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Heute stelle ich euch das neue Buch von einem meiner Lieblingsautoren vor, Richard Schwartz, „Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1“ . Dieses Buch ist 2018 im Piper Verlag erschienen. Zu meiner großen Freude wird Richard Schwartz auch auf der Leipziger Buchmesse am Messefreitag Teil der Piper Fantasy Nacht sein, auch Autoren wie Lukas Hainer und Michael Peinkofer sind da vor Ort. Ich freue mich schon sehr auf dieses Event.

Inhalt:

Alexandra McInnes, Special Forces Pilotin, hat zahlreiche Einsätze mit ihrem Kampfhubschrauber überlebt, um ausgerechnet von einem Auto auf einen Supermarktparkplatz angefahren und schwer verletzt zu werden. Ihr Zustand verschlechtert sich, bis man ihr Leben kaum noch Leben nennen kann. Doch vielleicht kann man ihren Körper retten, der Kybernetiker Dr. Jensen macht ihr ein verlockendes Angebot. Ihr Bewusstsein wird in ein Videospiel transferiert um ihren Körper während dessen an den Nerven behandeln zu können.
In dieser Zeit soll Sie aber ein besonderer Teil des Rollenspieles Verona online werden. Doch dieses Spiel ist anders als andere, es ist VR eigentlich sogar mehr als das. Im „Spiel“ ist es wie in den größten MMORPG´s, man jagt Questen nach, kauft neue Rüstung, verbündet sich mit anderen und wird immer besser. Doch Alex erstes Ziel ist es sich mit ihrer tragischen Vergangenheit auseinander zusetzen, die sie bis in das Spiel hinein verfolgt. Sie ist ein ganz besondere Teil dieser Welt, und es ist nicht klar was Dr. Jense wirklich mit ihr vor hat. Den das Spiel und seine Charaktere werden immer realer, Verona lebt.

Meinung:

Ich liebe Rollenspiele, ich liebe Richard Schwartz und ich liebe Bücher. Jetzt wenn man alles das zusammen schmeißt, hat man die Eisrabenchronik. Ich war zu anfang sehr skeptisch ob dieses Buch die Erwartungen, die ich habe erfüllen kann und ob es auch nur annähernd so gut wie Askir werden kann.

Man erlebt die Geschichte aus der Erzählperspektive von Alexandra. Sie war mir sofort von Grund auf symphytisch, so das ich mich gut in sie hinein versetzen konnte. Ich wollte verstehen, warum sie des Lebens müde war und wie sich ihre Figur entwickelt und welche Fragen sie sich stellt. Den eine ganz große Stärke des Buches ist das Ungewissheit, was die mächtigen Planen und welche Aufgabe Alex bei all dem zu kommt. Ich habe mich oft selbst gefragt wie ich gehandelt hätte. Themen wie Rassismus und die menschliche Psyche werden immer wieder am Rande aufgegriffen und verleihen dem gesamten eine nachdenkliche Tiefe und die für Dystopien übliche Art von Beklemmung. Verona online entwickelt sich von einen MMORPG immer mehr zu einer Sozialanalyse und stellt auch einige schwere moralische Fragen, die gekonnt nicht zu 100% aufgelöst werden. Es macht so spannend, dass ich selbst dann das Buch kurz zur Seite gelegt habe um mir Gedanken über diese Themen zu machen. Alex handelt in den Momenten so menschlich, mit Unsicherheit und Überforderung, die sich auf den Leser überträgt.

Die Erzählweise ist wie für ein RPG typisch in Quest´s und somit etwas langsam, da viel getan werden muss um besser zu werden und sich von A nach B zubewegen, auch wenn Alex an manchen Punkt etwas OP ist und es unausgeglichen wirkt. Zu meiner Enttäuschung wirken die, ich nenne sie Nebenquesten, etwas langweilig und unnütz, da sie keinen erkennbaren Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben. Dennoch wirkt die Welt meist logisch und schlüssig. Ich selbst spiele gerne Singleplayer Rollenspiele und bin mit diese Erzählweise vertraut, allerdings könnte sie für Genrefremde etwas schleppend, ungewohnt und langatmig wirken. Gerade weil es gegen Anfang oft genretypische Textboxen und Tabellen gibt, dies nimmt aber im Verlauf der Story ab, sodas es für mich nicht störend gewirkt hat. Einen Kritikpunkt, den ich habe, ist der sehr flache und langweilige Antagonist. Er hat keinen Antrieb oder Ziele, die man als Leser erahnen könnte und nervt leider etwas. Auch die anderen menschlichen Figuren wirken antriebslos und flach, ohne Motivation oder weitreichende Vorgeschichte. Trotzdem möchte ich mehr von Verona sehen und vorallem mehr Orte und Figuren kennen lernen.

