Springe zum Inhalt

Heute stelle ich euch das Buch „Die Vier Versprechen“ von Don Miguel Ruiz vor. Es ist 2012 im Ullstein Verlag erschienen. Auch dieses Buch habe ich zum ersten Mal in einem Flughafen-Buchladen in die Hand genommen, doch beim ersten Reinlesen hat es mich zum damaligen Zeitpunkt nicht wirklich angesprochen. Doch dann wurde ich während meiner schamanischen Ausbildung erneut auf die vier Versprechen aufmerksam gemacht. Ich befasse mich schon seit längerem mit dem Thema: Wie man sich aus dem kollektiven Alptraum von Angst und Abhängigkeit befreien und den Traum von Frieden, Freiheit und Liebe in sich selbst verwirklichen kann. Die vier Versprechen haben mich sehr berührt und mir neuen Input gebracht.

Inhalt:

„Die Vier Versprechen“ klingen zunächst recht einfach: Das erste Versprechen: Verwenden Sie Ihre Worte mit Bedacht und seien Sie untadelig mit Ihrem Wort. Das klingt zunächst ganz einfach an, hat aber eine große Macht. Es geht um die Macht der Worte, mit denen wir etwas erschaffen können. Genauer gesagt, erschaffen wir mit jedem unserer Worte, auch wenn sie vielleicht nur in unserem Kopf existieren. - Das zweite Versprechen: Nehmen Sie nichts persönlich. Denn, wenn wir die Aussagen anderer persönlich nehmen, fallen wir nur allzu leicht auf Glaubenssätze rein, die wir durch unsere Erziehung, bzw. Domestizierung erlernt haben. - Das dritte Versprechen: Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Indem wir Schlüsse ziehen, über das was andere tun oder denken, geben wir dem Betreffenden die Schuld, wir senden bewusst oder unbewusst emotionales Gift aus, wodurch wir unnötige Probleme heraufbeschwören. – Und das vierte Versprechen: Tun Sie immer Ihr Bestes, bezieht sich auf die Anwendung der ersten drei Verspechen.

Meinung:

Leider ist es gar nicht so leicht „Die Vier Versprechen“ einzuhalten, denn dazu, müssen wir lernen uns von unserer Opferrolle und von unserem inneren Richter zu befreien. Doch das kann uns nur gelingen, wenn wir beginnen, die uns über Generationen anerzogenen Glaubenssätze und gegenseitigen Schuldzuweisungen anzuschauen und aufzulösen. Erst dann können wir lernen wirklich frei zu sein. Denn die Freiheit, nach der wir uns tief in unserem Innersten sehnen, ist die Freiheit wir selbst zu sein und unserem wahren Ich Ausdruck zu verleihen.

In seinem Buch „Die vier Versprechen“ weckt Don Miguel Ruiz im Leser zunächst ein Bewusstsein für unsere jahrelange Konditionierung durch unsere Vorfahren und das Kollektiv, in dem wir leben. Doch er zeigt auch auf, wie es gelingen kann, sich nach und nach darüber bewusst zu werden, wer wir wirklich sind. Don Miguel Ruiz zeigt, wie wir uns von der Domestizierung und somit auch von unserem inneren Richter und unserem Opferdasein befreien. Dies geschieht indem wir lernen, uns von all den alten Glaubenssätzen zu trennen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Erst dann können wir beginnen uns einen neuen Traum zu erschaffen, einen Traum, in dem wir wirklich glücklich sind.

Zuerst habe ich das Buch einmal ganz schnell durchgelesen, bei vielen Aussagen habe ich innerlich genickt. Erst beim zweiten Lesen konnte ich tiefer gehen und mir zugestehen, wie oft ich in meinem Opferdasein gefangen bin und mich durch meinen inneren Kritiker selbst klein halte. Immer und immer wieder stöberte ich alte Glaubensätze auf und musste feststellen, dass ich selbst es bin, die daran festhalten will, weil sie mir Sicherheit geben, solange ich mich an mein inneres Gesetzbuch halte. Allmählich konnte ich beginnen neue Vereinbarungen mit mir selbst zu treffen. Selbstbeschränkende Glaubenssätze basieren auf Angst und ich bin noch immer noch dabei eine bewusste Inventur zu machen. Vor vielen Jahren habe ich das schon einmal angefangen, als ich mich mit The Work of Byron Katie auseinandersetzte, dann folgte eine Zeit in denen ich begann meinen Vorfahren, Partnern und dem Kollektiv bewusst zu vergeben. „Die Vier Versprechen“ brachten mich näher an mich selbst heran. Ich konnte mir eingestehen, dass ich selbst mein größter Kritiker war und dazu neigte mich selbst zum Opfer zu machen, indem ich ein von mir selbst aufgestelltes Gesetzbuch anwendete. Ich werde es noch einmal lesen und dann vielleicht noch einmal, um mir einen neuen Traum zu erschaffen, indem ich wirklich glücklich bin.

Autor:

Don Miguel Ruiz wurde in eine Familie mexikanischer Curanderos (Heiler) und Naguals (Schamanen) geboren. Er folgte dem ihm vorgezeichneten Weg jedoch zunächst nicht, sondern studierte Medizin und wurde Chirurg. Eine Nahtod-Erfahrung nach einem Autounfall veränderte sein Leben und er widmete sich fortan dem Studium der Lehre seiner Vorfahren. Sein Lehrer wurde sein verstorbener Großvater, der ihn in Träumen unterwies. Der Kinofilm "8 Sekunden - Ein Augenblick Unendlichkeit", produziert von Til Schweiger (2015), basiert auf Ruiz´ Meisterwerk "Die Vier Versprechen", und der Autor tritt darin in einer Gastrolle auf

Buchinfos:

Titel: Die vier Versprechen: Ein Weg zur Freiheit und Würde
Autor: Ruiz, Don Miguel
Verlag: Ullstein Verlag, 2012
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 144 Seiten
ISBN-13: 978-3-548-74560-2


© Cover und Biografie Ullstein Verlag

Wusstet ihr, dass die schöne Aphrodite und der Krüppel Hephaistos ein Ehe führen, oder wie Athene aus Zeus Kopf gebohrt wurde und wie Hades die Liebe fand. Also ich nicht, zumindest nicht genau. Da mich Rick Riordan aber schon mit seiner „Percy Jackson“ Reihe und später mit „Helden des Olymp“ in die Welt der Halbgötter entführt hat, war ich gespannt mehr über diese Götter zu lernen. Ich wollte wissen: Wer sind diese Götter eigentlich und was haben die mit Titane zutun. Deshalb stelle ich euch heute das Buch „Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen“, das 2016 im Carlsen Verlag erschienen ist, vor.

