Springe zum Inhalt

Von mir gibt es heute mal wieder eine Eschbach-Rezension. Heute gibt es die Rezension von Andreas Eschbachs „Ein König für Deutschland“, erschienen 2009 im Lübbe Verlag.

Inhalt:

„Die Leute, die die Stimmen abgeben, entscheiden nichts. Die Leute, die die Stimmen zählen, entscheiden alles.“ ~ Josef Stalin

Vincent Merrit, Programmierer bei einer Softwareschmiede in Philadelphia, erhält von seiner Chefin einen neuen Auftrag: „Schreibe ein Programm zur Manipulation von Wahlergebnissen auf Wahlcomputern.“ Leicht irritiert macht sich Vincent an die Arbeit, doch schnell kommen ihm ethische und moralische Zweifel über die Rechtmäßigkeit der Arbeit. Er liefert das Programm trotzdem bei seinem Auftraggeber ab, doch kurz darauf gewinnt der als chancenlos geltende Gegenkandidat die Wahl. Vincent gibt seine Anstellung auf und zieht sich zurück, bis eines Tages ein alter Bekannter vor der Tür steht und beginnt ihn mit der alten Geschichte zu erpressen.

Szenenwechsel, Deutschland einige Zeit später: Die Landtagswahl endete mit einer noch nie da gewesenen Pat Situation, keine der vorher denkbaren Koalitionen ist mehr möglich. Und das wo doch die Bundestagswahl relativ zeitnah bevorsteht. Wer ist diese VWM Partei, die auf einmal auf der Bildfläche erscheint? Was hat Herr König mit der ganzen Sache zu tun, und warum interessieren sich auf einmal so viele Hacker für Wahlcomputer?

Meinung:

„Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte.“ Soweit der Verlag zum Buch. Niemand kann verstehen, wie es soweit kommen konnte? Wirklich niemand? DOCH. Der aufmerksame Leser von Eschbachs Roman „Ein König für Deutschland“ kann es. Der Roman führt den Leser erst einmal ausführlich in die Hintergründe von Programmierung und Wahlmanipulation ein. Den Abgeordneten Frank Hill beispielsweise, lässt Eschbach als den Unwissenden in der Handlung einführen, dem erst einmal ausführlich das Konzept von Programmierung erklärt wird. Nach und nach erfährt der Leser, angereichert auch durch dutzende Referenzlinks, welche Länder Wahlcomputer einsetzen, wie sich diese auf die US Wahl 2001 auswirkten und wie Wahlen und die dazugehörigen Prognosen berechnet werden. Die Romanhandlung eskaliert so weit, dass die „Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie“ schließlich ihr Ziel erreicht, und der Hauptprotagonist tatsächlich zum König gekrönt werden soll.

Mein Fazit: Eschbach in Reinform. Hervorragend recherchiert, sauber mit Quellen dokumentiert und spannend. Für mich als ITler spannend und nachvollziehbar, aber meiner Meinung nach auch für nicht-IT-affine Menschen gut zu verstehen. Noch während der Schreibphase des Buches wurden glücklicherweise Wahlcomputer bei der Bundestagswahl 2009 in Deutschland vorerst untersagt. Doch ganz gebannt ist die Gefahr leider bis heute nicht, Gesetzgeber und Rechtssystem ließen leider Möglichkeiten für ein come back von Wahlcomputern offen.

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Buchtrailer:

Buchinfos:

Autor: Eschbach, Andreas
Titel: Ein König für Deutschland
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2011
Sprache: German
Seitenzahl: 491
ISBN: 9783404160181


© Autorenprofil und Cover Bastei-Lübbe Verlag

Ich hatte die große Ehre, das mir der Verlag Bastei-Lübbe den neuen Roman von Andreas Eschbach "NSA - Nationales Sicherheits-Amt" vor Erscheinungstermin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Inhalt:

Weimar 1942: Das Nationalen Sicherheits-Amt (NSA) ist in heller Aufregung! Reichsführer SS Heinrich Himmler hat seinen Besuch im NSA angekündigt. Er will endlich Resultate sehen. Ein Programm wie dieses hatte es bis dahin noch nicht gegeben, und Himmler möchte endlich den Erfolg des Programmes sehen. Ein Programm, welches mit seinem ganz und gar entsetzlichem Ergebnis, das vielleicht sogar Kriegsentscheidend sein könnte, für Angst und Schrecken unter den Mitarbeitern des NSA sorgt.

