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„Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.“ ~ Isaac Asimovs nulltes Robotergesetz

„Die erste ultraintelligente Maschine ist die letze Erfindung, die der Mensch je machen wird.“ ~ Irving John Good

Nachdem es jetzt fast einen Monat ruhig im Blog war, habe ich heute für euch die Rezension zu Frank Schätzings „Die Tyrannei des Schmetterlings“. Das Buch ist im Herbst 2018 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Das Buch wirde mir dankenswerter weise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

Afrika: Im Herrschaftsgebiet eines ungenannten Warlords wird eine Einheit von Elite-Soldaten brutal von unbekannten Wesen überfallen und niedergemetzelt.

Sierra-County, USA: Luther Opoku, Undersheriff des Sierra-County in Kalifornien wird zu einem Einsatz gerufen. Eine Frau ist über den Rand einer Schlucht gestürzt und hängt jetzt tot in einem Baum. Ihren Wagen hat sie einige Meter entfernt gegen einen Baum gefahren. Die Reifenspuren weisen daraufhin das sie verfolgt wurden. Wurde sie in den Tod getrieben? Was hat es mit dem geheimnisvollen USB-Stick auf sich, der im Wagen versteckt war?

Recht schnell wird die Frau als Wissenschaftlerin des Unternehmens Nordvisk identifiziert. Nordvisk betreibt im Sierra-County eine riesige Einrichtung, genannt „Die Farm“. Welchem Zweck diese Einrichtung dient, und was dieser tragische Unfall auf den ersten Blick mit Nordvisk zu tun hat, erschließt sich auf den ersten Blick nicht. Nordvisk ist ein Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz, soviel versteht Undersheriff Opoku jedenfalls.

Meinung:

Das ist also der neue Schätzing. Für mich etwas überraschend Erreichte mich in der Folge der LitBlogCon in Köln dieses Rezensionsexemplar. Schätzing steht meiner Meinung nach immer für überraschende neue Themen, immer gemischt mit kritischen Überlegungen zur aktuellen Situation der Menschheit. Aber ich persönlich muss sagen, „Die Tyrannei des Schmetterlings“ hat mich echt überrascht. Beginnt die Handlung gleich zu Anfang mit einem brutalen Schnitt in den Bürgerkrieg eines ungenannten afrikanischen Landes, flacht aber für mich auf den nächsten Seiten erst einmal zu einem relativ einfach gestrickten Vorstadtkrimi zusammen, um dann im hinteren Teil des Romanes zu einem fulminanten actionreichen und schnellen Science-Fiction-Thriller umzuschwenken.

Was sich zu Anfang etwas wie ein Abklatsch auf David Lynchs Meisterwerk „Twin Peaks“ liest, amerikanische Kleinstadt mit einem Mord und einer viel zu kleinen Polizeimanschaft, schwenkt recht schnell zu einem zu anfang paranormal wirkenden Handlung um. Nach und nach bring Schätzing dem Leser mit einsteigerfreundlichen Beispielen näher, was künstliche Intelligenz ausmacht, und wie sie entwickelt wird. Wer sich schon mit Werken wie Isaac Asimovs „I, Robot“ oder den Robotikgesetzen beschäftigt hat, hat schon eine ganz gute Ahnung wohin sich die Geschichte entwickelt. Asimovs Robotikgesetze legen richtilinien fest, an welche sich Roboter halten müssen.

Das bekannteste Gesetz ist „Ein Roboter darf kein menschliches Wesen erletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.“ Die Menschheit will aber von ihren Robotern und künstlichen Intelligenzen andere Dinge. Beispielsweise kann ein Roboter mit der Asimov Programmierung kein Tattoo stechen, da es ja einen Menschen verletzen würde. Mit solchen und anderen Problemen beschäftigt sich der aktuelle Roman von Schätzing sehr ausführlich. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt am Schreibstil: Schätzing verfällt dem Tolkien Effekt, und kann schon mal ein Blatt oder einen Landstrich über mehrere Textabsätze beschreiben.