Inhalt:

Zeus, Poseidon, Hades Hera, Hermes und noch so viele andere.... Wir alle kennen zumindest ein paar griechische Götter, doch wer sind die eigentlich, welche Eigenschaften habe die und welche Geschichten. Percy Jackson ein Halbgott und Sohn des Poseidon stellt uns die Götter mal vor. Er erzählt wie die Welt und die Götter entstanden sind und wie sie in Beziehung zueinanderstehen. Dies geschieht in Form von kürzeren Erzählungen zu jedem Gott. So hat jeder Gott seine eigenen Geschichten, nachdem das große Ganze erklärt wird. Percy schmückt diese noch mit seinem gewohnten Humor aus. Begonnen wird aber mit der Geschichte zu der Entstehung der Welt, der Titanen und der Götter.

Meinung:

Gerade als Fan von Percy Jackson und griechischen Göttern kann man viel Spaß mit dem Buch haben. Es ist darauf aus auch ohne irgendwelches Vorwissen alles zu verstehen. Ich empfand besonders die eingestreuten Witze sehr ansprechend das sie diese alten Sagen gut auflockern und mit den Percy Jackson Romanen in Verbindung bringen. Ein besonderes Highlight war für mich die von Athene das ich und die von Hestia. Ein großer Vorteil ist auch, dass es nur kleinere Erzählungen sind, so kann man mal eine Geschichte Lesen und später eine andere. Ich mag auch das besonders die Eigenheiten der verschiedenen Götter in den Vordergrund gestellt werden, so kann man häufig über die Handlungen schmunzeln oder den Kopf schütteln. Ich hat viel Spaß beim Lesen und man lernt noch was über die Mythologie. Das Buch ist auch gut für jüngere geeignet, da alles kommentiert und gut erklärt ist. Ich empfehle es auch für Leute die Percy Jackson schon gelesen oder noch nicht gelesen haben und es später noch lesen wollen.

Autor:

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Länder verkauft worden. Auch seine nachfolgenden Serien, »Die Kane-Chroniken«, »Helden des Olymp«, »Percy Jackson erzählt«, »Magnus Chase« und »Die Abenteuer des Apollo«, schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten.

Alle Bände der »Percy Jackson erzählt«-Reihe:

Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen

Buchinfos:

Titel: Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
Originaltitel: Percy Jackson’s Greek Gods
Autor: Riordan, Rick
Übersetzer: Gabriele Haefs
Sprecher: Marius Clarén
Verlag: Carlsen, 2016
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 496 Seiten
ISBN-13: 978-3-551-55661-5


© Cover und Biografie Carlsen Verlag /© Autorenfoto Marty Umans

QUISCUSTODIETIPSOSCUSTODES – Quis custodiet ipsos custodes – Wer überwacht die Wächter. ~~ Juvenal.

Heute habe ich für euch die Rezension des Romans „Diabolus“ vom Bestseller Autor Dan Brown. Das Buch ist der erste Roman des Bestsellerautors, erschien 2005 im Verlag Bastei Lübbe.

Inhalt:

Sevillia, Spanien: „Es heißt, dass sich im Tode alles klärt. Ensei Tankado wusste jetzt, dass die Redensart stimmte. Im Fallen, die Hände an die schmerzende Brust gepresst, erkannte er seinen schrecklichen Fehler.“ Ensei Tankado ist Tod. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kommt der Ex-NSA Cryptograph ums Leben. Sein Tod kommt für Strathmore, den Chef der NSA der National Security Agency, mehr als nur unerwartet. Mit Tankados Tod verschwindet der dringend benötigte Private-Key eines vom Cryptographen Tankado geschaffenen Verschlüsselungsalgorithmus in den wirren Sevillas. Strathmore, welcher diesen Key unbedingt benötigt, schickt David Becker, den Verlobten seiner Chefcryptographin nach Spanien, um den Key zu bergen. Das damit ein Wettlauf um den Key entstehen würde, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen.

Szenenwechsel: Im Hauptquartier der NSA bahnt sich Sensationelles an. Doch nur die wenigsten wissen etwas davon. Strathmore, kurz vor der Pensionierung stehend, möchte seine Karriere mit einem Supercoup abschließen. Dem als unknackbar geltenden Algorithmus Tankados eine Hintertür zu verpassen, wäre der finale Abschluss. Doch alles kommt anders.

Meinung:

Guter, spannender Roman, mit großen technischen schwächen. Deutlich vor den Enthüllungen Snowdens, schreibt Brown einen Roman über die NSA und ihre Machenschaften als Code-Knacker. Brown erzählt hier eine Geschichte mit zwei Seiten. Einerseits die Sicht der NSA, dargestellt durch Strathmore und Susan: Die Entschlüsselung aller verschlüsselten Nachrichten ist unendlich wichtig und die NSA weiß was richtig und was falsch ist. Auf der anderen Seite steht Tankado und Greg Hale, welche die Seite der Bürgerrechtsbewegung auf die Unverletzlichkeit privater Nachrrichten pochen. Grundsätzlich eine solide Story rund um die Abwägungen von richtig/falsch, wären da nicht die größeren technischen Lücken... Ob die Bierkasten große ENIGMA von Brown als vier Tonnen schweres Biest beschrieben wird, über die Aussage, es gäbe keine unentschlüsselbaren Algorithmen bis hin zur Gleichsetzung von Schlüssellänge mit der Bitgröße leistet sich Brown einige peinliche Schnitzer. Wenn man das Werk lediglich als eine spannende Lektüre für zwischen durch sieht, wird man aber auf seine Kosten kommen.

