.broken_link, a.broken_link { text-decoration: line-through; } Springe zum Inhalt

Endlich gibt es mal wieder eine Rezension von mir, heute habe ich für euch Staatsfeind vom Bestseller-Thiller-Autor Veit Etzold. Das Buch ist erschienen im Verlag Droemer-Knaur, und ist mir auf der Leipziger Buchmesse ins Auge gesprungen. Nach „Dark Web“ ist es der zweite Thiller von Etzold, den ich gelesen habe.

Inhalt:

Berlin, Potsdamer Platz: KSK-Soldat Iwo Retzick, wird zu einem Notfall-Einsatz zum Brandenburger Tor gerufen. Doch die Lage eskaliert schnell. Berlin, LKA: Einsatzbesprechung des Staatsschutzes, es wurden an diversen Stellen Berlins illegale Waffen gefunden.

Szenenwechsel, ein Keller im Kosovo: Eine Person wird gefoltert, um an Informationen zu einem bevorstehenden Anschlag in Deutschland zu gelangen. Und wieder Szenenwechsel, Wiesbaden: Auf dem Schloss einer reichen Persönlichkeit wird ein Komplott geplant, welcher für Deutschland weitreichende Folgen haben könnte.

Was hat dies alles mit geheimen Schießtrainings in einem Wald nahe Brandenburg zu tun? Welche Rolle spielen die zufällig gefundenen illegalen Waffendepots?

Meinung:

Nach „Dark Web“ war „Staatsfeind“ nun für mich der zweite Roman von Veit Etzold, und gerade im direkten Vergleich gefällt mir „Dark Web“ deutlich besser, wobei dies auch an der Thematik Internet und Computer liegen mag. Der Roman „Staatsfeind“ ist in einer Art Tagebuchstil erzählt, läuft aber gerade zu Beginn nicht chronologisch, sondern zeitlich ziemlich chaotisch. Etzold spinnt die Ereignisse nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz fort, und baut diese Rahmenhandlung geschickt in die Ereignisse des Buches ein. Der Autor entwickelt eine spannende Erzählung rund um Anschläge von Terrororganisationen, den verstärkten Auftritt rechter Parteien und Verschwörungstheorien um die Gründung der Bundesrepublik. Alles in allem, ein Roman welcher für spannende Unterhaltung mit einem durchgängig aufrecht erhaltenen Spannungsbogen sorgt.

Parallel zum gedruckten Buch habe ich auch Abschnitte als Hörbuch gehört, hier fiel es im Vergleich zum Buch noch mal etwas schwerer der Romanhandlung zu folgen, dafür liest der Sprecher Frank Enhelhardt wirklich extrem angenehm.

Autor:

Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von neun Spiegel-Bestsellern und gefragter Keynote-Speaker. Veit Etzold versteht es, komplexe Themen unterhaltsam und spannend aufzubereiten und zu einzigartigen Thrillern zu verarbeiten. Als Experte für Strategie und Storytelling hat er bereits zahlreiche internationale Unternehmen beraten. Er ist u. a. Mitglied der Atlantikbrücke und Global Bridges und lehrt zudem seit 2018 als Professor für Wirtschaftswissenschaften.

Buchinfos:

Titel: Staatsfeind
Autor: Etzold, Veit
Sprecher: Enhelhardt, Frank
Verlag: Droemer Knaur, 2019
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 464 Seiten
ISBN-13: 978-3-4263-0668-0