Ein spannender Roman, von dessen Anfang man sich nicht täuschen lassen sollte. Obwohl sich der Roman mit sehr fortschrittlichen Technologien beschäftigt, schafft es Schätzing auch Leser einzubinden, die mit den Themen vorher keine Berührungspunkte hatten.

Autor:

Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, veröffentlichte 1995 den historischen Roman »Tod und Teufel«, der zunächst zum regionalen, später bundesweit zum Bestseller avancierte. Nach zwei weiteren Romanen und einem Band mit Erzählungen sowie dem Thriller »Lautlos« erschien im Frühjahr 2004 der Roman »Der Schwarm«, der seit Erscheinen eine Gesamtauflage von 4,5 Millionen Exemplaren erreicht hat und weltweit in 27 Sprachen übersetzt wurde. Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln.

Sprecher:

Sascha Rotermund (geboren 13. Juni 1974 in Arnsberg) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Hörspielsprecher, Hörbuchinterpret und Musiker. Bekannt ist er vor allem als die Standardstimme der Schauspieler Benedict Cumberbatch, Jon Hamm, Armie Hammer, Alexander Skarsgård, Pilou Asbæk und Omar Sy.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Lesevergnuegen
Booknerds

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: Die Tyrannei des Schmetterlings
Autor: Schätzing, Frank
Sprecher: Rotermund, Sascha
Verlag: KiWi, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 736 Seiten
ISBN-13: 978-3-4620-5084-4


© Autorenfoto Raimond Spekking CC BY-SA 4.0 / Buchcover by Kiepenheuer & Witsch

Ich liebe spirituelle Bücher und bin ständig auf der Suche nach neuem Futter. Das Buch „Die drei Fragen des Lebens“ von Don Miguel Ruiz habe ich, deshalb bereits vor seinem Erscheinen entdeckt. Ich wurde sofort neugierig und konnte es kaum erwarten sein neues Werk in meinen Händen zu halten. Freundlicherweise wurde mir „Die drei Fragen des Lebens“ vom Ullstein Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

In der Einleitung beginnt Don Miguel Ruiz mit einer einfachen Geschichte über einen alten Mann, der auf Grund eines Unwetters mit seinem Pferdewagen in einem Schlagloch stecken bleibt. Der alte Mann beruhigt sein Pferd, ist jedoch nicht in der Lage das gebrochene Rad des Wagens zu wechseln. Da kommt ein junger Mann des Weges, der ihm dabei hilft den Wagen zu reparieren. Nach einiger Zeit ist das Rad gewechselt und als Dank für die Hilfe teilt der alte Mann die Weisheit „Der drei Fragen“ mit dem Jungen. Auf genau diese drei Fragen und Ihre Antworten geht Don Miguel Ruiz in den weiteren Kapiteln ein, wobei er keine einfachen Übungen oder Antworten bereithält, sondern den Leser eher zum Nachdenken, Einfühlen und Reinhorchen anregt.

Don Miguel Ruiz widmet sich zunächst der ersten Frage und ihrer Antwort : Wer bin ich? Du wirst wissen, wer Du bist, wenn du erkennst wer Du nicht bist. Weiter geht es mit der zweiten Frage: Was ist wirklich? Und der Antwort: Du wirst wissen, was wirklich ist, wenn du akzeptierst, was nicht wirklich ist. Dann kommt er schließlich zur dritten Frage: Was ist Liebe? Und seiner Antwort: Du wirst wissen, was Liebe ist, wenn du erkennst, was Liebe nicht ist.