Autor:

Dan Brown wurde 1964 in New Hampshire geboren. Als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin wuchs er in einem Umfeld heran, in dem Religion und Wissenschaft Hand in Hand gingen, was sich auch in seinen Thrillern wiederspiegelt. Nach dem Besuch der Privatschule studierte Dan Brown Englisch und Spanisch und später Kunstgeschichte in Sevilla. Ab Mitte der 1990er widmete er sich schließlich vermehrt dem Scheiben und veröffentlichte einige Bücher, die er gemeinsam mit seiner Frau bewarb. Der Erfolg seiner Werke trat ab 2003 mit dem Roman The Da Vinci Code ein, der über zwei Jahre den ersten Platz der New York Times Bestseller-Liste belegte. Das Buch sorgte weltweit für Furore und wurde aufgrund der kritischen Inhalte im Hinblick auf die katholische Kirche in einigen Ländern verboten. Mit seiner Robert Langdon Buchreihe, die durch ihre Mischung aus Action, Wissenschaft und Geschichte besticht, beherrscht er seither die internationalen Bestsellerlisten.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Buchwurm
Andis Blog

Buchinfos:

Titel: Diabolus
Originaltitel: Digital Fortress
Autor: Brown, Dan
Übersetzer: Schmidt, Peter A.
Sprecher: Bierstedt, Detlef
Verlag: Bastei Lübbe, 2005
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 524 Seiten
ISBN-13: 978-3-404-17503-1


© Autorenprofil und Cover Bastei-Lübbe Verlag

Gedankenspeicher... Ein seltsames Wort, er speichert Gedanken und was hat das mit dem Abbau von Wasser auf dem Mond zutun und warum verschwinden dort immer wieder Menschen? All diese Fragen behandelt Hannes Niederhausen in seiner Sci-Fi Erzählung Gedankenspeicher. Dieses Buch wurde 2017 von Hannes Niederhausen geschrieben und ich konnte ihn zur Buchberlin bei 9Lesen sehen. Mich hat die Idee schon dort sehr angesprochen. Ich freue mich das ich ihn auch zur Leipziger Buchmesse wieder bei 9Lesen bei einer Lesung zuhören kann.

Inhalt:

Ein verzweifelter Privatdetektiv nimmt einen verrückten Fall an. Ein Großkonzern schafft immer wieder Menschen auf dem Mond, um dort Wasser abzubauen, doch keiner kehrte je zurück. Nun will er aufklären was dort passiert, doch nichts ist so, wie es scheint. Die Realität verschwimmt mit der Vergangenheit. Die gefährlichen Ermittlungen auf dem Mond beginnen.

Meinung:

Also dies ist eines der Bücher, bei denen man am Ende denkt: Was habe ich hier gerade getan. Ich habe dieses Buch gelesen, ohne auch nur einmal wirklich aufzusehen. Die Erzählung hat mich wirklich mitgerissen, da der Erzählstil flüssig und die Hauptfigur interessant ist. Beim lesen war mir persönlich wichtig sowohl zu erfahren was nun wirklich auf dem Mond passiert, als auch was bereits in der Vergangenheit geschah und diese Ereignisse bedingte. Man selbst sieht die gesamte Handlung als Leser nur aus der Sicht des Akteurs, was das Verständnis für die Handlung stark einschränkt. Ich mag die moralischen Fragen, die Hannes Niederhausen in dieser Erzählung am Rand stellt, sehr gerne und grübel selbst, ob etwas ähnliches in naher Zukunft passieren kann. Wenn ja handeln die beschrieben Personen sehr nachvollziehbar, aber ein mulmiges Gefühl im Bauch bleibt. Es ist kein Buch, bei dem man sich wohlfühlt, sondern bei dem man Fragen stellen muss.
Leider ist trotzdem nach relativ kurzer Zeit klar, auf was der Konflikt zulaufen wird. Das nimmt zwar der Spannung etwas den Wind aus den Segeln, dennoch habe ich mich gefragt, wie man das Problem lösen kann. Ich bin auch ganz zufrieden mit dem Ende, auch wenn ich glaube, dass man aus dem Grundkonzept noch viel mehr rausholen kann. Ich würde gerne noch weiter Erzählungen aus dieser Welt lesen. Nun freue ich mich aber erstmal auf Hannes Niederhausens neues Buch „Traumwandler“.

Autor:

Schon als kleiner Knirps erzählte Hannes Niederhausen gerne Geschichten. Die erste dokumentierte des Bären Brummi auf der Suche nach Pilzen war dramaturgisch noch sehr minimalistisch, aber über die Jahre (vor allem im Schulunterricht und während des Informatikstudiums) konnte er seine Schreibhandwerk verbessern. Jetzt veröffentlicht der Softwareentwickler regelmäßig Kurzgeschichten auf seiner Webseite, während er seine Romanprojekte für die Öffentlichkeit poliert. Wenn er mal nicht vor dem Monitor sitzt, braut Hannes seine Lieblingsbiersorte Indian Pale Ale zur Freude seiner Freundin in der heimischen Küche. Nur mit Musik auf der Gitarre kann er sie von den Hopfendüften ablenken.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Blue Siren

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: Gedankenspeicher
Autor: Niederhausen, Hannes
Verlag: Selfpublisher Hannes Niederhausen, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 124 Seiten
ISBN-13: 978-3-746-74925-9


© Coverfoto & © Autoren-Bio by 2018 Hannes Niederhausen

Heute stelle ich euch den dritten Teil aus der Reihe die Wanderapothekerin „Die Entführung der Wanderapothekerin“ von Iny Lorenz vor. Dieses Buch ist mir freundlicherweise vom Knaur Verlag, als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurden. Leider konnte die Rezension nicht früher erscheinen, da ich mich momentan in meiner Uni Prüfungsphase befinde.