Früher: Helene Bodenkamp, Mädel aus gut deutschem Hause, derzeit Schülerin an der Oberprima hat eine Leidenschaft: Programmieren. Im Ziel Programmstickerin zu werden, auch von ihrem Onkel unterstützt, wird recht schnell das NSA auf ihr Talent aufmerksam. Für Helene beginnt damit ihr Weg tief in die Geheimnisse der NSA und die schreckliche Realität zwischen Krieg und Unterdrückung des eigenen Volkes. Als schließlich das Leben der Liebe ihrers Lebens auf dem Spiel steht, beginnt Helene einen Plan zu entwickeln.

Auch früher: Eugen Lettke, Analyst beim NSA, beginnt recht schnell die für ihn positiven Seiten des Geheimdienstes für sich und privaten Rachegelüste zu nützen, und setzt die Mittel des NSA dazu ein eine alte Jugendfehde brutal auszutragen. Er zieht die unbedarfte Helene recht schnell in seine Machtspiele, in denen er auch die Überwachungsmittel des NSA für seine Zwecke nutzt, hinein.

Meinung:

„Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?“

Das ist die zentrale Ausgangsfrage in Andreas Eschbachs neuem Roman. Eschbach startet eine beeindruckende Szenarioanalyse zur Kernfrage „Was wäre, wenn es im Dritten Reich bereits digitale Medien und die Überwachungsmöglichkeiten der modernen Zeit gegeben hätte?“. Für mich, der sowohl privat als auch beruflich tief in der neuen digitalen Welt verwurzelt ist, mit all ihren schönen Seiten – aber auch immer ihren Gefahren bewusst, ist NSA ein absolutes Meisterwerk. Eschbachs Geschichte baut zu Zeiten der Weimarer Republik einen Geheimdienst auf, der unserer heutigen NSA nicht ähnlicher sein könnte, und garniert die Geschichte mit vielen grausamen Details wie diese Methoden von staatlicher Seite genutzt und missbraucht werden kann. Mal findet das NSA über statistische Analyse von Lebensmittelverbräuchen in Amsterdam die dort noch versteckt lebenden Judenfamilien, ein andermal gelingt es dem Team des Geheimdienstes, sehr berühmte Flugblattschreiber über die Position ihrer Handys zu ermitteln. Wenn man sich mit der Geschichte des Dritten Reiches beschäftigt hat, sind die bekannten Szenarien teilweise schon grauenvoll, der NSA setzt dem Ganzen aber noch die Krone auf.

GESAMTFAZIT: Andreas Eschbach schafft mit NSA meiner Meinung nach ein Meisterwerk. Vorkenntnisse gerade über die Zeit des Nationalsozialismus und die Aufklärungen Edward Snowdens zum realen Geheimdienst NSA erleichtern das lesen deutlich, und runden das Leseerlebnis ab.

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Tintenhain
Jaspers Buchblog
Monis Zeitreise

Buchtrailer:

Buchinfos:

Autor: Eschbach, Andreas
Titel: NSA - Nationales Sicherheits-Amt
Verlag: Bastei-Lübbe Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
Sprache: German
Seitenzahl: 798
ISBN: 9783785726259


© Autorenprofil und Cover Bastei-Lübbe Verlag / © Autorenfoto Olivier Favre

Da sich mittlerweile das ein oder andere (alle?) Buch von Andreas Eschbach in meiner Bibliotek befindet und ich langfristig vor habe für die meisten auch Rezesionen zu schreiben, hier mal einn kurzer Überblick über alle Bücher die ich von Andreas besitze. Bücher von Andreas lese ich schon seit der frühen Schulzeit, damals angefangen mit "Das Marsprojekt". Ich hatte das Vergnügen Andreas sowohl auf der Frankfurter Buchmesse 2017, als auch auf der Leipziger Buchmesse 2018 treffen zu können. Seit dem habe ich auch einige von ihm signierte Bücher in meiner Sammlung 🙂

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan. ...weiterlesen "Kurzüberblick: Andreas Eschbach"

Heute gibt es die Rezension zum ersten Band von Andreas Eschbachs Pentalogie „Das Marsprojekt“, „Das ferne Leuchten“, erschienen 2005 im Arena Verlag. Es war das erste Buch, das ich von Andreas gelesen habe. Mit dem Buch verbinde ich viele Erinnerungen an meine Schulzeit, seit der Frankfurter Buchmesse 2017 ist das Buch endlich auch von ihm signiert.

