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Ich habe euch nun bereits erzählt wie unser erster Tag auf der Messe und die Verleihung des Seraph für uns waren. Heute geht es weiter mit meinem Rückblick zu Tag 2.

Der Freitag beginnt für mich erstmal ziemlich verschlafen, aber dieses Gefühl verfliegt und wird durch Vorfreude ersetzt, sobald ich realisierte das Buchmesse war. Die Sonne strahlte wieder in unser Hotelzimmer und wir machen uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg zur Messe. Die Eingangshalle ist noch sehr leer, doch ich weiß dies wird sich bald ändern. Als der erwartete Gong um 10 Uhr ertönte lauf ich gleich rein, denn Bernhard Hennen ließt jetzt aus seinem Roman „Die Chroniken von Azuhr - Die Weiße Königin“. Dieser ist zwar schon im September erschienen, aber ich konnte ihn leider noch nicht lesen. Die Lesung von Bernhard Hennen war, wie immer sehr angenehm. Er hat einfach eine tolle Lesestimme und eine sehr angenehme Art mit seinen Zuhören umzugehen.

Nach diesem erfrischenden Start in meinen Fantasy Tag  gehen Schlaubibasti und ich erstmal zu unserm orangenen Lieblingsstand -  Droemer Knaur. Dort sehen wir die Ergebnisse für das Wort Doors-Voting vom Vergangentag.

Die Top 3 Worte nach Tag 1 sind:

hyperveloctärer Axialdetonator auf Platz 3

Einhorn auf Platz 2 

Tod durch Schokolade auf Platz 1

Markus Heitz wird die Wörter die am Ende der Messe die meisten Stimmen haben in seinem neuen Doors Roman Vorhersehung einbauen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

 

Als nächstes führt mich mein Weg wieder zu Halle 2. Ich wandere durch die Gänge und lande schließlich mal wieder bei der Leseinsel Phantastik. Dort setze ich mich hin und denke; einfach mal schauen was kommt, einen Crêpe essen und entspannen. Der Autor der nun kam war Lukas Hainer. Ziemlich interessiert höre ich ihm zu und bin etwas verwundert, als er auf einmal seine Gitarre rausholt und anfängt zu singen. Die Erklärung folgt nach seinem Song, Lukas Hainer ist Songwriter unter anderem für die Musikgruppe Santiano, also kommt er ursprünglich aus der Musik. Er hat zu seinem aktuellen Buch „Das weiße Herz“ auch einen Song geschrieben. Ich finde dies ziemlich cool und musste, danach das Buch auch unbedingt kaufen und signieren lassen. Ich wusste ja schon, dass ich ihn am Abend auf der Piper Fantasy Nacht noch einmal sehen würde. Nun war wieder etwas Zeit um mir die Messe anzuschauen. In dieser Zeit habe mal kurz bei  „Der Herrscher der Tiefe“ vorbeigeschaut, aber dies ist nicht wirklich mein Thema. Also streifte ich weiter, an den Ständen von inspirierenden kleinen Verlagen vorbei durch Halle 2. Vor dem Stand des Buchheimverlages treffe ich dann auf Thomas Finn und Michael Peinkofer beide sind für mich sehr bemerkenswerte Autoren und ich war äußerst glücklich, mich mal kurz mich mit ihnen austauschen zu können. Von Michael Peinkofer bekam ich dann auch noch Autogramm in mein Buch "Splitterwelten". Meine Füße trugen mich weiter in die Phantastik Buchhandlung, in der ich Herrn Andreas Eschbach ganz allein an seinem Signiertisch vorfand. Schlaubibasti ist ein großer Fan von Andreas Eschbach und so konnte ich es mir nicht nehmen lassen auch ein Foto mit ihm zumachen. Auf unseren Blog findet ihr auch einige Rezensionen zu diversen Büchern von Andreas Eschbach.