Noch eine Empfehlung ich habe die zweite Hälfte des Buches als Hörbuch gehört und kann dies nur empfehlen, da es vom selben Sprecher, wie die Askir Reihe gesprochen wird. Es war für mich wirklich angenehm Michael Hansonis hier zuzuhören.

Als Fazit lässt sich im großen und ganzen sagen: Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses Buches und bin gespannt auf mehr. Ich hoffe, dass mehre tiefere bzw. interessantere Figuren eingeführt werden und es zusätzlich noch einige Schauplätze mehr zum erkunden geben wird. Dieses Buch war mein erstes LitRPG und ich sagen: Es macht mir Lust auf mehr aus dem Genre.

Autor:

Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um »Das Geheimnis von Askir« wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Zuletzt erschien die neue Reihe »Die Eisraben-Chroniken«.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

A winter story
Bücherregal von j.r.books

Buchinfos:

Titel: Fluchbrecher: Die Eisraben-Chroniken 1
Autor: Schwartz, Richard
Verlag: Piper Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 480 Seiten
ISBN-13: 978-3-492-70519-6


© Cover und Biografie Piper Verlag

In den letzten Jahren habe ich viel Zeit an Bahnhöfen und Flughäfen verbracht. Und, wie könnte es anders sein, landete ich dort grundsätzlich in dem ansässigen Buchladen. In den Buchläden der deutschen Flughäfen und Bahnhöfe, stehen immer dieselben Bücher, einmal die Bestsellerliste rauf und runter. So wurde ich auf die Bücher von John Strelecky aufmerksam. „Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ und „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ waren ewig in den Bestsellerlisten und ich hatte sie, wer weiß wie oft, im meinen Händen. Gekauft habe ich sie nie, sie erschienen mir von Anfang an zu oberflächlich. Erst als mir eine Bekannte erzählte, daß Sie an einem Seminar nach dem The-Big-Five-for-Life-Prinzip teilgenommen hat, ließ ich mich doch dazu hinreißen John Streleckys Buch zu kaufen, um mehr von seinen Ideen und Ansätzen zu erfahren.

Inhalt:

Einfach gesagt geht es in John Streleckys Buch um vier Hauptpersonen: Es geht um Thomas, Firmengründer mit außergewöhnlichem Führungsstil, dem die Zufriedenheit und Glück seiner Mitarbeiter mindestens genauso wichtig sind wie Umsatz und Gewinn seiner zahlreichen Unternehmen. Leider ist Thomas so schwer krank, dass Ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um seine Angelegenheiten zu regeln. Und es geht um Joe, einem Mitarbeiter und sehr gutem Freund von Thomas. Joe hat Thomas viel zu verdanken, denn Thomas hat Ihn vor einigen Jahren in seine außergewöhnlichen Ideen und Philosophien eingeweiht, wodurch es Joe möglich wurde ein glückliches zufriedenes Leben zu führen. Als Joe davon erfährt, dass Thomas schwer krank ist, macht er sich auf den Weg zu Thomas und seiner Frau Maggie. Im Flugzeug lernt Joe Sonja kennen. Sie kommen miteinander ins Gespräch und Joe erzählt ihr vom Grund seiner Reise. Er erzählt Ihr, wie er Thomas kennengelernt hat und wie die Begegnung mit Thomas sein Leben verändert hat. Er erklärt Ihr in wie weit sich die Unternehmen von Thomas sich von anderen Unternehmen unterscheiden. Und er berichtet Ihr von der Bedeutung der Big Five for Life. Joe begleitet Tomas durch die letzten Wochen seines Lebens, in denen auch Sonja und Maggie eine wichtige Rolle spielen.

Meinung:

In dem Buch The Big Five for Life von John Strelecky stecken unglaublich viele liebevolle Ideen und Gedanken, Wünsche und Träume, wie eine glückliche Symbiose zwischen Job und Privatleben gelingen kann. Doch die Firma, die in diesem Buch beschrieben wird, existiert nicht wirklich. Und die Realität in Deutschlands Firmen sieht meist völlig anders aus.

