscheinung der Originalserie veröffentlicht Mark Frost das Buch "Die geheime Geschichte von Twin Peaks" und erzählt auf sehr spezielle Art und Weise die Geschichte von Twin Peaks und dessen Bewohnern in den Jahren vor dem Tod von Laura Palmer. In diesem Beitrag wird nichts aus der Serie oder dem Buch verraten. Allerdings empfehle ich erst die Serie, die ersten zwei originalen Staffeln, Fire walk with me und A Limited Event Series zu schauen, bevor man das Buch liest, da es das Verständnis erleichtert und Twin Peaks schon genug Fragen aufwirft.

Inhalt:

Dieses Buch ist nicht der typische Roman, es ist ein Dossier aus fiktiven geschichtlichen Material des Ortes Twin Peaks aus der gleichnamigen Serie, das von einem Mann, der sich als Archivar vorstellt, zusammengestellt wurde. Im Zuge der Ermittlungen wird es nun von einem FBI Agenten T.P. im Zusammenhang mit dem Mordfall an Laura Palmer untersucht und verifiziert. Man selbst schlüpft in die Rolle des T.P. und kann dieses Dossier mit den Anmerkungen des Archivares und T.P. in bestimmte Zusammenhänge mit der Serie bringen und Hintergründe verstehen. Man durchläuft verschiedenste geschichtliche Epochen, das Material und der Schreibstil ändern sich ständig und keine Seite ist wie die vorhergegangenen, eine Collage aus eindrücken und lese Erfahrungen, wenn man zwischen zum Beispiel Handschriften, Zeitungsartikeln und FBI Akten munter hin und her springt. Jede Frage, die man glaubt gelöst zu haben, wirft zwei neue auf und das Universum von Twin Peaks erhält enorm viel geschichtlichen Hintergrund, der eng mit der realen Geschichte verknüpft ist. Der Fokus im Buch liegt im Gegensatz dazu ganz klar auf dem Mysterien Handlungsstrang der Serie und darauf diesen ausbauen, und ihn vertiefend darlegt.

Meinung:

Dieses Buch ist eine sehr spezielle Erfahrung, die gewisse Vorkenntnisse Mitdenken und den Willen das Rätsel zu entschlüsseln voraussetzt. Vor dem allen muss man die Serie Twin Peaks mit all seinen Eigenheiten mögen und auch gerne hinterfragen. Jedem der den Wahn nach Twin Peaks so verfallen ist wie ich, kann ich dieses Buch nur empfehlen, auch wenn es enorme Konzentration und das ständige einstellen auf neue Situationen verlangt. Diese kann man meist nur schwer einordnen und zu denen man im ersten Moment überhaupt keinen Bezug hat. Bei den ersten Seiten fragt man sich tatsächlich häufiger: „Was lese ich da gerade?“. Um genauer zu seinen hatte ich dieses Gefühl so ungefähr zwei Drittel des gesamten Buches, da nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Natürlich werden nicht die Fragen beantwortet werden, die man sich erwartet hat. Ähnlich dem Gefühl, das man beim Schauen der Serie hat. Am Ende saß ich mit einer Menge Fragen im Kopf da und hatte ein sehr langes Gespräch mit einem anderen Twin Peaks Fan, der das Buch nicht gelesen hat, über dieses Werk und dessen Einfluss auf die Serie. Das Resultat daraus war das es zwar bestimmte Punkte aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet, aber nichts komplett verändert oder zu einhundert Prozent löst. Aber für Fans die noch tiefer in die Materie eintauchen wollen ein absolutes Muss.

Autor:

Mark Frost, geboren 1953, ist der Sohn des Schauspielers Warren Frost. In den Neunzigerjahren schrieb und produzierte er mit David Lynch die Kultserie »Twin Peaks«, und auch bei der neuen Staffel wirkte er am Drehbuch mit. Frost ist Autor zahlreicher Bücher und Produzent mehrerer höchst erfolgreicher Fernsehserien und Kinofilme. Mark Frost ist in 2. Ehe mit einer Psychologin verheiratet und lebt in Los Angeles.