 

Kurz darauf ließt dann Michael Peinkofer auf der Phantastik Leseinsel aus seinem Jugendbuch „Twyns die magischen Zwillinge“ dies ist zwar nicht wirklich mein Genre aber ich höre ihm gerne beim Lesen zu. Nach der Lesen passierte etwas für mich total Unerwartetes. Die vielen jungen Mädchen so um die 11 Jahre springen auf und holen die Geldbeutel raus um sich sein Buch zukaufen und es von ihm unterschreiben zulassen. Es waren so viele, dass es leider gar nicht Bücher für alle gab. Ich fand dies, wie er von dieser Traube junger begeisterter Leseratten umringt wurde, die sein Buch unbedingt wollten, sehr schön an zu sehen.
Ich treffe mich nun wieder mit der Schamanin und Schlaubibasti bei der Lesung von Andreas Eschbach. Er liest aus seinem Werk „Perry Rhodan - Das größte Abenteuer“. Mir fällt seine besondere Art auf die sehr in sich ruhend und wissend wirkt. Eine sehr interessante Lesung auf jeden Fall.

 

Der Abend dieses Tages war für mich ein besonders Highlight. Ich verließ um 15 Uhr die Messe um mich auf dem Weg zum Theaterhaus Schille zumachen, denn dort fand der Piper Fantasy Abend dieses Jahres statt. Zu Gast waren dieses Jahr  Michael Peinkofer, Lukas Hainer und Richard Schwartz und sprachen über ihre neuen Bücher. Alles zweite Teile und alle mit weiblichen Hauptfiguren. Richard Schwartz ist durch seine Askir Reihe zu einem meiner absoluten Lieblingsautoren geworden. Für mich war es eine besondere Erfahrung ihn kennen zulernen und mit ihm über seine Figuren zusprechen. Denn mein Nickname Zerafine ist von einer Figur von ihm inspiriert, denn sie ist für mich ein Vorbild und mir geistig einfach so nah. Das ich mich sehr mit ihr verbunden fühle. Die Rede ist von Serafine, der Geist, der in Eiswehr die Zeit überdauert und später in Helis Körper eine neue Heimat findet.

 

Ich kann nur schwer in Wort fassen, wie schön es war in einer so kleinen Runde den Autoren so nah seien zu können. Ich möchte unbedingt nächstes Jahr wieder mit dabei sein. Danke an den Piper Verlag das ihr sowas Brillantes organisiert habt. Mit einem Bauch voller Schmetterlinge und unglaublich gutem Gefühl verlasse ich dann das Theater und mach mich auf dem Weg zu 9Lesen.

"Tha­la­mus, der; Hauptteil des Zwischenhirns, griechisch thálamos=Kammer"

Heute habe ich für euch die Rezension zu Ursula Poznanskis „Thalamus“. Wir hatten das Glück, das Buch auf der Frankfurter Buchmesse 2018 als Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Leider ist es zeitlich bei mir relativ lang liegen geblieben, auffällig war für mich noch, dass uns der Roman auch noch auf dem Hugendubel Buchempfehlugsabend ausdrücklich ans Herz gelegt wurde.

Inhalt:

Nach einem schweren Motorradunfall, mit Koma und Komplikationen, beginnt Timo sich auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, langsam wieder an ein normales Leben zu gewöhnen. Timo erholt sich langsam aber sicher, währen da nicht immer diese unheimlichen Stimmen und unerklärlichen Vorkommnisse. Unklar ist auch, welches Geheimnis Timos Zimmernachbar, ein Wachkomapatient, vor allen verbirgt. Und was geht eigentlich in dem streng abgeriegelten Computerraum in einem der oberen Stockwerke vor sich?

Meinung:

Für mich war es der erste Roman von Ursula Poznanski, und er war wirklich gut. Man merkt dem Schreibstil zwar deutlich an, das es ein für Jugendliche konzipierter Roman ist, aber auch erwachsene Leser kommen definitiv auf ihre Kosten. Poznanski misch hier geschickt Fiktion mit realen Tatsachen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Autorin baut relativ lange Spannung auf, und lässt dann die Handlung auf wenigen Seiten explodieren und zu einem leider etwas erwartbaren Ende kommen. Trotzdem fibert man als Leser immer mit, ob es nun so ausgeht wie man es sich erhofft. Einzig das Abschlusskapitel fand ich persönlich zu kurz, anderer seits lässt es Luft für einen möglichen zweiten Teil.