© Bio, Autorenfoto und Buchcover by Droemer-Knaur Verlag

2

Gerade sind wir von der Leipziger Buchmesse zurück, und schon habe ich eine neue Rezension für euch: „GIER - Wie weit würdest du gehen?“, der neue Roman des Bestsellerautors Marc Elsberg, gerade im März 2019 frisch erschienen im Blanvalet Verlag. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Jan Wutte, angehender Krankenpfleger, beobachtet zufällg wie ein Auto sich im Berliner Tiergarten mit hoher Geschwindigkeit überschlägt und explodiert. Und das, wo doch in der Stadt aufgrund eines Wirtschaftsgipfels eh schon das große Chaos herrscht. Als dann wenige Sekunden später mehrere finstere Gestalten das Fahrzeug durchsuchen, und schließlich versuchen Jan in das brennende Fahrzeug zu zerren, wird klar, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Jan gelingt es im letzten Moment zu entkommen, doch kurz vor der Flucht erhält er von einem der sterbenden Insassen des Fahrzeugs noch einen unglaublichen Hinweis auf eine brillante Formel. Eine Formel, die die Wirtschaftskrise lösen könnte, ja sogar den gesamten Welthandel in Aufruhr bringt. Doch an Jans Fersen hängen bereits einige unheimliche schwarze Gestalten, die alles versuchen, damit das Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit dringt.

Meinung:

Das Buch erreichte mich kurz vor der Leipziger Buchmesse, also eigentlich zu einem zeitlich recht ungünstigen Zeitpunkt. Da ich das Buch unbedingt lesen wollte, habe ich mir kurzerhand noch das ungekürzte Hörbuch bestellt. So, jetzt aber zu meinen Fazit: ein typischer Elsberg, mit einem durchaus ernstem Hintergrund. Elsberg beschäftigt sich in „GIER“ mit dem Kapitalismus, globalen Problemen, Globalisierung und der daraus entstehenden Umverteilung von Arm zu Reich. Er schickt die beiden Hauptfiguren Fitzroy Peel und Jan Wutte auf eine Schnitzeljagd quer durch ein Berlin, das gerade von Demonstrationen in Atem gehalten wird.

Mir fiel es gerade im Vergleich zu Blackout deutlich schwerer, in den Handlungsfluss einzutauchen. Elsberg beschreibt relativ früh im Buch komplexe Theorien der Weltwirtschaft, ohne das für den Leser ersichtlich ist, das diese Theorien später in der Handlung noch benötigt werden. Der Autor schafft es aber immer wieder den Leser abzuholen und wieder an die Handlung zu binden. Mit ganz gewöhnlichen bodenständigen Personen aus normalen Bevölkerungsschichten baut er immer wieder Identifizerungscharakter ein, die dem Leser aufzeigen, um was es gerade geht. Beispielsweise eine ältere Dame, die Oma, welche sehr bodenständig aufzeigt, das die Kapitalisten eigentlich falsch liegen. Alles in allem ist „GIER - Wie weit würdest du gehen?“ ein solider, spannender Krimi, welcher für gute Unterhaltung mit einem durchaus lehrreichen und nachdenklich machenden Kern besteht.

Im direkten Vergleich viel mir „Blackout“ vom gleichen Autor deutlich leichter, das mag aber auch an meinem beruflichen Background liegen, da „Blackout“ deutlich IT-Lastiger ist.

Autor:

Marc Elsberg (eigentlich Marcus Rafelsberger), geboren 1967 in Wien, war vor seiner Karriere als Romanautor unter anderem als Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« tätig. Elsberg lebt und arbeitet in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT, ZERO und HELIX etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers.

Lesung:

Da wir bereits im Vorfeld der Leipziger Buchmesse 2019 wussten, das wir direkt nach der Messe auf eine Lesung von Marc Elsberg gehen wollten, haben wir uns auf der Messe lieber auf andere Autoren konzentriert. Die Lesung im Hugendubel Fünf Höfe in München war dann aber ein absolutes Highlight. Ich habe selten eine Lesung besucht, die so dynamisch und interessant war, wie diese. Der Autor hat mehrere Abschnitte aus dem Roman vorgelesen, und dann immer anhand von Beispielen erklärt was für Ideen und wissenschaftliche Konzepte dahinter stehen. Die Lesung fand im Rahmen des KRIMIFESTIVAL MÜNCHEN 2019 statt. Als kleine Überraschung fand vor der Lesung die Verleihung der „Goldenen Schallplatte“ für das Hörbuch von Blackout statt. Sehr schön, genau in so einem Moment dabei zu sein.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Krimisofa
Lesestrickeule
Monis Zeitreise