Buchinfos:

Titel: Die geheime Geschichte von Twin Peaks
Autor: Frost, Mark
Verlag: Kiepenheuer&Witsch, 2017
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 368 Seiten
ISBN-13: 978-3-462-04815-5


© Cover und Autorenbiografie KiWi Verlag / © Autorenfoto Tom Lascher

Ich stelle euch heute den Roman „Eine Billion Dollar“ vom Bestseller Autor Andreas Eschbacherschienen 2001 im Bastei-Lübbe Verlag, vor.

Inhalt:

Als der Pizzabote John Fontanelli eines Tages von den Florentiner Rechtsanwälten Vacchi zu einem Termin eingeladen wird, ahnt John noch nicht wie sehr dieses Treffen sein weiteres Leben verändern würde. Einstudiert wie ein Theaterstück erzählen ihm die Anwälte eine absolut unglaubliche Geschichte: Ein weit entfernter Verwandter John´s entwickelte vor über 500 Jahren einen absolut wahnwitzigen Plan. 500 Jahre Zeit und ein Grundkapital von 300 Gulden garniert mit Zins und Zinseszins lassen das Grundkapital zu der wahnwitzigen Summe von 1.000.000.000.000 $ anwachsen. John soll alles erben. Doch die Sache hat natürlich einen Haken: Ganz oder Gar nicht. Und dann war da noch die Prophezeiung, der Erbe dieses Vermögens, so heißt es im Testament, werde der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben. Doch wie er dies schaffen soll, steht natürlich nicht im Testament. Und wer ist der mysteriöse Mann, der John immer anruft, und anscheinend alles über das Erbe und die Prophezeiung zu wissen scheint.

Meinung:

Thriller, Fantasy, Sachbuch, Belletristik, Abenteuer. Sicher bin ich mir nicht, wo ich Eschbachs „Eine Billion Dollar“ einordnen soll. Das Buch hat von allem etwas, Spannung, Wissensvermittlung, geschichtliche Elemente, Blicke in eine unheilvolle Zukunft, Rückblicke in die Vergangenheit und was dort schiefgelaufen ist. Tiefgreifende bis Philosophische Handlungsstränge die sowohl den Protagonisten, als auch den Leser zum Nachdenken bringen. Was hat die Menschheit dem Planeten angetan? Sind die negativen Entwicklungen noch aufzuhalten? Was ist die „verlorene Zukunft der Menschheit“? Gerade die Charakterentwicklung von John Fontanelli, dem Hauptcharakter des Buches, finde ich extrem spannend. Der Leser begleitet John auf seiner Reise vom mittellosen erfolglosen Pizzaboten hin zum erfolgreichen und umschwärmten Multimilliardär, man erlebt die Wandlungen und Erkenntnisse die John macht hautnah mit. Mal wieder ein Eschbach in Bestform.

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Buchinfos:

Titel: Eine Billion Dollar
Autor: Eschbach, Andreas
Verlag: Bastei-Lübbe Verlag
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 896 Seiten
ISBN-13: 978-3-404-15040-3


© Autorenprofil und Cover Bastei-Lübbe Verlag / © Autorenfoto Olivier Favre

Ist das ganze Leben nur ein Spiel? Sind wir die Spieler oder werden wir gespielt. Lässt sich unser soziales Leben mit der Spieltheorie erklären und besitzen wir den Spieltrieb ?

„Die Spieltheorie ist eine mathematische Methode, die das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen ableitet, in denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt."

Inhalt:

Die 14-jährige Ada besucht das Ernst-Bloch Gymnasium in Bonn und absolviert dort zwei Schuljahre, die den Rahmen des Buches bilden und es somit direkt in zwei Handlungsstränge aufteilt. Das erste Jahr besteht aus den Konflikten in der Schule und dem alltäglichen Wahnsinn des alltäglichen Lebens von Ada mit dem „normalen“ Coming of Age Problemen. Ada hat durch ihre sehr eigene Weltanschauung und hinterfragende Art Stress in der Schule und mit ihrer Mutter.