Inhalt:

Auch im dritten Teil ist Klara wieder da. Ihr Leben scheint nun endlich in geregelten Bahnen zu verlaufen. Sie lebt als Mutter von drei Kindern mit ihren Mann Tobias glücklich in Königsee. Auch ihre Freundin Martha hat in Tobias Vater einen liebenden Ehemann und Vater ihres Kindes gefunden. Doch die Idylle trügt mal wieder, denn im weit entfernten Friedrichstal gibt es Ärger. Nach dem Tod des alten Reichsgrafen soll nun sein Sohn Friedrich die Krone tragen, aber dieser ist gerade mal neun Jahre alt. Dennoch möchte man den kleinen Tod sehen. Er ist bereits sehr schwach, als die alte Reichsgräfin nach Klara schickt um den Jungen zu retten und vielleicht sogar die tödlichen Intrigen aufzudecken, die nicht nur den Jungen, sondern auch das Reich bedrohen.

Meinung:

Natürlich habe ich mich auf den neuen Teil aus dieser Reihe gefreut, und ich habe extra dafür die beiden Vorgängerteile nochmals gelesen. Ich hatte nach dem erneuten Lesen von Teil zwei irgendwie eine Flaute, die ist aber nun überwunden.

Wie bereits in den anderen Rezensionen zu dieser Reihe gesagt, stamme ich aus der Region um Königsee. Ich liebe es, mich wieder dahin zu träumen und Orte wieder zuerkennen. Dies hat mir geholfen wieder dieses Buch in die Hand zunehmen und einfach mal zu entspannen und die Berge und Wälder meiner Heimat vor meinem inneren Auge zusehen.

Teil drei beginnt ähnlich wie Teil zwei in Königsee, aber es nimmt deutlich schneller an Fahrt auf, da es mehr Probleme gibt als nur den roten Faden der Geschichte. Dadurch wirkt es lebendiger und nicht zu märchenhaft. Mich hat das gesamte Buch etwas an den Abschnitt aus Teil eins erinnert, in diesem ist Klara auf der Burg und pflegt die kranke die Fürstin. Genau wie damals gibt es auch hier Intrigen und ein krimiähnliches Gefühl stellte sich bei mir ein. Clara wirkt in diesem Teil wieder sehr selbst sicher und intelligent , das macht sie zu einer starken Protagonistin. Ihre liebe zu ihrer Familie die sie schon von Beginn an verfolgt ist nun wieder da, auch wenn ich persönlich die kleine Tochter Klaras ehr, als Story hinderlich empfand, da der Fakt das Clara nun ein Baby hat nie wirklich die Geschichte beeinflusst, sondern nur häufig am Rande erwähnt wird. Auch Martha und Tobias rutschen sehr an den Rand der Geschichte und bringen diese nur wenig voran.

Der Schreibstil ist wie immer sehr angenehm und zum Ausruhen und Versinken sehr schön. Ich muss nicht immer Action und Spannung haben, für mich ist dieses Buch ein Ausgleich und dafür ist es echt gut, da man nur wenig selbst hinterfragen muss und die Figuren einfach alles schaffen können, wenn sie nur genug Mut haben. Alles ist etwas zu schön und kitschig aber manchmal darf dies auch so sein. Zur Entspannung war dies Buch für mich gut geeignet und ich mochte es wieder etwas mehr als Teil zwei. Ich bin jetzt gespannt auf Teil vier und wie die Geschichte aus meiner Heimat noch weiter gehen wird. Es ist genau das was man erwartet ein ruhiges Buch für einen Sonntagnachmittag.

Autor:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Für die Verdienste im Bereich des historischen Romans wurde Iny Lorentz 2014 der Homer Ehrenpreis in Gold und 2017 der „Wandernde Heilkräuterpreis“ der Stadt Königsee verliehen.

Alle Bände der »Die Wanderapothekerin«-Serie:

Die Wanderapothekerin
Die Liebe der Wanderapothekerin
Die Entführung der Wanderapothekerin
Die Tochter der Wanderapothekerin

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Himmelsblume

Buchinfos:

Titel: Die Entführung der Wanderapothekerin
Autor: Lorentz, Iny
Verlag: Knaur Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 496 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-45239-4


© Autorenfoto by inys-und-elmars-romane.de / © Autoren-Bio by Droemer-Knaur Verlag

Heute stelle ich euch das neue Buch von einem meiner Lieblingsautoren vor, Richard Schwartz, „Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1“ . Dieses Buch ist 2018 im Piper Verlag erschienen. Zu meiner großen Freude wird Richard Schwartz auch auf der Leipziger Buchmesse am Messefreitag Teil der Piper Fantasy Nacht sein, auch Autoren wie Lukas Hainer und Michael Peinkofer sind da vor Ort. Ich freue mich schon sehr auf dieses Event.

Inhalt:

Alexandra McInnes, Special Forces Pilotin, hat zahlreiche Einsätze mit ihrem Kampfhubschrauber überlebt, um ausgerechnet von einem Auto auf einen Supermarktparkplatz angefahren und schwer verletzt zu werden. Ihr Zustand verschlechtert sich, bis man ihr Leben kaum noch Leben nennen kann. Doch vielleicht kann man ihren Körper retten, der Kybernetiker Dr. Jensen macht ihr ein verlockendes Angebot. Ihr Bewusstsein wird in ein Videospiel transferiert um ihren Körper während dessen an den Nerven behandeln zu können.
In dieser Zeit soll Sie aber ein besonderer Teil des Rollenspieles Verona online werden. Doch dieses Spiel ist anders als andere, es ist VR eigentlich sogar mehr als das. Im „Spiel“ ist es wie in den größten MMORPG´s, man jagt Questen nach, kauft neue Rüstung, verbündet sich mit anderen und wird immer besser. Doch Alex erstes Ziel ist es sich mit ihrer tragischen Vergangenheit auseinander zusetzen, die sie bis in das Spiel hinein verfolgt. Sie ist ein ganz besondere Teil dieser Welt, und es ist nicht klar was Dr. Jense wirklich mit ihr vor hat. Den das Spiel und seine Charaktere werden immer realer, Verona lebt.