Buchinfos:

Titel: GIER - Wie weit würdest du gehen?
Autor: Elsberg, Marc
Sprecher: Wunder, Dietmar
Verlag: Blanvalet, 2019
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 448 Seiten
ISBN-13: 978-3-7645-0632-2


© Autorenprofil und Cover Blanvalet Verlag, Autoren- und Lesungsfotos by GameofBooks

Eigentlich hatte ich ja geplant die Rezension zu Yrsa Sigurdardóttirs Thriller „DNA“ schon im Oktober zu veröffentlichen, aber dann kam mir irgendwie die Frankfurter Buchmesse dazwischen... Naja, besser spät als nie. Damit habe ich heute endlich die versprochene Rezension für euch. Das Buch ist der Auftakt zu Sigurdardóttirs neuer Romanreihe rund um Kommissar Huldar und Psychologin Freyja. Das Buch wurde mir, dankenswerter weise, auf meine Bitte vom Random House Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

Reykjavik, Island: Ein grausamer Mord erschüttert die Hauptstadt. Eine Mutter kommt auf entsetzliche Weise ums Leben. Die einzige Zeugin ist die siebenjährige Tochter. Kommissar Huldar, Leiter der Mordermittlung, arbeitet für das Verhör erstmalig mit der, wie er dachte, ihm unbekannten Psychologin Freyja zusammen. Doch er kennt sie bereits... Als dann auf einmal Funkamateure geheimnisvolle verschlüsselte Funksprüche mit der Ausweisnummer der Toten und anderen rätselhaften Nachrichten empfangen wird die ganze Geschichte immer mysteriöser. Als dann ein zweiter Mord geschieht, geraten die Ereignisse vollständig aus dem Ruder.

Meinung:

Puh, endlich habe ich diese Rezension geschafft. Selten habe ich an einem Buch so lange gelesen wie an diesem. 21. Oktober bis zum 15. Dezember. Ich habe lang gebraucht, bis ich einen Zugang zur Handlung des Buches bekommen habe. Deutlich länger als bei Sigurdardóttirs anderen Romanen. Gerade der Anfang zieht sich meiner Meinung nach relativ lange hin. Die Hauptpersonen Huldar und Freyja werden sehr lang eingeführt, vermutlich auch da sie der Reihe ja erhalten bleiben. Trotz allem, wenn man das erste drittel geschafft hat, nimmt die Handlung deutlich fahrt auf und teilweise überschlagen sich die Ereignisse gerade zu. Die Beschreibung der Tatorte ist detailliert, und definitiv nichts für schwache Nerven. Die Figuren wirken glaubhaft, und am Ende kommen doch alle Handlungsstränge zu einem Ende, selbst wenn mich der „Epilog“ nicht überzeugt hat.

Autor:

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Die Tipperin
Vickis Books
Monaliest

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: DNA
Originaltitel: DNA
Autor: Sigurdardóttir, Yrsa
Übersetzer: Anika Wolff
Verlag: btb Verlag, 2016
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Isländisch
Format: Taschenbuch, 480 Seiten
ISBN-13: 978-3-4427-5656-8


© Autorenprofil und Cover btb Verlag Random House / © Autorenfoto by Lilja Birgisdóttir

Heute stelle ich euch Lost Souls einen Horror-Thriller von Thomas Finn vor. Ich war zusammen mit Schlaubibasti auf der Lesung von Thomas Finn beim Elbenwaldfestival. Dort wurden wir beide von der Story angesprochen und wir haben kurzerhand beschlossen das Buch zukaufen.