Dies ändert sich im zweiten Teil mit dem Auftreten von Alev, der die Rolle des männlichen Protagonisten innehat und die Handlung maßgeblich in Gang setzt. Alev nutzt dabei seine eigenen Schwächen als Schild und zieht Ada immer mehr in seinen Bann und bleibt doch unerreichbar für sie. Der Konflikt zwischen Ada, Alev und dem Lehrer Smutek bildet den Mittelpunkt dieser verwobenen Storyline um Abhängigkeit, Sex, Macht, Erpressung und weit entfernt von jeglicher moralischen Vorstellung der Gesellschaft; als Alev beschließt ein Spiel zuspielen und den Lehrer mit einem Sexvideo zu erpressen. Ein Spiel ohne Regeln, ohne Sieger und ohne Rückweg für alle Beteiligten, das die Zukunft aller Hauptpersonen auf dramatische Weise drastisch ändern wird, beginnt.

Meinung:

Man könnte jetzt meinen, Spieltrieb wäre ein typisches Coming of Age Buch, die es zu dutzenden an jeder Straßenecke gibt, aber weit gefehlt. Wer bei Spieltrieb ein Jugendbuch erwartet, das einfach zu erfassen, schnell zu lesen und ohne viel Nachdenken zu verstehen ist, wird sehr schnell das Gegenteil feststellen. Spieltrieb ist ein sehr gesellschaftskritischer anspruchsvoller Roman, der das Setting der Schule ganz bewusst für seine Zwecke, das Aufzeigen von Ungerechtigkeiten und Konflikten und der Kritik an diesen, nutzt.

Dies wird schon am Schreibstil von Juli Zeh deutlich. Sie benutzt sehr viele Metapher und überzeichnet mit Absicht die Beschreibungen von Situationen und Personen. Dies macht das Lesen allerdings nicht gerade angenehmer und strengt streckenweise sehr an. Es ist kein Roman, den man nicht mit voller Konzentration lesen kann. Während des Lesens hat man das Gefühl ein Fachbuch mit möglichst vielen tollen intelligent klingenden Worten und verschachtelten Sätzen zu lesen. Bei mir kam das Gefühl auf als würde sich Juli Zeh selbst für jedes dieser Worte feiern.

Doch inhaltlich ist dieses Buch meiner Meinung nach großartig. Das Werk stellt, auf so herrlich überspitze Weise, die Abgründe der menschlichen Gesellschaft und der Psyche der einzelnen Personen dar, bei Alev ist mir dies besonders aufgefallen. Man kann viel über die einzelnen Ziele und Denkweisen der Personen philosophieren und besonders das Ende hat mich fasziniert, da es ganz klar zeigt das es in der Welt, der Gesellschaft und im Recht, es niemals Gerechtigkeit geben kann und wird.

Ich bin der Meinung, dieses Buch ist für Menschen genial die sich für die angesprochenen Thematik interessieren und bereit sind sich auf den eigenwilligen Schreibstil mit seinen poetischen Bildern einzulassen. Alle diese Leser werden ihre Freude daran haben, alle anderen sollten besser die Finger davon lassen und ich denke, das Buch sollte nicht so hoch gelobt werden, das es als Pflicht Lektüre in der Schule zu verstehen ist. Da ich glaube, dass viele gerade junge Menschen damit überfordert seien, könnten. Man muss es lesen wollen, sonst verschließt es sich.

Autor:

Juli Zeh ist 1974 in Bonn geboren und hat Jura in unter anderem Leipzig und am deutschen Literatur-Institut Leipzig studiert. Sie ist die Tochter eines Politikers und entwickelte selber daraus ein großes Interesse für Politik und das damit in Verbindung stehende Recht. Spieltrieb ist der zweite Roman von Juli Zeh nach Adler und Engel und sie setzt auch dort ihre eigene poetische Konzeption fort. Auch in später in Werken wie Corpus Delicti spielen politische und juristische Themen, sowie die Gesellschaftskritik wieder eine tragende Rolle, aber auch Sexualität und Liebe spricht sie immer wieder in ihren Büchern an.

Buchinfos:

Titel: Spieltrieb
Autor: Zeh, Juli
Verlag: btb Verlag, 2004
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 565 Seiten
ISBN-13: 978-3-442-73369-9


© Cover BTB Verlag // Randmomhouse © Autorenfoto by CC BY-SA 4.0Die Heike Huslage-Koch

Heute stelle ich das Buch "Die Wanderapothekerin" von Iny Lorenz vor. Zu diesem Buch möchte ich kurz sagen, das es eigentlich gar nicht der Sorte Buch entspricht, die ich im Normalfall lese, allerdings habe ich eine besondere Verbindung dazu, da es zu bestimmten Teilen in meiner Heimat spielt und ich viele der Schauplätze selbst kenne und mehr als einmal besucht habe. Die Buckelapotheker sind da noch heute sehr bekannt, selbst wenn dieser wichtige Erwerbszweig schon lang nicht mehr existiert hat er diese Region sehr stark geprägt und es ist schön dies in einem Buch verarbeitet zu sehen.