Autor:

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendbuchautorinnen und ihre Thriller für Erwachsene sind genauso regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden wie ihre Jugendbücher. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Weltenwanderer
Sternenbrise
Tintenhain

Buchinfos:

Titel: Thalamus
Autor: Poznanski, Ursula
Verlag: Loewe Verlag, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Paperback, 448 Seiten
ISBN-13: 978-3-7855-8614-3


© Autorenprofil und Cover Loewe Verlag

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Nachdem ich euch bereits hier etwas über unseren ersten Tag auf der Messe berichtet habe kommen wir nun zum Mittelpunkt dieses Tages, die Verleihung des SERAPH - Preises. Der SERAPH ist der deutsche Literaturpreis für Phantastik auf der Leipziger Buchmesse. Er wird nun seit 8 Jahren immer am Donnerstagabend auf der Buchmesse verliehen, im Anschluss findet dann der Phantastik Leseabend statt, auf diesem lesen sowohl die Preisträger als auch einige bekannte Fantasy Autoren. Zu den Preisträger dieses Jahr gehörten Kris Brynn als bestes Debüt mit ihrem Buch „The Selter – Zukunft ohne Hoffnung“, Birgit Jaeckel für „Das Erbe der Rauhnacht“ als bester Independent-Titel. Den Preis für das beste Buch gewann aber Bernhard Hennen für seinen Roman „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“. Natürlich konnten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen zu twittern, dass wir ihm gratulieren und ihn kurz vorher ja noch getroffen haben. Er selbst sagte während der Preisverleihung „Ich habe in 26 Jahren noch keinen Jurypreis gewonnen!“ Und wir freuen uns wirklich sehr für ihn und wussten, dass er nun am Abend mit bei der Phantastik Lesung im Werk 2 dabei seien wird. Die Freude auf den Abend stieg weiter.

Um besonders gute Plätze für Fotos zu bekommen, waren wir bereits sehr früh bei der Location und bekamen auch Plätze in der zweiten Reihe. Nach und nach trafen auch die Autoren ein. Es war eine tolle Stimmung, besonders da die Schriftsteller einfach mit vor der Bühne standen und man sie jeder Zeit ansprechen konnte. Auch der Großmeister der Fantasy Markus Heitz war mit dabei und wir nutzen die Gunst der Stunde mal kurz mit ihm zu reden und um uns ein Autogramm zu holen, natürlich mit Markus Heitz persönlicher Lieblingsbleistift. Auch Bernhard Henne traffen wir in der Location wieder und er strahlte über beide Ohren mit seinem Preis in der Hand. Logischerweise gratulierten wir ihm dort auch nochmal persönlich zu seinem Preis.Der Leseabend begann mit einer Begrüßung durch Oliver Graute und Natalja Schmidt und einigen einleitenden Worten zum Abend.

 

Der erste Lesebeitrag kam von Lena Kiefer aus ihrem Roman „Ophelia Scale - Die Welt wird brennen“. Die Handlung des Buches spielt sich im dystopischen England ab. In diesem wurde durch den Regenten die Benutzung verschiedenster Technologie verboten. Die mutige Heldin Ophilia schließt sich einer Widerstandsgruppe an und beginnt den Kampf gegen das Regime.

Der zweite Beitrag des Abends folgte dann von der ersten Preisträgerin, nämlich Birgit Jaeckel. Sie liest aus ihrem Buch „Das Erbe der Rauhnacht“. Das Buch ist ein Independent Titel, der sich um die Legenden der Wilden Jagd im 16. Jahrhundert und einen Knecht mit dem Namen Rupp dreht. Die Geschichte klang sehr spannend und auch ihre Erzählung, wie es zu diesem Roman kam, hat mich mitgerissen.

Danach folgte der erste Höhepunkt des Abends, Kai Meyer stellt seine Graphic Novel „Das Fleisch der Vielen“ vor. Dieser Comic basiert auf einer seiner Kurzgeschichte, die in Zusammenarbeit mit dem Sänger von ASP entstanden ist. Diese Erzählung spielt sich passend zum Ort um das Hotel Astoria in Leipzig ab. Die Szene, die er vorlas, behandelt die Schrecken die im Hotel Astoria lauern, die Haare die überall sind und den Umrissmann.