Im Nachwort regt und Don Miguel Ruiz an aufzuwachen, unsere ganz persönlichen Potenziale zu erkennen und unsere Fähigkeiten zu nutzen. Und endlich aufzuhören uns kleiner zu machen als wir sind. Die einfache Geschichte aus der Einleitung lädt uns Leser ein über unser Leben nachzudenken und schlägt eine Brücke vom Leben des Einzelnen über die Eigenheiten in Familien, anderen Kulturen, anderen Gemeinschaften bis hin zu Prägungen durch unsere Regierungen. In seinem Buch „Die drei Fragen des Lebens“ teilt Don Miguel Ruiz seine Erkenntnisse zu diesen drei Fragen und regt seine Leser dazu an, die Fragen ins eigene Leben zu integrieren.

Meinung:

Die drei Fragen des Lebens ist kein einfaches Buch. Lesen und verstehen sind hierbei zwei völlig verschiedene Arten diesem Buch zu begegnen. Die einfache Geschichte in der Einleitung zu lesen ist mir leichtgefallen. Ich konnte dabei Nicken und innerlich sagen, ja das sehe ich auch so, das verstehe ich, das kann ich nachvollziehen. Doch der Abschnitt über die erste Frage des Lebens: „Wer bin ich?“- „Du wirst wissen, was wirklich ist, wenn wir wissen, wer wir nicht sind.“ ist mir beim ersten Lesen unglaublich schwergefallen. Einige Passagen waren mir völlig unverständlich und ich fragte mich, was der Autor mit diesem Buch sagen will. Ich hatte plötzlich Schwierigkeiten mit Begrifflichkeiten, die ich normalerweise durchaus in meiner Kommunikation nutze. Es fiel mir schwer Gewaltenteilung, Legislative, Judikative, Exekutive, Oberbefehlshaber, Untergebenen, Justiz, Richter, Vorstand, Denker, Regierung, Kopf, Verstand, Herz, Schuld, die Stimme des ICHs, das wahre Selbst in mir zu entdecken und zu sortieren. Und ja, vielleicht auch zu akzeptieren, dass sie alle ein Teil von mir sind. Jedenfalls wurde in diesem Abschnitt in meinem Kopf alles durcheinandergewirbelt.

Alles worüber Ruiz schreibt, scheint mir einerseits klar zu sein, andererseits bringt es mich völlig durcheinander. Zeitweise hatte ich das Gefühl einfach nichts mehr zu verstehen. Es machte mich völlig ‚kirre‘ im Kopf. Mein Verstand sucht nach Halt, ich suche nach Erklärungen, sehne mich nach einem Lexikon für alle Begrifflichkeiten. Zeitweise bin ich ratlos, verzweifelt, verständnislos. Fragen habe ich viele im Kopf, aber wo bleibt die Erkenntnis? Ich suche das Problem bei der Übersetzung und fragt mich, ob ich vielleicht einfach zu blöd bin, ein so philosophisches Buch zu verstehen. Hätte ich nicht bereits alle anderen Werke des Autors mit großer Begeisterung gelesen, wäre das Buch vermutlich ungelesen ins Regal gewandert. Doch irgendwie spüre ich, dass es noch eine Perle der Weisheit für mich bereithält, die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen kann. Also lese ich einfach weiter. Krampfhaft und verbissen versuchte ich zu verstehen und Gründe dafür zu finden, warum es mir nicht gelingt. Ich nehme wahr, dass ich schnell dazu neige die Schuld bei anderen zu suchen, sogar mein Körper wird zum Spiegelbild. Mein Rücken ist verkrampft und verhärtet, jede Bewegung tut weh! Ich liege auf der Couch und kann nicht aufstehen und bin definitiv nicht in der Lage in die Arbeit gehen. Also bleibe ich liegen und habe ich Zeit zum Lesen.