„Arbeiten, um Geld zu verdienen, war gestern. Ab heute lautet das Ziel: Arbeiten, um persönliche Erfüllung zu finden.“ So steht es hinten auf der Rückseite des Buchs. Das klingt ganz nach dem Motto, mit dem ich schon mein ganzes Berufsleben durchs Leben gehe. Manchmal gelingt es mir besser und manchmal weniger gut. Ehrlich gesagt, habe ich mir von dem Buch erhofft eine Anleitung zu bekommen, wie es mir ab sofort noch besser gelingen kann mit meiner Arbeit persönliche Erfüllung zu finden und vor allem, wie ich herausfinden kann, welches meine The Big Five for Life sind. Doch eine Gebrauchsanweisung konnte ich in John Streleckys Buch leider nicht finden. Auch keinen Ansatz, wie ich meinen The Big Five for Life auf die Spur kommen kann. Ich frage mich ernsthaft, was die Absicht dieses Buchs ist. Wollte Strelecky einfach nur einen netten Roman schreiben, der einen am Schluss des Buches zum Heulen bringt oder beabsichtig er möglichst viele Leser in eines seiner Seminare und Coachings zu locken. Beides ist natürlich legitim, aber etwas mehr Erkenntnis hätte ich mir von diesem Buch doch erhofft. Den Warnhinweis für Führungskräfte und Firmeninhaber auf der Rückseite des Buches: Nach der Lektüre dieses Buches könnte Ihr Unternehmen sich dramatisch verändern – zum Positiven! Finde ich jedenfalls völlig übertrieben.

Autor:

John Strelecky, geboren 1969 in Chicago, lebt heute in Orlando, Florida. Er war lange Jahre in der Wirtschaft tätig, bis ein lebensveränderndes Ereignis im Alter von 33 Jahren ihn dazu veranlasste, die Geschichte vom ›Café am Rande der Welt‹ zu erzählen. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung als Autor. Und er hatte auch an keinen Schreibseminaren an der Universität teilgenommen.

Innerhalb eines Jahres nach Erscheinen hatte sich das Buch durch die Mundpropaganda der Leser auf dem gesamten Erdball verbreitet – es begeisterte Menschen auf jedem Kontinent, einschließlich Antarktika. Zudem errang es den ersten Platz auf der Bestsellerliste und wurde in über 30 Sprachen übersetzt

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Denkreich
Show-Dont-Tell

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: The Big Five for Life
Originaltitel: The Big Five for Life - A Story of One Man and Leadership's Greatest
Autor: Strelecky, John
Übersetzer: Lemke, Bettina
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, 2009
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN-13: 978-3-423-34528-6


© Autorenfoto by Danberg&danberg CC BY-SA 4.0 / © Autoren-Bio by dtv

Heute habe ich für euch die Rezension zu „Headhunt - Feldzug der Rache“, dem neuen Roman des Autorenduos Douglas Preston & Lincoln Child. Das Buch ist 2019 im Verlag Knaur erschienen. Es ist nunmehr der 17. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast. Der Krimi führt Pendergast einmal mehr zurück nach New York City, jener Stadt wo mit „Relic – Museum der Angst“ im Jahr 2001 alles begann. Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweiße vom Verlag zur verfügung gestellt.

Inhalt:

New York City, kurz vor Weihnachten. In einer verlassenen Autowerkstatt wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Lieutenant Vincent D’Agosta und sein Team sind ratlos, was hinter diesem Mord steckt. Warum brachte der Mörder die Leiche nach dem Mord in die Werkstatt. Warum kam er später noch einmal zurück, um den Kopf der Toten abzuschneiden? Was macht Pendergast am Tatort? Einige Tage später ereignet sich ein zweiter Mord. Ein ehemaliger Staatsanwalt wird brutal ermordet in seinem Festung ähnlichen Haus aufgefunden. Wie konnt der Mörder ins Haus gelangen? Was hat der Vater der ersten Toten, ein skrupelloser Geschäftsmann aus der IT Branche damit zu tun? Dieser und vielen weiteren Fragen gehen D’Agosta und Pendergast nach. Doch die Zeit drängt. Weihnachten und Neujahr stehen bevor, und New Yorks Bürgermeister will antworten.

Meinung:

Der neueste Roman von Preston/Child bringt uns zurück nach New York City, und damit gibt es endlich mal wieder ein neues Abenteuer für das bewährte Duo D’Agosta und Pendergast. Mit den letzten Büchern des Duos hatte ich so meine Probleme, gerade die letzten Bücher rund um Pendergasts verschollenen Bruder fand ich eher schwach. Mit Headhunt hat das Autorenduo meiner Meinung nach mal wieder einen Volltreffer gelandet. Das gewohnt gute New Yorker Setting gemischt mit altbekannten Figuren gibt einen soliden, wenn auch manchmal etwas durchschaubaren und klitsche haften Krimi ab. Der Schluss hat mich zugegebener Maßen überrascht, diese Wendung der Ereignisse hatte ich nicht erwartet. Obwohl das Buch Teil der Reihe um Pendergast ist, lässt sich gerade dieser Band sehr gut auch als eigenständiger Krimi lesen.

