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In diesem Beitrag werde ich meine Gedanken zur ersten Staffel von Doctor Who aus dem Jahr 2005 darstellen.Ich habe gerade vor ein paar Wochen angefangen diese Serie zu schauen und ich war sofort süchtig.

Handlung

Rose Tayler das ganz normale Mädchen von nebenan arbeitet in London und lebt ihr Leben, wie jeder andere Mensch auch, bis um sie herum seltsame Schaufensterpuppen zum Leben erwachen und der Doctor, ein sehr eigener Zeitreisender, ihren Weg kreuzt. Nach einigen Wirrungen und Konflikten wird sie schließlich zu seiner Gefährtin und reist fortan mit ihm und seiner Tardis durch Raum und Zeit. Alle Türen stehen ihr offen, sie treffen auf Außerirdische und sehen die verschiedensten Winkel des Universums. Ein großartiges Abenteuer durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, in dem sie viel über sich lernen wird, beginnt.

Schauspieler, Figuren und Entwicklungen

Der neunte Doctor der Reihe, wenn man die alte Serie dazu zählt, wird von Christopher Eccleston gespielt. Für Nichtkenner der Serie, wie mich bis vor ca. 5 Wochen, der Doctor kann sich regenerieren und verändert dadurch sein Aussehen, weshalb er immer wieder von anderen Schauspieler gespielt wird, wobei jeder ihm seine persönliche Note gibt, aber der Grundcharakter beibehalten wird.

Christopher Eccleston scheint als Doctor im ersten Moment ganz sympathisch, aber bei nähere Betrachtung wirkt er schnell oberflächlich und kühl.

In wichtigen emotionalen Momenten zeigt er Gefühle nicht in der Intensität, dass man sie als Zuschauer spüren kann. Ich habe das Schauspiel nicht, als schlecht empfunden, aber es macht dem Doctor zu einem Klischee Held, der er nun mal defentitiv nicht ist und nimmt ihn seine interessanten Facetten und die inneren Konflikte, die ihm so quälen, da diese nicht nach außen transportiert werden.

Billie Piper spielt die junge Rose, ein Klischee Londoner Teenygirl, die sehr naiv dargestellt wird, was aber nicht an ihrer schauspielerischen Leistung liegt, sondern das sich ihr Charakter nicht so stark weiterentwickelt, wie er es könnte und in späteren Staffeln tut. Sie wirkt oft flach und ohne tiefgreifende innere Konflikte. Alles plätschert etwas dahin und sie trägt immer nur ihre typischen Eigenschaften, die man schon nach Folge eins kennt nach außen. Erst zum Ende der Staffel bekommt sie eine wichtigere Rolle und die Stärke die ihre Figur braucht, um ernst genommen zu werden. Diese Art von Rose stellt Billie Piper sehr gut dar und sie wirkt sehr viel reifer und zum Beginn der neuen Staffel freut man sich auf mehr von ihr.

John Barrowman spielt Captain Jack Harkness und ist von der ersten Sekunde an unheimlich sympathisch und spezieller Charakter dem man Spaß hat ihn zuzuschauen, wie er seine Masche durchzieht und sich immer selbst und seiner Art treu ist. Er ist in dieser Staffel mein persönlicher Lieblingscharakter und ich freute mich auf jede Folge mit ihm und seinem Humor. Schauspielerisch ist bei dieser Figur alles on Point, mehr muss man zu ihm nicht sagen.

Bild, Ton und Schnitt

Bild Ton und Schnitt ist in dieser Staffel nicht herausragendes eine typische Fernsehproduktion von 2005. Es wurde wenig gewagt aber eine gute Qualität gehalten, auch wenn heute die spezial Effekte teilweise schlecht aussehen.

Fazit

Für mich als kompletter Who Neuling war es sehr interessant in diese neuen Welten einzutauchen und sie mit Rose zu entdecken. Das Konzept der Serie und die meist vorhandene innere Logik haben mich gefesselt und schon da nicht mehr losgelassen. Kurzum ich mag die Staffel, auch wenn sie einige fehlerhaft. Ich kann nur jedem sagen: „Schaut weiter“, es wird noch so viel besser. Doctor Who ist eindeutig eine Serie mit Suchtgefahr und viel Kreativität. Eine wirkliche Empfehlung für alle die Scifi, Zeitreisen, Humor und Serien mögen.

Nun noch ein letzter Satz, den ich von Schlaubibasti so oft während dieser Staffel gehört habe: „Es wird noch so viel besser“.