Mit der zweiten Frage „Was ist wirklich?“ Tue ich mir deutlich leichter. Ich hinterfrage all meine Gedanken zum Buch: „Was ist wirklich?“ Es erscheint mir logisch, daß sich die Wirklichkeit jederzeit ändert, je nach Lebenssituation, Blickwinkel und Betrachtungsweise, nach persönlicher Verfassung, Kultur, Religion und Auffassung. Wir selbst haben unsere eigenen Gesetze (Glaubenssätze) gemacht und sobald wir anfangen diese zu überdenken, können wir nach und nach aus unserem Gefängnis ausbrechen. Wir können lernen uns selbst liebevoll zu begegnen, diplomatisch zu sein und aufzuhören uns selbst zu verletzen, um schließlich mir uns selbst Frieden zu schließen. Etwas verändert sich in mir während ich dieses Buch lese, in meinem Fühlen, in meinem Denken, in meiner Wahrnehmung. Ich hinterfrage all meine Gedanken über mich: „Was ist wirklich?“ Alte Glaubenssätze über mich tauchen auf. Bin ich wirklich zu „blöd“, einen so philosophischen Text zu lesen? Oder ist der Text einfach blöd? Doch ein Text ist ein Text, was kann daran blöd sein? Ich verstehe Ihn halt grad nicht auf Anhieb. Aber deshalb bin ich nicht blöd, vielleicht ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht habe ich in meinen spirituellen Ausbildungen schon so oft mit den Fragen „Wer bin ich?“ und „Wer bin ich nicht?“ auseinandergesetzt, dass zurzeit keine neuen Erkenntnisse kommen!? Vielleicht bin ich zurzeit aber auch einfach überarbeitet, aber deshalb bin ich nicht blöd. Ich schließe Frieden mi mir selbst. Auf einmal wird mein Kopf frei.

Don Miguel Ruiz schreibt: „Der Gedanke ist die Reflexion, würden wir nach ihm greifen wollen gingen wir leer aus.“ Ja, das ist es. Ich versuche die ganze Zeit zu verstehen, also versuche ich die Gedanken zu greifen, gehe ich dadurch leer aus? The Work von Byron Katie kommt mir in den Sinn und Ho'oponopono von Dr. Hew Len. Durchs Fragen stellen gelange ich auf neue Ebenen. Die Wirklichkeit eines Anderen kann sich von meiner Wirklichkeit völlig unterscheiden oder aber auch nicht. Wir alle kennen Menschen, die ähnlich denken, mit Ihnen tun wir uns leicht und wir haben die wenigste Reibung…. Auf einmal tun sich mir neue Tore auf, ich verändere meinen bisherigen Blickwinkel und beschließe einfach weiter zulesen ohne allzu viel zu denken und merke, dass es mir gut tut, auch wenn es mir nicht leicht fällt.

Die dritte Frage: Was ist Liebe? Und seine Antwort: Du wirst wissen, was Liebe ist, wenn du erkennst, was Liebe nicht ist, hinterfragt unser Verständnis zur Liebe. Was halten wir für Liebe? Woran halten wir durch unser Denken über die Liebe fest? Und was ist Liebe nicht, Was kann sie nicht sein, was will sie nicht sein? Wann lieben wir und wann lieben wir nicht? Können wir lieben, wenn wir uns selbst nicht Lieben. Immer wieder tauchen in mir neue Fragen auf über mein Verhältnis zur Liebe? Dieses Buch hat mir einen völlig neuen Blick auf mich selbst geschenkt, auf mein Leben, auf meine Familie, auf die Gesellschaft uns auf unser Miteinander.

Beim zweiten Lesen tue ich mir schon leichter. Um herauszufinden wer ich bin, schlägt Don Miguel Ruiz vor einen Blick auf das zu werfen, wer wir nicht sind. Es ist als ob nun völlig andere Sätze auftachen, wichtig erscheinen. Wir selbst haben uns die Macht verliehen, über die Wirklichkeit der Hauptperson in unserer eigenen Geschichte zu bestimmen. Diese Hauptperson nennen wir ICH. Und wie wir dieses ICH beschreiben, hängt sehr stark von unseren Prägungen in unserer Ursprungsfamilie und unserer Geschichte ab. Mir wird klar, wie sehr ich beim ersten Lesen dazu geneigt habe einen Schuldigen zu finden. Das Buch, das einfach unverständlich ist, der Autor, der nicht klar sagt, was er mit diesem Buch erreichen will, die Übersetzung, die möglicherweise grammatikalisch nicht einwandfrei ist, oder ich selbst, die einfach zu blöd ist das Buch zu verstehen. Ich versuche krampfhaft zu verstehen und verbissen Gründe dafür zu finden, warum das nicht geht. Ich suche die Schuld bei anderen, mein Körper wurde zum Spiegel, der sich im Hexenschuß zeigte.