Autor:

Douglas Preston, geboren 1956 in Cambridge, Massachusetts, studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie – und später Englische Literatur. Nach dem Examen fing er am American Museum of Natural History in New Yorkals Redakteur und Autor, später als Chefredakteur an; parallel gab er Schreibkurse an der Princeton University. Eines Nachts, als Preston seinen Lektor Lincoln Child auf eine nächtliche Führung durchs Museum einlud, blieben sie unter einem T.-Rex-Skelett stehen. Es war nachts um zwei als Lincoln sagte: »Das ist das angsteinflößendste Gebäude der Welt. Und die ideale Kulisse für einen Thriller. Lass ihn uns schreiben.« Auf diese Weise entstand Relic. Preston schreibt auch Solo-Bücher und verfasst weiterhin regelmäßig Artikel für diverse Magazine.

Lincoln Child, geboren 1957 in Westport, Connecticut. Lincoln begann sehr früh zu schreiben – schon als ABC-Schütze verfasste er Kurzgeschichten. Während seiner Schulzeit, die er zum Teil in England verbrachte, schrieb er zwei Dutzend Short Storys sowie einen Science-Fiction und einen Fantasy-Roman, die aber beide nicht veröffentlicht wurden. Er studierte in Minnesota und schloss 1979 in englischer Literatur ab. Seine Faszination für Wörter führte ihn im gleichen Sommer nach New York, wo er einen Job im Verlagswesen fand. 1984 wurde er Lektor, Mitte der 1980er gab er einige Anthologien mit amerikanischen Geister- und Horrorgeschichten heraus während der Arbeiten zu einem Buch über das American Museum of Natural History in New York lernte er Douglas Preston kennen und gebar dort, unter einem Tyrannosaurus-Rex-Skelett, die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, Relic. Auch Lincoln Child publiziert solo.

Buchinfos:

Titel: Headhunt - Feldzug der Rache
Originaltitel: City of Endless Night
Autor: Preston, Douglas; Child, Lincoln
Übersetzer: Benthack, Michael
Verlag: Knaur HC, 2019
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 402 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-65426-2


© Autorenprofil und Cover Droemer-Knaur / © Autorenfoto Deborah Feingold

Nun ist es schon wieder Januar und ich denke bereits an die nächste Buchmessen, die im März in Leipzig stattfindet. Und doch möchte ich mich heute nochmal an die BuchBerlin erinnern. Dabei will ich euch sagen, welche Eindrücke nach zwei Monaten noch in meinem Kopf sind und warum nach der Messe auch wieder vor der Messe ist.

Beginnen wir mit unserer Reise zur BuchBerlin, das ist ja von dem schönen München doch ein ganzes Stück weg. Aber wir sind am Freitagabend gut in unserem Hotel angekommen. So konnten wir am Samstagmorgen direkt mit Event beginnen. Egal was ich von dieser Messe erwartet habe, dass was ich bekommen habe, war etwas anders. Und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage ich liebe diese Messe. Mein erster Eindruck war, man ist das klein, und das ist es tatsächlich. Ich war vorher bereits auf Buchmessen, aber nur in Leipzig und Frankfurt, dennoch ist keinen davon hiermit zu vergleichen. Die BuchBerlin ist in einem Hotel und somit eine kleine Messe ohne unendlich vielen Menschen, die sich wie Wellen durch enge Gänge schieben.

Nach einer kurzen Orientierungsphase die aus planlosen hin und herlaufen bestand, begannen wir unsere Runden. Sehr schnell bemerkte ich, dass es hier anders läuft, man kann mit den Leuten reden, und zwar mit eigentlich fast jeden und es fühlt sich persönlicher an als auf den großen Messen. Die Autoren leben für ihre Bücher und erzählen dir gerne Storys zu ihren Büchern und ihrer Art zu schreiben oder beraten dich.

Ich selbst bin fantasyverrückt und habe eine Schwäche für High-Fantasy, dieses Genre kommt aber auf den großen Messen leider oft zu kurz doch nicht auf der Buchberlin. Da wird einem vor allem im Fantasybereich sehr viel geboten von SciFy über Low-Fantasy Urbanfantasy bis zur High-Fantasy und Steampunk, ist sämtliches vertreten. Ich fühlte mich so gut, auch meine Ideen zu Fantasy Büchern konnte ich hier sehr erregt teilen, denn man möchte einfach nicht schon wieder Geschichten über Orks, Elfen und Trolle lesen, zumindest nicht immer. Aber auch ganz andere Genre wie Erotik, die gerne totgeschwiegen werden, haben dort ihren Platz. Selbst wenn dies nun nicht für mich ist, finde ich das eine ausgesprochen lobenswerte Entwicklung. Auch für Schlaubibasti ließ sich sowohl im Bereich Krimi als auch Scify etwas finden.

Am Abend waren wir dann auf dem Event von 9Lesen. Ich empfand es als echt schön und deine tolle Idee neun unterschiedliche Autoren mit ihren Büchern da zusehen. Nach der Veranstaltung habe ich dann noch die tolle Sandy getroffen, ich freue mich sie in Leipzig wieder zusehen.

