Springe zum Inhalt

Ich möchte euch heute kurz von einer Lesung im Rahmen der Münchner Bücherschau berichten, an der DieSchamanin und ich am Dienstag, 20.11.2018 im Gasteig München teilgenommen haben: Kroatisches Roulette von Miroslav Nemec.

Erfahren hatten wir von der Veranstaltung durch die Programminfo der Münchner Bücherschau. Uns als alten Tatort sowie Krimifans war sofort klar, da müssen wir hin! Die Lesung fand im Carl-Orff-Saal, einem Saal im Gasteig München, mit grob geschätzt etwa 300 interessierte Zuhörer statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch einen Sprecher der Bücherwoche startete dann sofort die Lesung.

Vom Inhalt des Buches möchte ich hier noch nichts verraten, das hebe ich mir für die Rezension auf, nur soviel sei gesagt: Nemec hat mit kroatisches Roulette einen Kriminalroman mit sich selbst als Hauptperson gebaut. Er verwebt geschickt seine Herkunftsgeschichte sowie Kindheitserlebnisse in seiner Heimat Kroatien, mit Erlebnissen sowie seinen Erfahrungen als Tatortkomissar mit tatsächlichen Ereignissen und Vorkommnissen.

Abgerundet wurde die Lesung immer wieder mit kleinen Anekdoten und Geschichten aus seinem normalen Alltag. Im Anschluss an die Lesung signierte Nemec noch seinen Roman, wir hatten das Glück hier auch ein signiertes Exemplar seines Buches zu ergattern.

Autor:

Miroslav Nemec , geboren 1954 in Zagreb, kam mit zwölf Jahren nach Deutschland und ist Schauspieler und zugleich ausgebildeter Fachlehrer für Musik. Schon früh konnte er am Münchner Residenztheater schauspiel Erfahrung sammeln. Dem großen Publikum wurde er mit den Krimiserien Tatort, Derrick und Der Alte im öffentlichen Fernsehen bekannt. 2011 erhielt Nemec den Adolf-Grimme-Preis sowie den bayerischen Verdienstorden.

Buchinfos:

Titel: Kroatisches Roulette
Autor: Nemec, Miroslav
Verlag: Penguin Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 288 Seiten
ISBN-13: 978-3-328-60007-7


© Bilder @Schlaubibasti // Autoren-Bio Random House Verlag

"New York, the city of a million stories. Half of them are true, the other half just haven’t happened yet." ~ Sam Garner: Doctor Who.

Heute habe ich die Rezension eines älteren Buches für euch. Ich rezensiere „Relic - Museum der Angst“, den 1997 erschienene ersten Teil der Reihe rund um Special-Agent Aloysius Pendergast, geschrieben vom Autorenduo Douglas Preston und Lincoln Child. Erschienen ist das Buch im Verlag Droemer-Knaur.

Inhalt:

Im New Yorker Museum of Natural History werden die verstümmelten Leichen zweier kleiner Jungen gefunden. Ausgerechnet so kurz vor der Eröffnung einer neuen Ausstellung über Aberglaube, kommt das der Museumsleitung sehr ungelegen. Special-Agent Aloysius Pendergast vom FBI nimmt gemeinsam mit der New Yorker Polizei, vertreten durch Lieutenant Vincent D’Agosta, sowie der der Museumsdoktorandin Margo Green die Ermittlungen auf. Es scheint, als ob ein unheimliches Monster im Museum sein Unwesen treiben würde. Während der großen Eröffnungsfeierlichkeiten der Aberglauben-Ausstellung kommt es schlussendlich zur Katastrophe.

Meinung:

Eindrucksvoller Auftakt der Krimi-Reihe rund um Special-Agent Aloysius X.L. Pendergast! Als mir „Relic – Museum der Angst“ ungefähr 2011 in die Hände fiel, wusste ich noch nicht, das es der Beginn einer langen Reise werden würde. „Relic“ ist der erste Band der, mittlerweile mehr als 10 Romane umfassenden, Pendergast-Reihe des Autorenduos Preston/Child. Im vergleich zu klassischen Krimis, schaffen die zwei Autoren mit dem exzentrischen, aristokratisch und unnahbaren Pendergast einen neuen Typus von Ermittler, der mehr Ecken, Kanten und Geheimnisse hat, als man im ersten Teil der Reihe vorausahnt. Mit der Einführung des am Beginn etwas dusselig wirkenden Polizisten D’Agosta, erhält der FBI-Agent einen interessanten Konterpart, der seine Stärken im Verlauf der Handlung mehr als einmal unter Beweis stellt. Mit der Figur der Margo Green, sorgen die Autoren dann noch für die gelungene Abrundung der Handlung mit naturwissenschaftlichen Fakten und Theorien. Man kann „Relic“ als eigenständigen Roman lesen, viel mehr Spaß macht es aber natürlich weiter in die Pendergast-Krimis abzutauchen.

Autor:

Douglas Preston, geboren 1956 in Cambridge, Massachusetts, studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie – und später Englische Literatur. Nach dem Examen fing er am American Museum of Natural History in New Yorkals Redakteur und Autor, später als Chefredakteur an; parallel gab er Schreibkurse an der Princeton University. Eines Nachts, als Preston seinen Lektor Lincoln Child auf eine nächtliche Führung durchs Museum einlud, blieben sie unter einem T.-Rex-Skelett stehen. Es war nachts um zwei als Lincoln sagte: »Das ist das angsteinflößendste Gebäude der Welt. Und die ideale Kulisse für einen Thriller. Lass ihn uns schreiben.« Auf diese Weise entstand Relic. Preston schreibt auch Solo-Bücher und verfasst weiterhin regelmäßig Artikel für diverse Magazine.

Lincoln Child, geboren 1957 in Westport, Connecticut. Lincoln begann sehr früh zu schreiben – schon als ABC-Schütze verfasste er Kurzgeschichten. Während seiner Schulzeit, die er zum Teil in England verbrachte, schrieb er zwei Dutzend Short Storys sowie einen Science-Fiction und einen Fantasy-Roman, die aber beide nicht veröffentlicht wurden. Er studierte in Minnesota und schloss 1979 in englischer Literatur ab. Seine Faszination für Wörter führte ihn im gleichen Sommer nach New York, wo er einen Job im Verlagswesen fand. 1984 wurde er Lektor, Mitte der 1980er gab er einige Anthologien mit amerikanischen Geister- und Horrorgeschichten heraus während der Arbeiten zu einem Buch über das American Museum of Natural History in New York lernte er Douglas Preston kennen und gebar dort, unter einem Tyrannosaurus-Rex-Skelett, die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, Relic. Auch Lincoln Child publiziert solo.

Buchinfos:

Titel: Relic - Museum der Angst
Originaltitel: Relic
Autor: Preston, Douglas; Child, Lincoln
Übersetzer: Merk , Thomas A.
Verlag: Knaur TB, 1995
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 560 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-60358-1


© Autorenprofil und Cover Droemer-Knaur / © Autorenfoto Deborah Feingold