Meinung:

Ich liebe Rollenspiele, ich liebe Richard Schwartz und ich liebe Bücher. Jetzt wenn man alles das zusammen schmeißt, hat man die Eisrabenchronik. Ich war zu anfang sehr skeptisch ob dieses Buch die Erwartungen, die ich habe erfüllen kann und ob es auch nur annähernd so gut wie Askir werden kann.

Man erlebt die Geschichte aus der Erzählperspektive von Alexandra. Sie war mir sofort von Grund auf symphytisch, so das ich mich gut in sie hinein versetzen konnte. Ich wollte verstehen, warum sie des Lebens müde war und wie sich ihre Figur entwickelt und welche Fragen sie sich stellt. Den eine ganz große Stärke des Buches ist das Ungewissheit, was die mächtigen Planen und welche Aufgabe Alex bei all dem zu kommt. Ich habe mich oft selbst gefragt wie ich gehandelt hätte. Themen wie Rassismus und die menschliche Psyche werden immer wieder am Rande aufgegriffen und verleihen dem gesamten eine nachdenkliche Tiefe und die für Dystopien übliche Art von Beklemmung. Verona online entwickelt sich von einen MMORPG immer mehr zu einer Sozialanalyse und stellt auch einige schwere moralische Fragen, die gekonnt nicht zu 100% aufgelöst werden. Es macht so spannend, dass ich selbst dann das Buch kurz zur Seite gelegt habe um mir Gedanken über diese Themen zu machen. Alex handelt in den Momenten so menschlich, mit Unsicherheit und Überforderung, die sich auf den Leser überträgt.

Die Erzählweise ist wie für ein RPG typisch in Quest´s und somit etwas langsam, da viel getan werden muss um besser zu werden und sich von A nach B zubewegen, auch wenn Alex an manchen Punkt etwas OP ist und es unausgeglichen wirkt. Zu meiner Enttäuschung wirken die, ich nenne sie Nebenquesten, etwas langweilig und unnütz, da sie keinen erkennbaren Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben. Dennoch wirkt die Welt meist logisch und schlüssig. Ich selbst spiele gerne Singleplayer Rollenspiele und bin mit diese Erzählweise vertraut, allerdings könnte sie für Genrefremde etwas schleppend, ungewohnt und langatmig wirken. Gerade weil es gegen Anfang oft genretypische Textboxen und Tabellen gibt, dies nimmt aber im Verlauf der Story ab, sodas es für mich nicht störend gewirkt hat. Einen Kritikpunkt, den ich habe, ist der sehr flache und langweilige Antagonist. Er hat keinen Antrieb oder Ziele, die man als Leser erahnen könnte und nervt leider etwas. Auch die anderen menschlichen Figuren wirken antriebslos und flach, ohne Motivation oder weitreichende Vorgeschichte. Trotzdem möchte ich mehr von Verona sehen und vorallem mehr Orte und Figuren kennen lernen.

Noch eine Empfehlung ich habe die zweite Hälfte des Buches als Hörbuch gehört und kann dies nur empfehlen, da es vom selben Sprecher, wie die Askir Reihe gesprochen wird. Es war für mich wirklich angenehm Michael Hansonis hier zuzuhören.

Als Fazit lässt sich im großen und ganzen sagen: Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses Buches und bin gespannt auf mehr. Ich hoffe, dass mehre tiefere bzw. interessantere Figuren eingeführt werden und es zusätzlich noch einige Schauplätze mehr zum erkunden geben wird. Dieses Buch war mein erstes LitRPG und ich sagen: Es macht mir Lust auf mehr aus dem Genre.

Autor:

Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um »Das Geheimnis von Askir« wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Zuletzt erschien die neue Reihe »Die Eisraben-Chroniken«.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

A winter story
Bücherregal von j.r.books

Buchinfos:

Titel: Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1
Autor: Schwartz, Richard
Verlag: Piper Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 480 Seiten
ISBN-13: 978-3-492-70519-6


© Cover und Biografie Piper Verlag

In den letzten Jahren habe ich viel Zeit an Bahnhöfen und Flughäfen verbracht. Und, wie könnte es anders sein, landete ich dort grundsätzlich in dem ansässigen Buchladen. In den Buchläden der deutschen Flughäfen und Bahnhöfe, stehen immer dieselben Bücher, einmal die Bestsellerliste rauf und runter. So wurde ich auf die Bücher von John Strelecky aufmerksam. „Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ und „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ waren ewig in den Bestsellerlisten und ich hatte sie, wer weiß wie oft, im meinen Händen. Gekauft habe ich sie nie, sie erschienen mir von Anfang an zu oberflächlich. Erst als mir eine Bekannte erzählte, daß Sie an einem Seminar nach dem The-Big-Five-for-Life-Prinzip teilgenommen hat, ließ ich mich doch dazu hinreißen John Streleckys Buch zu kaufen, um mehr von seinen Ideen und Ansätzen zu erfahren.