Natürlich mussten auf der Messe auch Bücher mit. Am nächsten Tag war dann unsere Einkaufstour und wir haben die Bücher, die wir uns am Vortag ausgesucht haben, mitgenommen und glaubt mir es waren nicht gerade wenig Bücher. Man traf viele Menschen vom Vortag wieder und redete über Bücher und den Alltag als Blogger oder Autor. Ich muss sagen, es war eine tolle Erfahrung für mich und ich freue mich auch nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei zu seien. Denn nach der Messe ist vor der Messe und die nächste Messe folgt bestimmt.

Nach einer längeren Pause habe ich heute, als erstenBeitrag von mir für 2019, für euch die Rezension zu „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer, erschiene 2001 im List Verlag.

Inhalt:

„Verschiedene Psychiater haben es versucht und sind gescheitert, Das größte Problem dabei ist Artemis‘ Intelligenz. Er trickst jeden Test aus, dem man ihn unterzieht, er hat die gelehrtesten Mediziner zur Verzweiflung gebracht, und so manche von ihnen sind in ihren eigenen Irrenhäusern gelandet. Artemis ist zweifellos ein Wunderkind, doch warum widmet sich ein solches Genie kriminellen Aktivitäten?“

Artemis Fowl Junior, Sohn des Verbrechers Artemis Fowl Senior, tritt in die Fußstapfen seines verschollenen Vaters. Artemis ist auf die Spur eines enormen Geheimnisses gestoßen: Es gibt unter der Erdoberfläche eine zweite Welt. Eine Welt in der all die phantastischen Fabelwesen aus unseren Märchen und Sagen Leben. Feen, Trolle und Alraunen sowie Zentaur sind hier ganz normale Gestalten. Als Artemis in den Besitz des Buches, der „Bibel“ der Unterirdischen gerät, erkennt er, das er darüber relativ leicht an Gold kommen kann. Gold, das er dringend für die Suche nach seinem verschollenen Vater benötigt. Das dies sowohl die Welt der Unter- als auch die Welt der Oberirdischen in Gefahr bringen wird, nimmt Artemis skrupellos in kauf. Mit der Entführung der ZUP-Elfe Holly Short, gerät schließlich alles aus den Fugen. Als dann auch noch ein Troll und ein Zwerg auftauchen wird es kompliziert.

Meinung:

Colfer erschafft in Artemis Fowl eine faszinierende komplexe unterirdische Welt. Ja, das Buch ist definitiv als Jugendbuch ausgelegt, macht aber auch Erwachsenen Spaß. Die Handlung von Teil eins ist recht gradlinig, erst werden Personen eingeführt und dann startet die Handlung voll durch. Ich finde die Personen überzeugend und mit durchaus interessanten Biographien erzählt. Die Darstellung des zwölf Jährigen Artemis als Superverbrecher und Genie fand ich nicht hundertprozentig überzeugend, mir kam er immer wie ein deutlich älterer Protagonist vor. Im großen und ganzen aber ein solider Jugend-Thriller mit Krimi und Fantasy Elementen. Abgerundet wird der Spaß durch das Hörbuch, gelesen vom Sprechergenie Rufus Beck.

Autor:

Eoin Colfer, geboren 1965 in Wexford ist ein irischer Lehrer, Schriftsteller und Kinder- und Jugendbuchautor. Mit Artemis Fowl begründete er seinen Ruhm und wechselte in die hauptberufliche Schriftstellerei. Die Serie wurde bisher mit über 20 Millionen Exemplaren weltweit verkauft. Colfers Wahlspruch lautet: „I will keep writing until people stop reading or I run out of ideas. Hopefully neither of these will happen anytime soon.“ („Ich werde weiterschreiben, bis Menschen aufhören zu lesen oder mir die Ideen ausgehen. Hoffentlich tritt keins von beidem allzubald ein.“). Mit seiner Mischung aus Fantasy und Science-Fiction erschien er der Witwe von Douglas Adams als würdig genug, eine Fortsetzung von Per Anhalter durch die Galaxis zu schreiben, die „Und übrigens noch was …“ heißt und im Jahr 2009 erschienen ist.