Ich hinterfrage: Was ist wirklich? – Auf einmal dreht sich das Bild: Genau genommen verstehe ich doch recht viel. Auch, wenn mir diese Erkenntnis kurzzeitig wieder weg geflutscht ist. Mein Denken über mich und andere hat sich verändert und verändert sich weiter. Mit ähnlich denkenden Menschen haben wir die wenigste Reibung, mit andersdenkenden Menschen bekommen wir die größten Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit uns selbst. Mit diesem neuen Verständnis sollte ich vielleicht Teil 1 nochmal lesen ... inzwischen habe ich beim Lesen einen gelben Leuchtstift in der Hand und markiere die für mich wichtigsten Zeilen. Manche Passagen lese ich laut, weil ich herausgefunden habe, dass lautes Lesen mich anders berührt, als leise zu lesen. Früher hätte ich mir nicht zugestanden, in einem Buch Zeilen zu markieren. Vieles ändert sich an meiner Haltung zu mit. Wo, mich dieses Buch hinführen wird, kann ich noch nicht genau sagen. Aber ich merke, dass ich mich in den letzten Wochen in meinem ganzen Auftreten völlig verändert habe. Ich stehe zu mir selbst, nehme immer deutlicher wahr, was mir persönlich wirklich wichtig ist und bringe dies zum Ausdruck. Ich glaube mein Umfeld muss sich erst noch daran gewöhnen und ich möchte einen liebevollen Weg für alle finden, das darf ich noch üben…..

Inzwischen lese ich das Buch zum dritten Mal und immer mehr Seiten werden gelb. Die drei Fragen sind eng miteinander verknüpft, wie Zahnräder, die ineinandergreifen. Aber das dürft Ihr gerne selbst rausfinden… Vielen Dank an Don Miguel Ruiz für diese Inspiration, vielen Dank an den Ullstein Buchverlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Übersetzer, die Lektoren, die Gestalter, die Setzer, die Drucker und Binder, einfach an alle die an diesem Buch mitgewirkt haben.

Autor:

Don Miguel Ruiz wurde in eine Familie mexikanischer Curanderos (Heiler) und Naguals (Schamanen) geboren. Er folgte dem ihm vorgezeichneten Weg jedoch zunächst nicht, sondern studierte Medizin und wurde Chirurg. Eine Nahtod-Erfahrung nach einem Autounfall veränderte sein Leben und er widmete sich fortan dem Studium der Lehre seiner Vorfahren. Sein Lehrer wurde sein verstorbener Großvater, der ihn in Träumen unterwies. Der Kinofilm "8 Sekunden - Ein Augenblick Unendlichkeit", produziert von Til Schweiger (2015), basiert auf Ruiz´ Meisterwerk "Die Vier Versprechen", und der Autor tritt darin in einer Gastrolle auf

Buchinfos:

Titel: Die drei Fragen des Lebens: ... und Antworten, die neue Wege eröffnen
Originaltitel: The Three Questions - How to Discover and Master the Power Within You
Autor: Ruiz, Don Miguel
Übersetzer: Jochen Winter
Verlag: Ullstein, 2019
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Paperback, 160 Seiten
ISBN-13: 978-3-7934-2402-4


© Cover und Biografie Ullstein Verlag

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Was war nochmal im dreißigjährigen Krieg los? Hmm der war 30 Jahre lang. Und was ist mit den Glaubenskriegen in der Zeit, den Schlachten die in ganz Deutschland tobten, der Kolonialisierung und den Nixen in der Werra. Ja echt Nixen in dem Fluss, solche die arglose Reisende angreifen und Blutzoll fordern.

