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Die Welt ist zerfallen, hunderte von Weltensplittern und Königreichen schweben zwischen dem Himmel und dem Mahlstrom. Allein die Gabe der Levitation vermag die einzelnen Splitter zu verbinden. Aus diesem Grund entscheiden die Meisterinnen der Gilde über das Schicksal aller.

Heute stelle ich euch „Splitterwelten“ von Michael Peinkofer und Christoph Dittert das 2012 im Piper Verlag erschienen ist vor.

Inhalt:

Die Handlung dieses Romanes setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zwischen denen innerhalb des Buches jeweils nach einem Kapitel gewechselt wird. Die erste Protagonistin ist Kalliope, eine unerfahrene Schülerin der Levitatengilde, die die Macht haben zu schweben und Schiffe zwischen den Weltensplittern zu bewegen. Sie wird gemeinsam mit ihrer Meisterin Cedara auf eine entfernte Welt geschickt, um dort den Mordfall an einer ihrer Schwestern aufzudecken. Doch während für die Schülerin, ihre Werte klar nach dem Kodex der Gilde definiert sind, verstrickt diese sich immer weiter in finstere Intrigen und fragwürdige Vorkommnisse treten ans Licht. Die Welt befindet sich kurz vor dem Ausbruch eines Krieges, dessen Ausgang das Schicksal des Sanktuarios bestimme wird. Der zweite Protagonist ist der Menschen Sklave Kieron, der in einer anderen Welt wie Kalliope lebt. Hier sind die Menschen nicht die oberste Rasse, sondern den sogenannten Animalen unter geordnet. Diese Animalen sind Halbwesen halb Mensch halb Tier. Kieron wird an einem Abend, der sein Leben verändert, von genau so einem Animalen, genauer gesagt einem Pantheriden, befreit und in eine gefährliches Schatzsuche hineingezogen. Die beiden werden bei einem Raubzug des Pantheriden Croys erfasst und zusammen mit dem Gastwirt einem Chamäleonid namens Jago auf die Suche nach einem mächtigen Artefakt geschickt, dessen Fähigkeiten keiner kennt. Man weiß nur das sich einspezielles Symbol darauf befindet.

Meinung:

Ich habe mir dieses Buch bereits vor über zwei Jahren gekauft und immer gedacht auch das ist ein Einzelband, wenn du mal Lust auf ein „kurzes“ Fantasyabenteuer hast, kann man das lesen. Aber ich hatte dann immer Fantasyreihen auf dem SuB liegen. Dies hat die Frankfurter Buchmesse geändert, denn dort durft ich eine Lesung von Michael Peinkofer besuchen und war begeister. Er wirkt sehr sympathisch offen und wie ein großer Weltenbauer. Splitterwelten ist der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe, also hatte ich auch keine Vorerfahrung mit seinem Werken. Umso gespannter war ich, als ich in diese Welt eingetaucht bin, und nicht mehr auftauchen wollte.

Das Buch hat einen grandiosen Prolog, der den einen Handlungsstrang des Buches in Gang setzt und sofort welchen Ton das Buch anschlagen will. Gerade als man Sympathie entwickelt hat, stirbt der Charakter und man weiß ok niemand ist sicher und erwarte viel. Die Welt die Peinkofer hier erbaut wirkt mystisch geheimnisvoll, intrigant und gefährlich. Die Spannung ist wird allerdings gerade im Handlungsstrang von Kalliope ehr als drohende Gefahr wahr genommen, das sie noch den Schutz ihrer Meisterin hat und auf Ether noch sicher zu seien scheint.
Kieron Abenteuer hingegen beginnt ohne Erklärungen sofort actiongeladen mit einer Rauferei. Er selbst gehört als Sklave zur untersten Schicht der Bevölkerung, und weiß genauso wenig wie der Leser über die Intrigen und Ziele der Mächtigen. Man lernt durch seine Augen zu verstehen, dies ist eine faszinierend Abweichung von Standard des typischen mächtigen oder einflussreichen Helden ist. Beide Figuren durchleben ihre persönlichen Heldenreise mit ihren Mentoren, ihren Prüfungen und Wendungen. Es ist nichts, was man nicht bereits in anderen Büchern gesehen hat, doch war es für mich sehr packend sie im Rahmen dieser sehr spannenden Welt zu Verfolgen.
Die Figuren an sich sind sehr klar in ihren Charakter definiert, so ist Kalliope, eine selbstbewusste impulsiver, aber auch naive Person, die glaubt das das Gesagte der Gilde immer die Wahrheit entspricht und immer auf der Suche nach Gleichgewicht ist. Kieron ist dagegen unterwürfig; er hinterfragt nicht, welche Anweisungen man ihm gibt und steht sehr loyal für seine Freunde ein. Beide entwickeln sich innerhalb der Handlung weiter, doch da ist noch viel Luft nach oben. Die meisten anderen Charaktere sind relativ schlicht gehalten, aber dadurch auch sehr nachvollziehbar. Diese Charakterzüge bestimmen maßgeblich das Handeln der Personen, weshalb man nur selten überrascht wird. Es sind solide Figuren, die man mag und mitfiebert aber auch manchmal nerven können, wenn mal wieder beschrieben wird das Kieron nur gehorcht und nicht selbst denkt.