Der Film

Mal noch was anderes: Für Artemis Fowl ist ein Film angekündigt. Kinostart ist der 3. Oktober 2019. Ich persönlich bin vom ersten Trailer nicht überzeugt, da sehr viele Details der Figuren gegenüber dem Buch verändert wurden. Lest unbedingt erst das Buch bevor ihr den Film seht! Der Vollständigkeit halber verlinke ich den Trailer trotzdem mal:


Alle Bände der »Artemis Fowl«-Serie:

Artemis Fowl (Band 1)
Artemis Fowl: Die Verschwörung (Band 2)
Artemis Fowl: Der Geheimcode (Band 3)
Artemis Fowl: Die Rache (Band 4)
Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie (Band 5)
Artemis Fowl: Das Zeitparadox (Band 6)
Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex (Band 7)
Artemis Fowl: Das magische Tor (Band 8)
Artemis Fowl: Die Akte (Band 9)
Artemis Fowl - Der Comic
Artemis Fowl - Arctic Incident

Rezension des Buches in anderen Blogs:

szebrabooks
Media-Mania

Buchinfos:

Titel: Artemis Fowl
Originaltitel: Artemis Fowl
Autor: Colfer, Eoin
Übersetzer: Feldmann, Claudia
Verlag: List Hardcover, 2001
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 239 Seiten
ISBN-13: 978-3-471-77251-5


© Bio, Autorenfoto und Buchcover by Ullstein Verlag

In der dunklen Jahreszeit ist es doch mal wieder schön, sich ins Bett zulegen und die Gedanken fliegen zulassen. Meine flogen zurück in meine Heimat zu Buckelapothekern, Kräuterfrauen und dem Leben im 18. Jahrhundert. Deshalb stelle ich euch heute meine Weihnachtslektüre „Die Liebe der Wanderapothekerin“ von Iny Lorenz vor. Das Buch ist Teil zwei der Reihe über die Wanderapothekerin, 2017 im Knaur-Verlag erschienen und die Rezension zu Teil drei wird bald folgen, also bleibt gespannt. Die Rezension zu Teil eins findet ihr bereits hier im Blog Die Wanderapothekerin.

Inhalt:

Die Geschichte der mutigen Klara geht weiter. Nach ihrer langen und beschwerlichen Reise als Wanderapothekerin, ist sie nun liebende Mutter eines kleinen Sohnes und wieder schwanger. Ihr Leben hat sich in Folge der Ereignisse des ersten Buches zum Guten gewendet, sie lebt mit ihren Mann Tobias glücklich in Königsee. Aber es pocht erneut neues Unheil gegen ihre Tür. Einer ihrer Wanderapotheker und Tobias werden verhaftet und verdächtigt den Bürgermeister von Rübenheim umgebracht zuhaben. Klara begibt sich auf eine wagemutige Rettungsmission, während ihr Feind nur im verdeckten agiert.

Meinung:

Alle sind wieder da und aber leider nicht so wie man sie aus Teil eins mochte. Klara ist erneut die Protagonistin und handelt für ihre Familie und mit ihren bekannten Starrsinn. Als junges Mädchen konnte ich das gut verstehen aber hier wirkt sie in manchen Momenten wie ein verzogenes Kind, dem nur die eigenen Ideale wichtig sind. Die meiste Zeit ist sie dennoch sehr sympathisch und man folgt ihr gerne auf ihrer neuen Reise. Auch Martha tritt wieder auf, selbst wenn ihre Rolle bedauerlicherweise um einiges flacher ist als in Teil eins. Sie verliert an Charakteridentität, gerade am Anfang sehr, dies bessert sich allerdings gegen Ende. Dennoch ebenfalls handelt sie für mich oft nicht nachvollziehbar. Martha war in Teil eins meine Lieblingsfigur, dies kann ich jetzt leider nicht mehr sagen. Tobias ist zusammen mit seinem Vater für mich total stimmig und passend. Die Geschichte in Teil zwei ist weniger klar, als in Buch eins, in dem klar war das, das Mädchen die Reise beenden muss. Hier reist man häufig von Stadt zu Stadt, ohne das Gefühl zuhaben, das einiges an Zeit vergeht. Kurz hatte ich die Empfindung, das alles sich nur im Kreis dreht da es da eine deutlich geringere Anzahl von Handlungsorte und Figuren gibt. Im großen und ganzen war es doch recht unterhaltsam, dennoch reicht es für mich nicht an die erste Geschichte heran. Ich würde das Buch denen Empfehlen, die seichte Unterhaltung im 18. Jahrhundert mögen und nach dem ersten Buch wissen wollen, wie es mit Klara weiter geht.

Autor:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Für die Verdienste im Bereich des historischen Romans wurde Iny Lorentz 2014 der Homer Ehrenpreis in Gold und 2017 der „Wandernde Heilkräuterpreis“ der Stadt Königsee verliehen.

Buchinfos:

Titel: Die Liebe der Wanderapothekerin
Autor: Lorenz, Iny
Verlag: Droemer-Knaur Verlag , 2017
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 544 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-51835-9


© Autorenfoto by inys-und-elmars-romane.de / © Autoren-Bio by Droemer-Knaur Verlag

Huhu, das Team von Game of Books wünscht euch allen ein gesundes, erfolgreiches und hoffentlich glückliches Jahr 2019. Wir hoffen ihr seid alle gut rübergerutscht. Terminbedingt (aka Verwandte besuchen) wird es bei uns die nächsten Tage noch etwas ruhig bleiben, wir starten dann mitte Januar wieder voll durch.