In diese Zeit und Welt nimmt einem Markus Heitz in seinem neuen Buch "Die dunklen Land", erscheinen 2018 im Knaur Verlag, mit. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Es ist ein historischer Fantasyroman der sowohl Elemente aus historischen Romanen als auch phantastische Bestandteile hat.

Inhalt:

Deutschland ist zersplittert, überall herrscht Krieg. Hunger und Elend breiten sich im Land aus. Die junge Aenlin reist aus ihrer Heimat England nach Hamburg, um dort das Erbe ihres berühmten Vaters Solomon Kane entgegenzunehmen. Allerdings läuft dies nicht so, wie erwartet, denn der Verwahrer des Erbes kann Aenlin ihr das Vermächtnis nicht übergeben. Daraufhin wird sie auf eine abenteuerliche Reise nach Bamberg geschickt um fünf Frauen nach Hamburg zubringen, und danach ihr endlich ihr ersehntes Erbe ausgehändigt zu bekommen. Sie hat keine Wahl und nimmt den Auftrag an. Aber sie muss nicht allein reisen. Zu ihrer Gruppe gehören zusätzlich zu ihrer Freundin Tamina, eine Gruppe von Söldnern und Casper von und zu dem Dorffe, einem Duelllisten. Doch ein seltsamer Pestartzt verfolgt die Gruppe, er will ihre Mission verhindern und Aenlin töten.

Meinung:

Nach dem meinen Rezensionen zu Doors, kommt jetzt meine Meinung zu „Die dunklen Lande“. Dieser Roman ist ein historischer Fantasyroman, dessen Handlung im Jahr 1692 angesiedelt ist.

Ein Punkt, der mir bei diesem Roman gleich zu Beginn besonders auffällt, ist die Hauptfigur Aenline Kane. Sie ist eine besondere Frau, dies wurde mir auch beim Lesen immer wieder bewusst. Sie ist sehr stur, stark und unbeugsam wenn auch im Gegensatz zu ihren Gefährten unerfahren und naiv. Auch die anderen Figuren haben alle sehr individuelle Charakterzüge, die sich aber leider kaum weiterentwickeln. So bleibt der böse Schurke vom Anfang immer der böse Schurke und der Held bleibt der Held mit seinem Stärken.

Kommen wir als Nächstes zur Handlung des Buches. Diese empfand ich in der ersten Hälfte des Buches sehr klar und gut strukturiert man wusste das es eine Reise mit Hürden und Aufgaben zu bewältigen gilt. Ab der zweiten Hälfte wirkt etwas chaotisch und gehetzt. Die klare Line verschwindet und es wirkt wie ein Hin und Her schupsen. Die Helden werden getrennt, finden wieder zusammen und alles geht drunter und drüber. Für mich persönlich war dies etwas zu unkoordiniert. Dem Gesamtbild schadet dies leider etwas da es mir dann schwer viel eine tiefe Bindung zu fassen und mit zu fiebern. Gerade im ersten Teil fand ich es auch sehr spannend, zu sehen, wie die Helden mit kleineren und größeren Hindernissen umgehen. Dies nimmt aber gegen Ende leider auch etwas ab. Zum Ende muss ich, aber auch noch gestehen ich mochte es nicht, da es etwas zu verwirrend und erzwungen wirkte. Die zusätzlich eingeführten Gegenspieler waren mir zu platt und ich konnte leider kein Verständnis für sie entwickeln sie aber auch nicht hassen. Ich hatte eine gewisse Gleichgültigkeit ihnen gegenüber. Da ich tiefgründige Schurken sehr schätze, verliert dieses Buch bei mir etwas an Empfehlungswert. Ich würde das Buch dennoch Empfehlen wenn man Markus Heitz und Fantasy Fan ist, aber mal keine Reihe, sondern einen Einzelband lesen möchte.