Inhalt:

Die Freunde Ariana, Ronny, Carl und Elinn sind etwas besonderes, sie leben nämlich auf dem Mars, sie sind hier aufgewachsen. Kurz nach beginn der Handlung erreicht die Marssiedler die Ankündigung, dass die Besiedelung des Mars aufgegeben werden soll, und die Marsstation aus Kostengründen geschlossen wird. Ellin, als die jüngste der Marskinder, und die einzige, welche auch auf dem Mars geboren wurde, verkraftet die Neuigkeit nicht wirklich gut und beschließt notfalls allein auf dem Mars zu bleiben. Davon überzeugt, dass dies nicht funktionieren wird, versucht Carl, Ellins älterer Bruder, sie von ihrem Plan abzubringen. Im Verlauf der Handlung erfahren wir nach und nach, dass der Vater von Ellin und Carl bei einer Expedition auf dem Mars ums Leben gekommen ist, was dann auch erklärt warum Ellin so eine starke Bindung an ihre Heimat, die Marsstation hat. Als Ellin schließlich auf der Marsbeobachtungsplattform auf einmal „Das Leuchten“ sieht, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, und die vier Kinder begeben sich auf ein rasantes Abenteuer innerhalb der Marsstation und der Marsoberfläche. Doch die Zeit drängt, die Raumschiffe mit welchen die Siedler auf die Erde zurückkehren sollen sind bereits in der Marsumlaufbahn angekommen.

Meinung:

Tja, was soll ich sagen? Eines meiner persönlichen Lieblingsbücher. Die Romanreihe „Das Marsprojekt“ ist zwar als Jugendbuch konzipiert, ich finde es aber auch heute noch als „Erwachsener“ sehr lesenswert, kurzweilig und spannend. „Das Leuchten“, ursprünglich von Andreas als Einzelband konzipiert, wurde schließlich nach vierjähriger Pause, und einem unglaublich gemeinen Cliffhanger schließlich 2005 mit „Die blauen Türme“ grandios fortgesetzt und schließlich zur Pentalogie erweitert. Die detaillierten Schilderungen der Marsstation, der Marsoberfläche und einem möglichen Leben auf dem Mars runden die Geschichte ab.

Ich persönlich, hoffe ja immer noch auf eine weitere Fortsetzung, oder ein weiteres Se- oder Prequel, ausreichend potential hätte die Geschichte definitiv noch.

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Buchinfos:

Autor: Andreas Eschbach
Titel: Das Marsprojekt: Das ferne Leuchten
Verlag: Arena Verlag
Sprache: German
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-404-15040-3


© Autorenprofil Bastei-Lübbe Verlag / © Autorenfoto Olivier Favre / © Cover Arena Verlag

Heute gibt es die Rezension zu "Der letzte seiner Art" von Andreas Eschbach, erschienen im Lübbe Verlag.

Inhalt:

Duane Fitzgerald, der in einem kleinen irischen Fischerdorf lebt, hütet ein Geheimnis. Ein Geheimnis das faszinierend und erschreckend zu gleich ist. Duan wurde vom Militär aufgerüstet – geUpgraded. Mit Hilfe der modernen Technologie kann er besser sehen, schneller laufen und besser hören als jeder gewöhnliche Mensch. Kurz um, der perfekte Elitekämpfer. Doch es ging etwas schief und das Experiment wurde abgebrochen und aufgegeben. Das Militär ermöglicht es ihm an einem Ort seiner Wahl zu leben, wenn er dafür über das Experiment Stillschweigen bewahrt. Doch es kommt anders, ein Journalist taucht auf und beginnt Fragen zu stellen, für ihn lebensnotwendige Lieferungen bleiben aus und auf einmal wird Duan beschossen und eine Jagd um Leben und Tod beginnt.

Meinung:

Gewohnt hohe Eschbach-Qualität. Sehr ausführliche realistisch klingende Beschreibungen der Biomodifikationen des Protagonisten. Eschbach zeigt gleich zu Beginn die schwächen und Probleme dieser Technologie auf – Duane kann sich anfangs nicht bewegen, da die Batterie, welche die Motoren in seinem Körper steuert einen Wackelkontakt hat. Grundsätzlich wirkt die Technologie, welche in Duane verbaut wurde deutlich in die Jahre gekommen, und es wird deutlich das Duane eigentlich „veraltet“ ist. Eschbach wirft hier gleich die Frage auf „was ist wenn die Technologie in mit veraltet ist?“. Es werden gerade zu Horrormäßig anmutende Operationen beschrieben, bei welchen Duane umgebaut wird, und das ohne sich zu sehr in überflüssigen Details zu verlieren. Das der Protagonist dann auch noch Seneca liest und das Ganze von der philosophischen Schiene her angeht, rundet die Geschichte ab. Bei mir wurde das Buch am ersten Abend komplett leergelesen, kurz um ein sehr kurzweiliger Roman, mit dem man definitiv Spaß haben kann.

Alternativ greift ihr auf das von Martin May gesprochene wunderbare Hörbuch zurück

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Buchinfos:

Autor: Andreas Eschbach
Titel: Der letzte seiner Art
Verlag: Bastei-Lübbe Verlag
Sprache: German
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783404153053


© Bilder und Autorenprofil by Bastei-Lübbe Verlag / © Autorenfoto Olivier Favre