Lasst mich mit diesem Zitat beginnen
"Das ist historisch wertvolles Material, denn in diesen fünf Bänden wird der gesamte NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht dokumentiert. (...) Und schließlich zeigt diese Veröffentlichung einmal mehr, wie viele wichtige Fragen noch offen sind, wenn es um die Taten der NSU-Terroristen geht. Wie groß war der Unterstützerkreis wirklich? Wer gehörte noch zum NSU-Netzwerk?" ~ Bastian Wierzioch, mdr Kultur

Am 21.11.2018 um 20 Uhr fand im Rahmen des Literaturfestes in München eine Lesung aus "Der NSU-Prozess. Das Protokoll" statt. Ganz ehrlich ich war mir unsicher wie diese Veranstaltung werden wird, welches Publikum da sein wird und wie dieser schwere Stoff dargestellt werden kann. Und ich kann jetzt schon sagen, ich wurde von allem sehr positiv überrascht. Zuerst möchte ich aber noch meinen größten Respekt an die Autoren dieses Monumentalen und wichtigen zeigen. Ich finde ihre Arbeit sehr wichtig.

Inhalt:

Der Inhalt des Werkes ist eine wörtliche Mitschrift des NSU Prozesses in München mit all seinen Wendungen und Aussagen. Ich finde, der Klappentext formuliert dies sehr passend:

Am 6. Mai 2013 beginnt in München der größte Strafprozess in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Am 11. Juli 2018 wird das Urteil gesprochen. Eine Frau und vier Männer werden beschuldigt, die Terrororganisation NSU gegründet oder unterstützt zu haben – eine rechtsradikale Gruppe, die zehn Menschen ermordet, drei Sprengstoffanschläge verübt einen Brandstiftung und 15 Raubüberfälle begangen haben soll. Das Verfahren wird mehr als fünf Jahre dauern, mehr als 600 Zeugen und Sachverständige kommen zu Wort, über 60 Anwälte vertreten die fünf Angeklagten und 93 Nebenkläger an 437 Prozesstagen.

Annette Ramelsberger, Tanjev Schultz und Rainer Stadler gehören zu den wenigen Journalisten, die Zutritt zum Gerichtssaal hatten und die Verhandlung vom ersten Tag an lückenlos verfolgt haben. Aus ihren täglichen Mitschriften ist ein umfangreiches Protokoll entstanden, das in diesen fünf Büchern dokumentiert wird: Ein Stück deutscher Geschichte.

Es handelt sich um Originaltöne aus der Verhandlung, die gekürzt, aber sonst unverändert wiedergegeben werden. Durch die Stimmen des Richters, der Zeugen, der Sachverständigen, der Anwälte und der Angeklagten entsteht ein Gesamtbild von zehn Jahren Terror, dem nicht endenden Schmerz der Opfer, dem eiskalten Vorgehen der Täter, dem Dilettantismus der Ermittler und der schwierigen Suche nach der Wahrheit, die doch so offensichtlich zu sein scheint.

Meinung:

Nun zu meiner Erfahrungen, während der Lesung, ich hatte Gänsehaut. Ich war bereits durch mein einjähriges Jura Studium in ein paar Gerichtssälen und konnte die Atmosphäre genau fühlen. Ich war schockiert, was wirklich in diesem Gerichtssaal passiert ist und konnte an manchen Stellen nicht glauben, dass dies die Realität und keine Fiktion ist. Durch die sprachliche Darstellung von Marion Niederländer und Thorsten Krohn war man gefesselt und einige Lacher gingen durch das Publikum, doch nicht etwa, weil es so lustig war, sondern weil Entsetzen und Unverständnis zusammen kam. Es war unfreiwillig komisch. Die Lesenden waren von der Stimme und der Ausdrucksweise wirklich gut gewählt und haben mich sehr beeindruckt.

Nach der Lesung gab es noch eine kleine Interviewrunde mit Annette Ramelsberger und Rainer Stadler. In dieser wurden noch einige Fragen des Publikums beantwortet und der Prozess hinter dem Werk in den Mittelpunkt gerutscht. Ich empfand es als faszinierend wie viel Arbeit hinter diesem Werk steckt und wie zeitaufwändig die Arbeit in diesen fünf Jahren war. Nochmals den allergrößten Respekt und meinen Dank.