Als Fazit möchte ich sagen das ich gut unterhalten war und sich das Buch gut und schnell ließt. Die Welt großartig, sie steckt voller Geheimnisse und Fragen, die man noch beantwortet haben will. Negativ kann ich anmerken, dass die Geschichte etwas vorhersehbar war, dies mich allerdings wenig gestört hat. Ich würde es allen High-Fantasy Fans empfehlen, die raus aus dem Mittelalterfeeling mit Orks und Trollen wollen.

Autor:

Michael Peinkofer, 1969 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitete als Redakteur bei der Filmzeitschrift »Moviestar«. Mit seiner Serie um die »Orks« avancierte er zu einem der erfolgreichsten Fantasyautoren Deutschlands. Seine Romane um »Die Zauberer« wurden ebenso zu Bestsellern wie seine Trilogie um »Die Könige«. Mit »Die Legenden von Astray« führt Michael Peinkofer alle Fantasy-Fans in eine neue Welt.

Christoph Dittert, 1974 geboren, hat Romane aus den Bereichen Fantasy, Science-Fiction und Horror geschrieben und gehört zum Autorenstamm der Bücher um die »Drei ???«. Gemeinsam mit Michael Peinkofer schreibt er dessen Saga um die »Splitterwelten« fort.

Buchinfos:

Autor: Peinkofer, Michael ; Dittert, Christoph
Titel: Splitterwelten
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsjahr: 2012
Sprache: German
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783492269605


© Cover und Biografie Piper Verlag / © Autorenfoto Helmut Henkensiefken

„Manchmal gibt es gute Gründe sich vor der Dunkelheit zu fürchten“

Inhalt:

"Das Lied der Dunkelheit" ist der erste Teil aus der Roman Reihe „Demon Zyklus“ von Peter V. Brett. Der Protagonist ist der junge Arlen, der bereits sehr früh extreme Erfahrungen mit den sogenannten Dämonen macht. Diese sind an bestimmte Elemente, wie Feuer Holz oder Erde, gebundene Wesen die nachts erscheinen, die Dörfer überfallen und die dort lebenden Menschen töten.
Es gibt besondere Zeichen die, die Dämonen bei richtiger Anwendung abhalten können und doch bleibt die Angst. Angst als ständiger Begleiter der Menschen, die vergessen haben, wie man gegen die Dämonen kämpft. Die Angriffszeichen sind bereits vor langer Zeit verloren gegangen, doch ohne trauen sich die Menschen in Arlens Umgebung nicht den Kampf auf zunehmen.
In dieser Welt verliert Arlen in einer grausamen Nacht seine Mutter an diese Gestalten, schwört Rache und begibt sich auf einen sehr langen und schweren Weg raus aus dem Dorf rein in die Welt auf der Suche nach Menschen die den Mut haben sich nicht unterdrücken und verdrängen zu lassen, sondern bereit sind zu kämpfen.

Meinung:

Das Grundgefühl dieses Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe die ersten 100 Seiten, ohne auch nur aufzusehen, gelesen. Die Figur des Arlens habe in mein Herz geschlossen und jede Sekunde mit ihm gelitten, seinen Schmerz und seine unbändige Kraft, die er daraus zieht, gefühlt. Er ist ein so interessanter Protagonist, den man gerne verfolgt und er verständlich und nachvollziehbar handelt, in seiner Rebellion und seinen Kämpfen. Die Actionszenen mit den Dämonen sind so fesselnd und man spürt förmlich die Anspannung und riecht fast die Angst.
Bis das Buch einen Schnitt macht und den Ort innerhalb der Welt wechselt, dies hat mich so raus gerissen, das ich das Buch fast sechs Monate nicht angerührt habe bis ich wieder das Buch in die Hand nehmen konnte und weiter gelesen habe. Daraufhin wusste ich wieder, aus welchen Gründen ich dieses Buch so mochte, auch wenn mich die Figuren manchmal nervten, aber das Szenario ist so faszinierend, das man weiter lesen muss.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und spannend, hält auch in ruhigeren Momenten ein angenehmes Tempo und regt die Vorstellungskraft an. Besonders die Beschreibungen der einzelnen Dämonenarten haben es mir angetan und bringen die gewisse Portion Grusel dazu die das Buch braucht. Man hat das permanente Gefühl der Angst und Schutzlosigkeit, falls doch ein Siegel nicht in Takt seien könnte, dass sich sofort sehr stark auf den Leser überträgt.
Insgesamt mochte ich sowohl den Anfang als auch die zweite Hälfte sehr gerne und finde dies einen gelungenen Einstieg in diese High-Fantasy Welt.