Inhalt:

Einfach gesagt geht es in John Streleckys Buch um vier Hauptpersonen: Es geht um Thomas, Firmengründer mit außergewöhnlichem Führungsstil, dem die Zufriedenheit und Glück seiner Mitarbeiter mindestens genauso wichtig sind wie Umsatz und Gewinn seiner zahlreichen Unternehmen. Leider ist Thomas so schwer krank, dass Ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um seine Angelegenheiten zu regeln. Und es geht um Joe, einem Mitarbeiter und sehr gutem Freund von Thomas. Joe hat Thomas viel zu verdanken, denn Thomas hat Ihn vor einigen Jahren in seine außergewöhnlichen Ideen und Philosophien eingeweiht, wodurch es Joe möglich wurde ein glückliches zufriedenes Leben zu führen. Als Joe davon erfährt, dass Thomas schwer krank ist, macht er sich auf den Weg zu Thomas und seiner Frau Maggie. Im Flugzeug lernt Joe Sonja kennen. Sie kommen miteinander ins Gespräch und Joe erzählt ihr vom Grund seiner Reise. Er erzählt Ihr, wie er Thomas kennengelernt hat und wie die Begegnung mit Thomas sein Leben verändert hat. Er erklärt Ihr in wie weit sich die Unternehmen von Thomas sich von anderen Unternehmen unterscheiden. Und er berichtet Ihr von der Bedeutung der Big Five for Life. Joe begleitet Tomas durch die letzten Wochen seines Lebens, in denen auch Sonja und Maggie eine wichtige Rolle spielen.

Meinung:

In dem Buch The Big Five for Life von John Strelecky stecken unglaublich viele liebevolle Ideen und Gedanken, Wünsche und Träume, wie eine glückliche Symbiose zwischen Job und Privatleben gelingen kann. Doch die Firma, die in diesem Buch beschrieben wird, existiert nicht wirklich. Und die Realität in Deutschlands Firmen sieht meist völlig anders aus.

„Arbeiten, um Geld zu verdienen, war gestern. Ab heute lautet das Ziel: Arbeiten, um persönliche Erfüllung zu finden.“ So steht es hinten auf der Rückseite des Buchs. Das klingt ganz nach dem Motto, mit dem ich schon mein ganzes Berufsleben durchs Leben gehe. Manchmal gelingt es mir besser und manchmal weniger gut. Ehrlich gesagt, habe ich mir von dem Buch erhofft eine Anleitung zu bekommen, wie es mir ab sofort noch besser gelingen kann mit meiner Arbeit persönliche Erfüllung zu finden und vor allem, wie ich herausfinden kann, welches meine The Big Five for Life sind. Doch eine Gebrauchsanweisung konnte ich in John Streleckys Buch leider nicht finden. Auch keinen Ansatz, wie ich meinen The Big Five for Life auf die Spur kommen kann. Ich frage mich ernsthaft, was die Absicht dieses Buchs ist. Wollte Strelecky einfach nur einen netten Roman schreiben, der einen am Schluss des Buches zum Heulen bringt oder beabsichtig er möglichst viele Leser in eines seiner Seminare und Coachings zu locken. Beides ist natürlich legitim, aber etwas mehr Erkenntnis hätte ich mir von diesem Buch doch erhofft. Den Warnhinweis für Führungskräfte und Firmeninhaber auf der Rückseite des Buches: Nach der Lektüre dieses Buches könnte Ihr Unternehmen sich dramatisch verändern – zum Positiven! Finde ich jedenfalls völlig übertrieben.

Autor:

John Strelecky, geboren 1969 in Chicago, lebt heute in Orlando, Florida. Er war lange Jahre in der Wirtschaft tätig, bis ein lebensveränderndes Ereignis im Alter von 33 Jahren ihn dazu veranlasste, die Geschichte vom ›Café am Rande der Welt‹ zu erzählen. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung als Autor. Und er hatte auch an keinen Schreibseminaren an der Universität teilgenommen.

Innerhalb eines Jahres nach Erscheinen hatte sich das Buch durch die Mundpropaganda der Leser auf dem gesamten Erdball verbreitet – es begeisterte Menschen auf jedem Kontinent, einschließlich Antarktika. Zudem errang es den ersten Platz auf der Bestsellerliste und wurde in über 30 Sprachen übersetzt

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Denkreich
Show-Dont-Tell

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: The Big Five for Life
Originaltitel: The Big Five for Life - A Story of One Man and Leadership's Greatest
Autor: Strelecky, John
Übersetzer: Lemke, Bettina
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, 2009
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-34528-6


© Autorenfoto by Danberg&danberg CC BY-SA 4.0 / © Autoren-Bio by dtv

Heute habe ich für euch die Rezension zu „Headhunt - Feldzug der Rache“, dem neuen Roman des Autorenduos Douglas Preston & Lincoln Child. Das Buch ist 2019 im Verlag Knaur erschienen. Es ist nunmehr der 17. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast. Der Krimi führt Pendergast einmal mehr zurück nach New York City, jener Stadt wo mit „Relic – Museum der Angst“ im Jahr 2001 alles begann. Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweiße vom Verlag zur verfügung gestellt.

Inhalt:

New York City, kurz vor Weihnachten. In einer verlassenen Autowerkstatt wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Lieutenant Vincent D’Agosta und sein Team sind ratlos, was hinter diesem Mord steckt. Warum brachte der Mörder die Leiche nach dem Mord in die Werkstatt. Warum kam er später noch einmal zurück, um den Kopf der Toten abzuschneiden? Was macht Pendergast am Tatort? Einige Tage später ereignet sich ein zweiter Mord. Ein ehemaliger Staatsanwalt wird brutal ermordet in seinem Festung ähnlichen Haus aufgefunden. Wie konnt der Mörder ins Haus gelangen? Was hat der Vater der ersten Toten, ein skrupelloser Geschäftsmann aus der IT Branche damit zu tun? Dieser und vielen weiteren Fragen gehen D’Agosta und Pendergast nach. Doch die Zeit drängt. Weihnachten und Neujahr stehen bevor, und New Yorks Bürgermeister will antworten.