 

Die Autorin Monika Peetz saß während diese Events vor uns und auch sie haben wir ja bereits am Nachmittag auf der Messe getroffen.
Sie ließt als Nächstes aus ihrem Buch „Das Herz der Zeit“, aber bevor sie liest musste sie noch etwas zu dem Beitrag von Kai Meyer loswerden, den die Geschichte mit den Haaren hat sie anscheinen in dem Moment sehr beschäftigt. Dannach begann sie mit der Lesung aus ihrem Roman. Bei diesem Buch geht es um ein junges Mädchen namens Lena, die sich in der Familie ihrer Tante irgendwie fremd fühlt. Sie lebt bei ihrer Tante, da ihre Eltern früh gestorben sind. Eines Tages findet sie in den Sachen ihrer Eltern eine rätselhafte Uhr und trifft einen Jungen namens Dante. Ihre Reise beginnt. Ich mochte diese Lesung wirklich, da sie sehr humorvoll und unterhaltsam war.

Nach dieser Lesung ist eine kurze Pause, die wir nutzen um nochmal mit Autoren wie Kai Meyer und Liza Grimm ins Gespräch zukommen und eine Unterschrift zu ergattern. Für mich ist auch noch ein Foto mit Kai Meyer und Markus Heitz herausgekommen über das ich mich sehr freue.

 

Nach der Pause geht es mit Kris Brynn und „The Shelter - Zukunft ohne Hoffnung“ weiter. Noch ein Roman im Londons der nahen Zukunft. Eine Epidemie befällt die Stadt und deshalb wird um London herum eine Kuppel errichtet in den die Kranken geschafft werden. Der Protagonist Rick versucht an diesem Ort einfach nur sein Leben zu leben, doch dann werden sowohl er als auch seine Freundin unter die Kuppel gebracht doch dort ist nichts so, wie sie es dachten.

Als Nächstes betritt Maja Ilisch mit ihrem Buch „Das gefälschte Siegel: Die Neraval-Sage 1“ die Bühne und ließt ein Stück. Ihr Roman ist der Auftakt eines High-Fantasy Epos mit viele Figuren und Orten. Die Szene, die sie vorgelesen hat, beschreibt einen kleinen Jungen, der dazu auserkoren ist eine Schriftrolle zu beschützen, in der ein Dämon gefangen ist. Doch er hat diese noch nie gesehen. Er überzeugt einen steinernen Wächter, ihm diese zu zeigen doch es gibt Komplikationen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

 

Als Vorletzter las Bernhard Henne aus seinem preisgekrönten Roman „Die Chroniken von Azur Der Verfluchte“. Ich habe diesen Roman bereits begonnen zu lesen und war wirklich begeistert. Auch hier handelt es sich um ein High-Fantasy Abenteuer, in der aber die Magie deutlich seltener zu finden ist, als man es von anderen Genreromanen kennt. Allerdings wird in dieser Geschichte das zur Realität an das die Menschen glauben. Eine sehr interessante Grundidee und eine definitive Leseempfehlung von mir.

Der Rausschmeißer war dann Markus Heitz mit seinem aktuellen Roman „Die dunklen Lande“. Dieses Buch habe ich vor wenigen Tagen begonnen und vertiefe mich nun immer weiter in die Welt, die Markus Heitz geschaffen hat. Dieser Roman ist eine historische Fantasyerzählung, in der Heitz sehr gelungen die Zeit des 30 jährigen Krieges mit vielen magischen Elementen mischt. Ich bin nun sehr gespannt, wie sich der Roman entwickeln wird.

 

Das war der Donnerstag und schon da war sehr viel los. Wir sind dann nur noch ins Bett gefallen in Erwartung auf den nächsten tollen Tag.