Inhalt:

Klara, ein mutiges Mädchen, eine lange ereignisreiche unerwartete Wanderung und ein schönes Abenteuer gegen einen mörderischen Feind, so oder so ähnlich könnte man dieses Buch beschreiben, doch würde man den gesamten Charme des Buches und seine Individualität Außeracht gelassen. Es handelt in Thüringen im 18. Jahrhundert, Buckelapotheker ziehen durch das Land um ihre Olitäten, Arzneien, Salben und Tinkturen zu verkaufen.
Eines Herbstes kommt Klaras Vater nicht von seiner alljährlichen Route als Wanderapotheker zurück und die Familie versinkt in Armut. Der hinterhältige Onkel möchte den Schatz an sich bringen, den er zusammen mit seinem Bruder einmal gefunden hat und die Situation der Familie für sich zu nutzen. Klara lehnt sich Lösche Begriff: rezension rezensiongegen den Onkel Alouis auf und beschließt nach Rudolstadt zum Fürsten aufzubrechen, die Ereignisse nehmen ihren Lauf und die harte Reise auf dem Pfad ihres Vaters mit vielen Hindernissen Feinden und Freunden beginnt.

Meinung:

Dieses Buch ist großartig und eigentlich wäre damit schon alles gesagt, ich liebe es. Ich möchte trotzdem hierzu noch einige Worte verlieren. Die Geschichte ist genial und obwohl der Leser die gesamte Zeit mehr weiß als die Hauptperson Klara niemals langweilig oder ermüdend. Man möchte nicht das Ziel wissen, sondern den Weg verfolgen. Er ist das Interessante und wie sie sich mit ihrer intelligenten mitfühlenden Art aus schwierigen Situationen befreit und immer einen kühlen Kopf behält.
Klara ist eine Vorbildfigur, die auf Grund der Geschichte nur leider für unser heutiges Auge nur wenig Ecken und Kanten hat, aber in dieser Umgebung perfekt funktioniert und mehr als einmal bei der Gesellschaft des 18 Jahrhunderts aneckt. Sie zeigt sich sehr selbstbestimmt und unwillig sich in das Frauenbild dieser Zeit einzupassen und eine starke weibliche Hauptperson darstellt. Ihre Verhaltensweisen sind immer verständlich und bedacht, dies hat zur Folge, dass man sich gerne mit ihr identifiziert und ihrer auf schweren Reise folgt. Auch wenn ihr Begleiter ihr nicht ebenbürtig sind, macht es Spaß zu lesen und die verschiedenen Schauplätze und Charaktere zu erleben.

Zusätzlich ist das gesamte Thema der Wanderapotheker in der Region bis auf das kleinste Detail genau recherchiert, ob nun die früheren Grenzen der einzelnen Fürstentümer in Thüringen oder die Landschaft sind, alles passt, fühlt sich rund an und gibt dieses Buch den Boden unter den Füßen und sehr viel Glaubhaftigkeit und Seele.
Ein Muss für jeden der in dieser Region lebt, sich für Buckelapotheker interessiert und Spaß an historischen Romanen hat.

Autor:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Für die Verdienste im Bereich des historischen Romans wurde Iny Lorentz 2014 der Homer Ehrenpreis in Gold und 2017 der „Wandernde Heilkräuterpreis“ der Stadt Königsee verliehen.

Alle Bände der »Die Wanderapothekerin«-Serie:

Die Wanderapothekerin
Die Liebe der Wanderapothekerin
Die Entführung der Wanderapothekerin
Die Tochter der Wanderapothekerin

Buchinfos:

Titel: Die Wanderapothekerin
Autor: Lorenz, Iny
Verlag: Droemer-Knaur Verlag
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 640 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-51551-8


© Autorenfoto by inys-und-elmars-romane.de / © by Droemer-Knaur Verlag