Der Schreibstil ist typisch Markus Heitz, humorig, dunkel und mit dem gewissen Schuss Sarkasmus. Ich mag diese Art des Schreibens und lese immer wieder gerne Bücher von ihm. Es ist sehr unterhaltsam und macht Spaß zu lesen.

Als Fazit zu meinem ersten historischen Fantasyroman muss ich sagen, dass mich die Namen von bekannten Städten und Flüssen gerade am Anfang etwas heraus gerissen haben, da ich es gewohnt bin Highfantasy zu lesen und dort, ich mir selbst meine Bilder im Kopf erstellen, ohne reale Vorbilder für Orte zu haben. Dies verflog dann aber doch recht schnell. Ich bin positiv überrascht und würde auch gerne mehr in diese Richtung lesen auch wenn das Ende dieses Buches nicht meinem Geschmack entsprochen hat, waren die Figuren witzig und der Schreibstil großartig.

Ich habe Markus Heitz auch unter anderem, während des Seraph Leseabends getroffen. Meinen Erfahrungsbericht findet ihr hier

Autor:

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 40 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.

Buchinfos:

Titel: Die dunkeln Lande
Autor: Heitz, Markus
Verlag: Droemer Knaur, 2019
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 560 Seiten
ISBN-13: 978-3-4262-2676-6


© Cover und Biografie Knaur Verlag /© Autorenfoto Stefan Freund

"Tha­la­mus, der; Hauptteil des Zwischenhirns, griechisch thálamos=Kammer"

Heute habe ich für euch die Rezension zu Ursula Poznanskis „Thalamus“. Wir hatten das Glück, das Buch auf der Frankfurter Buchmesse 2018 als Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Leider ist es zeitlich bei mir relativ lang liegen geblieben, auffällig war für mich noch, dass uns der Roman auch noch auf dem Hugendubel Buchempfehlugsabend ausdrücklich ans Herz gelegt wurde.

Inhalt:

Nach einem schweren Motorradunfall, mit Koma und Komplikationen, beginnt Timo sich auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, langsam wieder an ein normales Leben zu gewöhnen. Timo erholt sich langsam aber sicher, währen da nicht immer diese unheimlichen Stimmen und unerklärlichen Vorkommnisse. Unklar ist auch, welches Geheimnis Timos Zimmernachbar, ein Wachkomapatient, vor allen verbirgt. Und was geht eigentlich in dem streng abgeriegelten Computerraum in einem der oberen Stockwerke vor sich?

Meinung:

Für mich war es der erste Roman von Ursula Poznanski, und er war wirklich gut. Man merkt dem Schreibstil zwar deutlich an, das es ein für Jugendliche konzipierter Roman ist, aber auch erwachsene Leser kommen definitiv auf ihre Kosten. Poznanski misch hier geschickt Fiktion mit realen Tatsachen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Autorin baut relativ lange Spannung auf, und lässt dann die Handlung auf wenigen Seiten explodieren und zu einem leider etwas erwartbaren Ende kommen. Trotzdem fibert man als Leser immer mit, ob es nun so ausgeht wie man es sich erhofft. Einzig das Abschlusskapitel fand ich persönlich zu kurz, anderer seits lässt es Luft für einen möglichen zweiten Teil.

Autor:

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendbuchautorinnen und ihre Thriller für Erwachsene sind genauso regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden wie ihre Jugendbücher. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Weltenwanderer
Sternenbrise
Tintenhain

Buchinfos:

Titel: Thalamus
Autor: Poznanski, Ursula
Verlag: Loewe Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 448 Seiten
ISBN-13: 978-3-7855-8614-3


© Autorenprofil und Cover Loewe Verlag