Meinung:

Der neueste Roman von Preston/Child bringt uns zurück nach New York City, und damit gibt es endlich mal wieder ein neues Abenteuer für das bewährte Duo D’Agosta und Pendergast. Mit den letzten Büchern des Duos hatte ich so meine Probleme, gerade die letzten Bücher rund um Pendergasts verschollenen Bruder fand ich eher schwach. Mit Headhunt hat das Autorenduo meiner Meinung nach mal wieder einen Volltreffer gelandet. Das gewohnt gute New Yorker Setting gemischt mit altbekannten Figuren gibt einen soliden, wenn auch manchmal etwas durchschaubaren und klitsche haften Krimi ab. Der Schluss hat mich zugegebener Maßen überrascht, diese Wendung der Ereignisse hatte ich nicht erwartet. Obwohl das Buch Teil der Reihe um Pendergast ist, lässt sich gerade dieser Band sehr gut auch als eigenständiger Krimi lesen.

Autor:

Douglas Preston, geboren 1956 in Cambridge, Massachusetts, studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie – und später Englische Literatur. Nach dem Examen fing er am American Museum of Natural History in New Yorkals Redakteur und Autor, später als Chefredakteur an; parallel gab er Schreibkurse an der Princeton University. Eines Nachts, als Preston seinen Lektor Lincoln Child auf eine nächtliche Führung durchs Museum einlud, blieben sie unter einem T.-Rex-Skelett stehen. Es war nachts um zwei als Lincoln sagte: »Das ist das angsteinflößendste Gebäude der Welt. Und die ideale Kulisse für einen Thriller. Lass ihn uns schreiben.« Auf diese Weise entstand Relic. Preston schreibt auch Solo-Bücher und verfasst weiterhin regelmäßig Artikel für diverse Magazine.

Lincoln Child, geboren 1957 in Westport, Connecticut. Lincoln begann sehr früh zu schreiben – schon als ABC-Schütze verfasste er Kurzgeschichten. Während seiner Schulzeit, die er zum Teil in England verbrachte, schrieb er zwei Dutzend Short Storys sowie einen Science-Fiction und einen Fantasy-Roman, die aber beide nicht veröffentlicht wurden. Er studierte in Minnesota und schloss 1979 in englischer Literatur ab. Seine Faszination für Wörter führte ihn im gleichen Sommer nach New York, wo er einen Job im Verlagswesen fand. 1984 wurde er Lektor, Mitte der 1980er gab er einige Anthologien mit amerikanischen Geister- und Horrorgeschichten heraus während der Arbeiten zu einem Buch über das American Museum of Natural History in New York lernte er Douglas Preston kennen und gebar dort, unter einem Tyrannosaurus-Rex-Skelett, die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, Relic. Auch Lincoln Child publiziert solo.

Buchinfos:

Titel: Headhunt - Feldzug der Rache
Originaltitel: City of Endless Night
Autor: Preston, Douglas; Child, Lincold
Übersetzer: Benthack, Michael
Verlag: Knaur HC, 2019
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 402 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-65426-2


© Autorenprofil und Cover Droemer-Knaur / © Autorenfoto Deborah Feingold

Nach einer längeren Pause habe ich heute, als erstenBeitrag von mir für 2019, für euch die Rezension zu „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer, erschiene 2001 im List Verlag.

Inhalt:

„Verschiedene Psychiater haben es versucht und sind gescheitert, Das größte Problem dabei ist Artemis‘ Intelligenz. Er trickst jeden Test aus, dem man ihn unterzieht, er hat die gelehrtesten Mediziner zur Verzweiflung gebracht, und so manche von ihnen sind in ihren eigenen Irrenhäusern gelandet. Artemis ist zweifellos ein Wunderkind, doch warum widmet sich ein solches Genie kriminellen Aktivitäten?“

Artemis Fowl Junior, Sohn des Verbrechers Artemis Fowl Senior, tritt in die Fußstapfen seines verschollenen Vaters. Artemis ist auf die Spur eines enormen Geheimnisses gestoßen: Es gibt unter der Erdoberfläche eine zweite Welt. Eine Welt in der all die phantastischen Fabelwesen aus unseren Märchen und Sagen Leben. Feen, Trolle und Alraunen sowie Zentaur sind hier ganz normale Gestalten. Als Artemis in den Besitz des Buches, der „Bibel“ der Unterirdischen gerät, erkennt er, das er darüber relativ leicht an Gold kommen kann. Gold, das er dringend für die Suche nach seinem verschollenen Vater benötigt. Das dies sowohl die Welt der Unter- als auch die Welt der Oberirdischen in Gefahr bringen wird, nimmt Artemis skrupellos in kauf. Mit der Entführung der ZUP-Elfe Holly Short, gerät schließlich alles aus den Fugen. Als dann auch noch ein Troll und ein Zwerg auftauchen wird es kompliziert.

Meinung:

Colfer erschafft in Artemis Fowl eine faszinierende komplexe unterirdische Welt. Ja, das Buch ist definitiv als Jugendbuch ausgelegt, macht aber auch Erwachsenen Spaß. Die Handlung von Teil eins ist recht gradlinig, erst werden Personen eingeführt und dann startet die Handlung voll durch. Ich finde die Personen überzeugend und mit durchaus interessanten Biographien erzählt. Die Darstellung des zwölf Jährigen Artemis als Superverbrecher und Genie fand ich nicht hundertprozentig überzeugend, mir kam er immer wie ein deutlich älterer Protagonist vor. Im großen und ganzen aber ein solider Jugend-Thriller mit Krimi und Fantasy Elementen. Abgerundet wird der Spaß durch das Hörbuch, gelesen vom Sprechergenie Rufus Beck.