„Die Eulen sind nicht was sie zu sein scheinen“-
dies ist wohl das bekannteste Zitat aus der Kultserie Twin Peaks von 1990/91 von David Lynch und Mark Frost. Rund 25 Jahre nach Erscheinung der Originalserie veröffentlicht Mark Frost das Buch "Die geheime Geschichte von Twin Peaks" und erzählt auf sehr spezielle Art und Weise die Geschichte von Twin Peaks und dessen Bewohnern in den Jahren vor dem Tod von Laura Palmer. In diesem Beitrag wird nichts aus der Serie oder dem Buch verraten. Allerdings empfehle ich erst die Serie, die ersten zwei originalen Staffeln, Fire walk with me und A Limited Event Series zu schauen, bevor man das Buch liest, da es das Verständnis erleichtert und Twin Peaks schon genug Fragen aufwirft.

Inhalt:

Dieses Buch ist nicht der typische Roman, es ist ein Dossier aus fiktiven geschichtlichen Material des Ortes Twin Peaks aus der gleichnamigen Serie, das von einem Mann, der sich als Archivar vorstellt, zusammengestellt wurde. Im Zuge der Ermittlungen wird es nun von einem FBI Agenten T.P. im Zusammenhang mit dem Mordfall an Laura Palmer untersucht und verifiziert. Man selbst schlüpft in die Rolle des T.P. und kann dieses Dossier mit den Anmerkungen des Archivares und T.P. in bestimmte Zusammenhänge mit der Serie bringen und Hintergründe verstehen. Man durchläuft verschiedenste geschichtliche Epochen, das Material und der Schreibstil ändern sich ständig und keine Seite ist wie die vorhergegangenen, eine Collage aus eindrücken und lese Erfahrungen, wenn man zwischen zum Beispiel Handschriften, Zeitungsartikeln und FBI Akten munter hin und her springt. Jede Frage, die man glaubt gelöst zu haben, wirft zwei neue auf und das Universum von Twin Peaks erhält enorm viel geschichtlichen Hintergrund, der eng mit der realen Geschichte verknüpft ist. Der Fokus im Buch liegt im Gegensatz dazu ganz klar auf dem Mysterien Handlungsstrang der Serie und darauf diesen ausbauen, und ihn vertiefend darlegt.

Meinung:

Dieses Buch ist eine sehr spezielle Erfahrung, die gewisse Vorkenntnisse Mitdenken und den Willen das Rätsel zu entschlüsseln voraussetzt. Vor dem allen muss man die Serie Twin Peaks mit all seinen Eigenheiten mögen und auch gerne hinterfragen. Jedem der den Wahn nach Twin Peaks so verfallen ist wie ich, kann ich dieses Buch nur empfehlen, auch wenn es enorme Konzentration und das ständige einstellen auf neue Situationen verlangt. Diese kann man meist nur schwer einordnen und zu denen man im ersten Moment überhaupt keinen Bezug hat. Bei den ersten Seiten fragt man sich tatsächlich häufiger: „Was lese ich da gerade?“. Um genauer zu seinen hatte ich dieses Gefühl so ungefähr zwei Drittel des gesamten Buches, da nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Natürlich werden nicht die Fragen beantwortet werden, die man sich erwartet hat. Ähnlich dem Gefühl, das man beim Schauen der Serie hat. Am Ende saß ich mit einer Menge Fragen im Kopf da und hatte ein sehr langes Gespräch mit einem anderen Twin Peaks Fan, der das Buch nicht gelesen hat, über dieses Werk und dessen Einfluss auf die Serie. Das Resultat daraus war das es zwar bestimmte Punkte aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet, aber nichts komplett verändert oder zu einhundert Prozent löst. Aber für Fans die noch tiefer in die Materie eintauchen wollen ein absolutes Muss.

Autor:

Mark Frost, geboren 1953, ist der Sohn des Schauspielers Warren Frost. In den Neunzigerjahren schrieb und produzierte er mit David Lynch die Kultserie »Twin Peaks«, und auch bei der neuen Staffel wirkte er am Drehbuch mit. Frost ist Autor zahlreicher Bücher und Produzent mehrerer höchst erfolgreicher Fernsehserien und Kinofilme. Mark Frost ist in 2. Ehe mit einer Psychologin verheiratet und lebt in Los Angeles.

Buchinfos:

Autor: Frost, Mark
Titel: Die geheime Geschichte von Twin Peaks
Verlag: Kiepenheuer&Witsch
Erscheinungsjahr: 2017
Sprache: German
Seitenzahl: 368
ISBN: 978-3462048155


© Cover und Autorenbiografie KiWi Verlag / © Autorenfoto Tom Lascher