Autor:

Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich ganz dem Schreiben von fantastischer Literatur widmete. Mit seinen Romanen und Erzählungen aus der Welt von »Das Lied der Dunkelheit« hat er die internationalen Bestsellerlisten gestürmt. Peter V. Brett lebt in Brooklyn, New York.

Buchinfos:

Autor: Brett, Peter V.
Titel: Das Lied der Dunkelheit
Verlag: Heyne-Verlag
Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: German
Seitenzahl: 800
ISBN: 9783453524767


© Cover und Biografie Verlagsgruppe Random House GmbH /© Autorenfoto Amelia D'Entrone

Ich stelle euch heute den Beginn der Urbanen-Fantasy Reihe Skulduggery Pleasant vor . „Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand: Band 1“ vom sehr sympatischen Derek Landy erschienen 2011 im Loewe Verlag. Ich selbst habe Derek Landy auf der Leipziger Buchmesse getroffen und mir ein Autogramm geben lassen, allerdings war ich so aufgeregt das ich mein Selfie mit ihm verwackelt habe, so typisch ich. Fazit dieser Lesung und dem 2 Stunden anstehen für das Autogramm war, ich haben mich für eine neuen interessanten Fantasy-Reihe begeistert.

Inhalt:

Dein reicher seltsamer Onkel stirbt, du erbst sein altes Haus, sein gesamtes Vermögen; jemand versucht dich umzubringen und ein lebendiges Skelett rettet dir das Leben. Er führt dir die Magie seiner Welt vor Augen und schon bist du ganz tief drin, zwischen Vampiren, Elementezauberen und einen mächtigen Feind der deinen Tod und den Untergang der Welt wünscht steht dir gegenüber.
Das alles erlebt die junge Stephanie als sich ihr leben durch das Auftauchen von Skulduggery Pleasant grundlegend ändert und sie mit an seiner Seite in ein magisches Abenteuer zieht.

Meinung:

Skulduggery Pleasant ist eine der Fantasy Reihe, die mir schon so oft empfohlen wurden, die ich allerdings immer vor mir her geschoben habe. Bis zur LBM 2018 dort habe ich Derek Landy bei einer Lesung gesehen und war so überzeugt von dem Mann, dass ich wusste: Jetzt musst du anfangen.
Natürlich hatte ich nun auch ganz klare Erwartungen an das Buch; ich wollte gut unterhalten werden und dabei in eine neue fantasyvolle Welt entführt werden. Jetzt nachdem ich den ersten Teil gelesen habe, kann ich nur sagen das, diese Erwartungen wurden voll erfüllt. Der Einstieg in die Welt ist für den Leser sehr einfach gestaltet, da man zusammen mit der Protagonistin Stephani die Welt entdeckt und mehr über sie lernt. Die Geschichte ist meist in der Personalenerzählweise, So dass man sich sehr gut mit Stephanie gleichgesetzt kann und ihr cooler Charakter lässt sie einfach ins Herz schließen. Sie ist tapfer mutig und hat immer einen Scherz auf den Lippen und nimmt sich selbst nicht immer zu ernst. Ihr recht junges Alter von 12 Jahren ist nicht störend und sorgt für ein paar sehr interessante Momente.
Ihr Begleiter Skulduggery Pleasant ist dagegen ein wandelndes Skelett mit Hut und Schal. Von Beruf ist Detektiv, doch Abenteurer trifft es aus meiner Sichtweise jetzt gerade besser. Es macht einfach Spaß das Geheimnis um Stephanies Großvater mit den beiden zu lösen und die Actionszenen gegen Ende des Buches bauen ein sehr schnelles Tempo und viel Spannung ein. Auch wenn gerade auf den letzten 70 Seiten es für meinen Geschmack fast zu viel war, da ich mich persönlich nach einer Auflösung des Konfliktes sehnte.
Im großen und ganzen ist es wunderschöne urbane Fantasy mit viel Herz und Humor die wenig Ansprüche stellt, aber gut unterhält und Lust auf mehr macht. Ich möchte jetzt unbedingt den zweiten Teil lesen und schauen wie sich dieser an die dich recht eigenständige Story von Teil eins anschließt.

Autor:

Derek Landy, geboren 1974, arbeitete als Karatelehrer und Drehbuchautor, bevor er die Idee zu seinen erfolgreichen Skulduggery-Pleasant-Büchern hatte. Die Reihe wurde in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und stürmte weltweit die Bestsellerlisten. Derek Landy lebt in der Nähe von Dublin in einem Haus, das vollgestopft ist mit Filmrequisiten. Besonders stolz ist er auf sein Original-Supermankostüm.

Buchinfos:

Autor: Landy, Derek
Titel: Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand Band 1
Verlag: Loewe Verlag
Sprache: German
Seitenzahl: 344
ISBN: 978-3785572689


© Cover und Biografie Loewe Verlag / © Autorenfoto Toby Madden 2016