Autor:

Eoin Colfer, geboren 1965 in Wexford ist ein irischer Lehrer, Schriftsteller und Kinder- und Jugendbuchautor. Mit Artemis Fowl begründete er seinen Ruhm und wechselte in die hauptberufliche Schriftstellerei. Die Serie wurde bisher mit über 20 Millionen Exemplaren weltweit verkauft. Colfers Wahlspruch lautet: „I will keep writing until people stop reading or I run out of ideas. Hopefully neither of these will happen anytime soon.“ („Ich werde weiterschreiben, bis Menschen aufhören zu lesen oder mir die Ideen ausgehen. Hoffentlich tritt keins von beidem allzubald ein.“). Mit seiner Mischung aus Fantasy und Science-Fiction erschien er der Witwe von Douglas Adams als würdig genug, eine Fortsetzung von Per Anhalter durch die Galaxis zu schreiben, die „Und übrigens noch was …“ heißt und im Jahr 2009 erschienen ist.

Der Film

Mal noch was anderes: Für Artemis Fowl ist ein Film angekündigt. Kinostart ist der 3. Oktober 2019. Ich persönlich bin vom ersten Trailer nicht überzeugt, da sehr viele Details der Figuren gegenüber dem Buch verändert wurden. Lest unbedingt erst das Buch bevor ihr den Film seht! Der Vollständigkeit halber verlinke ich den Trailer trotzdem mal:


Alle Bände der »Artemis Fowl«-Serie:

Artemis Fowl (Band 1)
Artemis Fowl: Die Verschwörung (Band 2)
Artemis Fowl: Der Geheimcode (Band 3)
Artemis Fowl: Die Rache (Band 4)
Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie (Band 5)
Artemis Fowl: Das Zeitparadox (Band 6)
Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex (Band 7)
Artemis Fowl: Das magische Tor (Band 8)
Artemis Fowl: Die Akte (Band 9)
Artemis Fowl - Der Comic
Artemis Fowl - Arctic Incident

Rezension des Buches in anderen Blogs:

szebrabooks
Media-Mania

Buchinfos:

Titel: Artemis Fowl
Originaltitel: Artemis Fowl
Autor: Colfer, Eoin
Übersetzer: Feldmann, Claudia
Verlag: List Hardcover, 2001
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 239 Seiten
ISBN-13: 978-3-471-77251-5


© Bio, Autorenfoto und Buchcover by Ullstein Verlag

In der dunklen Jahreszeit ist es doch mal wieder schön, sich ins Bett zulegen und die Gedanken fliegen zulassen. Meine flogen zurück in meine Heimat zu Buckelapothekern, Kräuterfrauen und dem Leben im 18. Jahrhundert. Deshalb stelle ich euch heute meine Weihnachtslektüre „Die Liebe der Wanderapothekerin“ von Iny Lorenz vor. Das Buch ist Teil zwei der Reihe über die Wanderapothekerin, 2017 im Knaur-Verlag erschienen und die Rezension zu Teil drei wird bald folgen, also bleibt gespannt. Die Rezension zu Teil eins findet ihr bereits hier im Blog Die Wanderapothekerin.

Inhalt:

Die Geschichte der mutigen Klara geht weiter. Nach ihrer langen und beschwerlichen Reise als Wanderapothekerin, ist sie nun liebende Mutter eines kleinen Sohnes und wieder schwanger. Ihr Leben hat sich in Folge der Ereignisse des ersten Buches zum Guten gewendet, sie lebt mit ihren Mann Tobias glücklich in Königsee. Aber es pocht erneut neues Unheil gegen ihre Tür. Einer ihrer Wanderapotheker und Tobias werden verhaftet und verdächtigt den Bürgermeister von Rübenheim umgebracht zuhaben. Klara begibt sich auf eine wagemutige Rettungsmission, während ihr Feind nur im verdeckten agiert.

Meinung:

Alle sind wieder da und aber leider nicht so wie man sie aus Teil eins mochte. Klara ist erneut die Protagonistin und handelt für ihre Familie und mit ihren bekannten Starrsinn. Als junges Mädchen konnte ich das gut verstehen aber hier wirkt sie in manchen Momenten wie ein verzogenes Kind, dem nur die eigenen Ideale wichtig sind. Die meiste Zeit ist sie dennoch sehr sympathisch und man folgt ihr gerne auf ihrer neuen Reise. Auch Martha tritt wieder auf, selbst wenn ihre Rolle bedauerlicherweise um einiges flacher ist als in Teil eins. Sie verliert an Charakteridentität, gerade am Anfang sehr, dies bessert sich allerdings gegen Ende. Dennoch ebenfalls handelt sie für mich oft nicht nachvollziehbar. Martha war in Teil eins meine Lieblingsfigur, dies kann ich jetzt leider nicht mehr sagen. Tobias ist zusammen mit seinem Vater für mich total stimmig und passend. Die Geschichte in Teil zwei ist weniger klar, als in Buch eins, in dem klar war das, das Mädchen die Reise beenden muss. Hier reist man häufig von Stadt zu Stadt, ohne das Gefühl zuhaben, das einiges an Zeit vergeht. Kurz hatte ich die Empfindung, das alles sich nur im Kreis dreht da es da eine deutlich geringere Anzahl von Handlungsorte und Figuren gibt. Im großen und ganzen war es doch recht unterhaltsam, dennoch reicht es für mich nicht an die erste Geschichte heran. Ich würde das Buch denen Empfehlen, die seichte Unterhaltung im 18. Jahrhundert mögen und nach dem ersten Buch wissen wollen, wie es mit Klara weiter geht.

Autor:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Für die Verdienste im Bereich des historischen Romans wurde Iny Lorentz 2014 der Homer Ehrenpreis in Gold und 2017 der „Wandernde Heilkräuterpreis“ der Stadt Königsee verliehen.

Alle Bände der »Die Wanderapothekerin«-Serie:

Die Wanderapothekerin
Die Liebe der Wanderapothekerin
Die Entführung der Wanderapothekerin
Die Tochter der Wanderapothekerin

Buchinfos:

Titel: Die Liebe der Wanderapothekerin
Autor: Lorenz, Iny
Verlag: Droemer-Knaur Verlag , 2017
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 544 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-51835-9


© Autorenfoto by inys-und-elmars-romane.de / © Autoren-Bio by Droemer-Knaur Verlag