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Gerade sind wir von der Leipziger Buchmesse zurück, und schon habe ich eine neue Rezension für euch: „GIER - Wie weit würdest du gehen?“, der neue Roman des Bestsellerautors Marc Elsberg, gerade im März 2019 frisch erschienen im Blanvalet Verlag. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt:

»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Jan Wutte, angehender Krankenpfleger, beobachtet zufällg wie ein Auto sich im Berliner Tiergarten mit hoher Geschwindigkeit überschlägt und explodiert. Und das, wo doch in der Stadt aufgrund eines Wirtschaftsgipfels eh schon das große Chaos herrscht. Als dann wenige Sekunden später mehrere finstere Gestalten das Fahrzeug durchsuchen, und schließlich versuchen Jan in das brennende Fahrzeug zu zerren, wird klar, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Jan gelingt es im letzten Moment zu entkommen, doch kurz vor der Flucht erhält er von einem der sterbenden Insassen des Fahrzeugs noch einen unglaublichen Hinweis auf eine brillante Formel. Eine Formel, die die Wirtschaftskrise lösen könnte, ja sogar den gesamten Welthandel in Aufruhr bringt. Doch an Jans Fersen hängen bereits einige unheimliche schwarze Gestalten, die alles versuchen, damit das Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit dringt.

Meinung:

Das Buch erreichte mich kurz vor der Leipziger Buchmesse, also eigentlich zu einem zeitlich recht ungünstigen Zeitpunkt. Da ich das Buch unbedingt lesen wollte, habe ich mir kurzerhand noch das ungekürzte Hörbuch bestellt. So, jetzt aber zu meinen Fazit: ein typischer Elsberg, mit einem durchaus ernstem Hintergrund. Elsberg beschäftigt sich in „GIER“ mit dem Kapitalismus, globalen Problemen, Globalisierung und der daraus entstehenden Umverteilung von Arm zu Reich. Er schickt die beiden Hauptfiguren Fitzroy Peel und Jan Wutte auf eine Schnitzeljagd quer durch ein Berlin, das gerade von Demonstrationen in Atem gehalten wird.

Mir fiel es gerade im Vergleich zu Blackout deutlich schwerer, in den Handlungsfluss einzutauchen. Elsberg beschreibt relativ früh im Buch komplexe Theorien der Weltwirtschaft, ohne das für den Leser ersichtlich ist, das diese Theorien später in der Handlung noch benötigt werden. Der Autor schafft es aber immer wieder den Leser abzuholen und wieder an die Handlung zu binden. Mit ganz gewöhnlichen bodenständigen Personen aus normalen Bevölkerungsschichten baut er immer wieder Identifizerungscharakter ein, die dem Leser aufzeigen, um was es gerade geht. Beispielsweise eine ältere Dame, die Oma, welche sehr bodenständig aufzeigt, das die Kapitalisten eigentlich falsch liegen. Alles in allem ist „GIER - Wie weit würdest du gehen?“ ein solider, spannender Krimi, welcher für gute Unterhaltung mit einem durchaus lehrreichen und nachdenklich machenden Kern besteht.

Im direkten Vergleich viel mir „Blackout“ vom gleichen Autor deutlich leichter, das mag aber auch an meinem beruflichen Background liegen, da „Blackout“ deutlich IT-Lastiger ist.

Autor:

Marc Elsberg (eigentlich Marcus Rafelsberger), geboren 1967 in Wien, war vor seiner Karriere als Romanautor unter anderem als Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« tätig. Elsberg lebt und arbeitet in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT, ZERO und HELIX etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers.

Lesung:

Da wir bereits im Vorfeld der Leipziger Buchmesse 2019 wussten, das wir direkt nach der Messe auf eine Lesung von Marc Elsberg gehen wollten, haben wir uns auf der Messe lieber auf andere Autoren konzentriert. Die Lesung im Hugendubel Fünf Höfe in München war dann aber ein absolutes Highlight. Ich habe selten eine Lesung besucht, die so dynamisch und interessant war, wie diese. Der Autor hat mehrere Abschnitte aus dem Roman vorgelesen, und dann immer anhand von Beispielen erklärt was für Ideen und wissenschaftliche Konzepte dahinter stehen. Die Lesung fand im Rahmen des KRIMIFESTIVAL MÜNCHEN 2019 statt. Als kleine Überraschung fand vor der Lesung die Verleihung der „Goldenen Schallplatte“ für das Hörbuch von Blackout statt. Sehr schön, genau in so einem Moment dabei zu sein.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Krimisofa
Lesestrickeule
Monis Zeitreise

Buchinfos:

Titel: GIER - Wie weit würdest du gehen?
Autor: Elsberg, Marc
Sprecher: Wunder, Dietmar
Verlag: Blanvalet, 2019
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover, 448 Seiten
ISBN-13: 978-3-7645-0632-2


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