Autor:

Annette Ramelsberger
Annette Ramelsberger, Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung, hat die Deutsche Journalistenschule besucht und Jura, Politik und Journalistik studiert. Sie war Redakteurin des Spiegel und der Berliner Zeitung in München und Berlin und DDR-Korrespondentin der Nachrichtenagentur AP zur Zeit des Mauerfalls. Seit 1997 ist sie bei der Süddeutschen Zeitung als Ressortleiterin und politische Reporterin. In der Berliner Parlamentsredaktion war sie jahrelang die Expertin für politischen Extremismus und Terrorismus.

Tanjev Schultz
Tanjev Schultz, geb. 1974, ist Professor für Journalismus an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zuvor war er innenpolitischer Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Für seine journalistischen Arbeiten ist er mit etlichen Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Goethe-Medienpreis und dem Universitas-Preis für Wissenschaftsjournalismus. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, unter anderem über Bildungspolitik und über die Plagiatsaffäre des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg.

Rainer Stadler
Rainer Stadler, geboren 1967, studierte Informatik und absolvierte die Journalistenschule in München. Er arbeitete als freier Journalist und Auslandskorrespondent (Los Angeles) und schrieb u.a. für die Süddeutsche Zeitung, den Focus und den Spiegel. Seit 2001 ist er Redakteur beim SZ-Magazin.

Wiebke Ramm
Wiebke Ramm, geboren 1976 in Hamburg, hat Psychologie in Berlin mit Schwerpunkt Rechtspsychologie am Institut für Forensische Psychiatrie der Charité studiert. Nach Diplom und Volontariat arbeitete sie mehrere Jahre als Redakteurin. Seit 2011 schreibt sie als freie Journalistin über bedeutsame Strafprozesse in ganz Deutschland. Über den NSU-Prozess berichtete sie unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, das SZMagazin und Spiegel Online.

Buchinfos:

Titel: Der NSU-Prozess. Das Protokoll
Autor: Ramelsberger, Annette ; Schultz, Tanjev ; Stadler, Rainer; Ramm, Wiebke
Verlag: Verlag Antje Kunstmann, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 2000 Seiten
ISBN-13: 978-3-956-14095-2


© Cover, Biografie, Klappentext und Autorenfoto Verlag Antje Kunstmann GmbH

Eigentlich hatte ich ja geplant die Rezension zu Yrsa Sigurdardóttirs Thriller „DNA“ schon im Oktober zu veröffentlichen, aber dann kam mir irgendwie die Frankfurter Buchmesse dazwischen... Naja, besser spät als nie. Damit habe ich heute endlich die versprochene Rezension für euch. Das Buch ist der Auftakt zu Sigurdardóttirs neuer Romanreihe rund um Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Das Buch wurde mir, dankenswerter weise, auf meine Bitte vom Random House Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

Reykjavik, Island: Ein grausamer Mord erschüttert die Hauptstadt. Eine Mutter kommt auf entsetzliche Weise ums Leben. Die einzige Zeugin ist die siebenjährige Tochter. Kommissar Huldar, Leiter der Mordermittlung, arbeitet für das Verhör erstmalig mit der, wie er dachte, ihm unbekannten Psychologin Freyja zusammen. Doch er kennt sie bereits... Als dann auf einmal Funkamateure geheimnisvolle verschlüsselte Funksprüche mit der Ausweisnummer der Toten und anderen rätselhaften Nachrichten empfangen wird die ganze Geschichte immer mysteriöser. Als dann ein zweiter Mord geschieht, geraten die Ereignisse vollständig aus dem Ruder.

Meinung:

Puh, endlich habe ich diese Rezension geschafft. Selten habe ich an einem Buch so lange gelesen wie an diesem. 21. Oktober bis zum 15. Dezember. Ich habe lang gebraucht, bis ich einen Zugang zur Handlung des Buches bekommen habe. Deutlich länger als bei Sigurdardóttirs anderen Romanen. Gerade der Anfang zieht sich meiner Meinung nach relativ lange hin. Die Hauptpersonen Huldar und Freyja werden sehr lang eingeführt, vermutlich auch da sie der Reihe ja erhalten bleiben. Trotz allem, wenn man das erste drittel geschafft hat, nimmt die Handlung deutlich fahrt auf und teilweise überschlagen sich die Ereignisse gerade zu. Die Beschreibung der Tatorte ist detailliert, und definitiv nichts für schwache Nerven. Die Figuren wirken glaubhaft, und am Ende kommen doch alle Handlungsstränge zu einem Ende, selbst wenn mich der „Epilog“ nicht überzeugt hat.

Autor:

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Die Tipperin
Vickis Books
Monaliest

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: DNA
Originaltitel: DNA
Autor: Sigurdardóttir, Yrsa
Übersetzer: Anika Wolff
Verlag: btb Verlag, 2016
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Isländisch
Format: Taschenbuch, 480 Seiten
ISBN-13: 978-3-442-75656-8


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