Inhalt:

Jessika Raapke, eine Archäologin, zieht zusammen mit ihrer Adoptivtochter Leonie aus beruflichen gründen in die Nähe der Rattenfänger Stadt Hameln. Seltsame Ereignisse nehmen ihren Lauf und sie werden immer wieder mit der Rattenfängersage konfrontiert, so verhält sich Leonies Ratte als sie in das Rattenfänger Haus ziehen ganz seltsam und verschwindet. Auch Jessika stößt bei ihrer Arbeit in einer alten Kirche auf die Sage in Form eines Wandgemäldes und einer seltsamen Figur mit ihren eigenen Gesichtszügen. Doch das ist nicht das einzig merk würdige kurz, bevor Jessika eintrifft, ist dort bereits ein Mann gestorben; er wurde brutal von Ratten zerfleischt. Und es werden noch mehr Menschen sterben.

Meinung:

Zuerst ein paar Worte zu meinen Erwartungen an das Buch, ich hoffte auf einen spannenden, grusligen, düsteren Thriller, der sich mit der berühmten und interessanten Rattenfängersage beschäftigt. Ich mag das Grundkonzept sehr, diese märchenhaften beziehungsweise sagenhaften Elemente geben eine bestimmte Richtung vor.
Die Charaktere sind leider etwas eindimensional, da sie wenig Konflikte außerhalb der des Rattenpolts haben. Jessika wirkt manchmal etwas erzwungen, allerdings ist ihre verkopfte Art zusammen mit Peter Rattings praktischer Art, auf Grund der Verschiedenheit wieder faszinierend. Peter, der Kammerjäger, entwickelt sich während der Geschichte weiter und ist auch mein persönlicher Lieblingscharakter in diesem Buch, da er irgendwie neben diesen Plot steht und aus eigen Antrieb handelt. Nun zu Leonie, ein Teenager ist meist in solchen Geschichten schwierig und diesmal ist leider wieder so. Ich habe mich leider öfter gefragt, warum sie so für mich unlogisch handelt. Sie wirkte leider auf mich auch nicht sympatisch, weshalb es schwer ist tiefes Mitgefühl nach dem Tod ihrer Mutter für sie zu entwickeln und mit ihr zu leiden.
Ein großer Pluspunkt sind die ruhigen Szenen in denen auf den historischen Hintergrund der Sage und der Stadt sehr genau und anschaulich eingegangen wird. Sie sind in einem sehr angenehmen Tempo, um den Leser die Ausgangspunkte darzulegen auf denen aufgebaut wird. Allerdings waren mir die Actionszenen in manchen Punkten zu übertrieben bis auf die eine unter der Fabrik. In diesem Fall haben sie für mich so gehandelt, dass mir es flau im Magen wurde und es auch mal direkte für den Leser sichtbare Auswirkungen gab.
Besonder Probleme hat ich persönlich mit dem Buch aber erst nach dem ersten Höhepunkt, dort wurde für mich ein gutes Tempo erreicht und viel Spannung aufgebaut die dann sehr schnell nachlässt und sich das Buch ziemlich zäh fließend zum Finale bewegt. Die Endprämisse war gar nicht mein Ding, weil es irgendwie zu erzwungen für meinen Geschmack wirkte und ich es mir anders gewünscht hätte.
Als Fazit: es ist ein solides Buch mit sagenhaften Elementen, relativ schwachen Figuren , aber es ist sehr gut um sich mal zurück zulegen und zu gruseln.

Autor:

Thomas Finn, geboren 1967 in Evanston/Chicago, studierte Volkswirtschaft und war nebenbei als Journalist und Autor für diverse deutsche Verlage und Magazine tätig, u.a. als Chefredakteur für das Magazin Nautilus. Seit 2001 arbeitet er als Roman-, Spiele- und Drehbuchautor. Er ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. mit der Segeberger Feder. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Buchinfos:

Titel: Lost Souls
Autor: Finn, Thomas
Verlag: Droemer-Knaur Verlag , 2018
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 528 Seiten
ISBN-13: 978-3-4265-2176-2


© Cover und Biografie Droemer-Knaur Verlag / © Autorenfoto Florian Lacina