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QUISCUSTODIETIPSOSCUSTODES – Quis custodiet ipsos custodes – Wer überwacht die Wächter. ~~ Juvenal.

Heute habe ich für euch die Rezension des Romans „Diabolus“ vom Bestseller Autor Dan Brown. Das Buch ist der erste Roman des Bestsellerautors, erschien 2005 im Verlag Bastei Lübbe.

Inhalt:

Sevillia, Spanien: „Es heißt, dass sich im Tode alles klärt. Ensei Tankado wusste jetzt, dass die Redensart stimmte. Im Fallen, die Hände an die schmerzende Brust gepresst, erkannte er seinen schrecklichen Fehler.“ Ensei Tankado ist Tod. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kommt der Ex-NSA Cryptograph ums Leben. Sein Tod kommt für Strathmore, den Chef der NSA der National Security Agency, mehr als nur unerwartet. Mit Tankados Tod verschwindet der dringend benötigte Private-Key eines vom Cryptographen Tankado geschaffenen Verschlüsselungsalgorithmus in den wirren Sevillas. Strathmore, welcher diesen Key unbedingt benötigt, schickt David Becker, den Verlobten seiner Chefcryptographin nach Spanien, um den Key zu bergen. Das damit ein Wettlauf um den Key entstehen würde, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen.

Szenenwechsel: Im Hauptquartier der NSA bahnt sich Sensationelles an. Doch nur die wenigsten wissen etwas davon. Strathmore, kurz vor der Pensionierung stehend, möchte seine Karriere mit einem Supercoup abschließen. Dem als unknackbar geltenden Algorithmus Tankados eine Hintertür zu verpassen, wäre der finale Abschluss. Doch alles kommt anders.

Meinung:

Guter, spannender Roman, mit großen technischen schwächen. Deutlich vor den Enthüllungen Snowdens, schreibt Brown einen Roman über die NSA und ihre Machenschaften als Code-Knacker. Brown erzählt hier eine Geschichte mit zwei Seiten. Einerseits die Sicht der NSA, dargestellt durch Strathmore und Susan: Die Entschlüsselung aller verschlüsselten Nachrichten ist unendlich wichtig und die NSA weiß was richtig und was falsch ist. Auf der anderen Seite steht Tankado und Greg Hale, welche die Seite der Bürgerrechtsbewegung auf die Unverletzlichkeit privater Nachrrichten pochen. Grundsätzlich eine solide Story rund um die Abwägungen von richtig/falsch, wären da nicht die größeren technischen Lücken... Ob die Bierkasten große ENIGMA von Brown als vier Tonnen schweres Biest beschrieben wird, über die Aussage, es gäbe keine unentschlüsselbaren Algorithmen bis hin zur Gleichsetzung von Schlüssellänge mit der Bitgröße leistet sich Brown einige peinliche Schnitzer. Wenn man das Werk lediglich als eine spannende Lektüre für zwischen durch sieht, wird man aber auf seine Kosten kommen.

Autor:

Dan Brown wurde 1964 in New Hampshire geboren. Als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin wuchs er in einem Umfeld heran, in dem Religion und Wissenschaft Hand in Hand gingen, was sich auch in seinen Thrillern wiederspiegelt. Nach dem Besuch der Privatschule studierte Dan Brown Englisch und Spanisch und später Kunstgeschichte in Sevilla. Ab Mitte der 1990er widmete er sich schließlich vermehrt dem Scheiben und veröffentlichte einige Bücher, die er gemeinsam mit seiner Frau bewarb. Der Erfolg seiner Werke trat ab 2003 mit dem Roman The Da Vinci Code ein, der über zwei Jahre den ersten Platz der New York Times Bestseller-Liste belegte. Das Buch sorgte weltweit für Furore und wurde aufgrund der kritischen Inhalte im Hinblick auf die katholische Kirche in einigen Ländern verboten. Mit seiner Robert Langdon Buchreihe, die durch ihre Mischung aus Action, Wissenschaft und Geschichte besticht, beherrscht er seither die internationalen Bestsellerlisten.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Buchwurm
Andis Blog

Buchinfos:

Titel: Diabolus
Originaltitel: Digital Fortress
Autor: Brown, Dan
Übersetzer: Schmidt, Peter A.
Sprecher: Bierstedt, Detlef
Verlag: Bastei-Lübbe, 2005
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 524 Seiten
ISBN-13: 978-3-4041-7503-1


© Autorenprofil und Cover Bastei-Lübbe Verlag

Gedankenspeicher... Ein seltsames Wort, er speichert Gedanken und was hat das mit dem Abbau von Wasser auf dem Mond zutun und warum verschwinden dort immer wieder Menschen? All diese Fragen behandelt Hannes Niederhausen in seiner Sci-Fi Erzählung Gedankenspeicher. Dieses Buch wurde 2017 von Hannes Niederhausen geschrieben und ich konnte ihn zur Buchberlin bei 9Lesen sehen. Mich hat die Idee schon dort sehr angesprochen. Ich freue mich das ich ihn auch zur Leipziger Buchmesse wieder bei 9Lesen bei einer Lesung zuhören kann.

Inhalt:

Ein verzweifelter Privatdetektiv nimmt einen verrückten Fall an. Ein Großkonzern schafft immer wieder Menschen auf dem Mond, um dort Wasser abzubauen, doch keiner kehrte je zurück. Nun will er aufklären was dort passiert, doch nichts ist so, wie es scheint. Die Realität verschwimmt mit der Vergangenheit. Die gefährlichen Ermittlungen auf dem Mond beginnen.

Meinung:

Also dies ist eines der Bücher, bei denen man am Ende denkt: Was habe ich hier gerade getan. Ich habe dieses Buch gelesen, ohne auch nur einmal wirklich aufzusehen. Die Erzählung hat mich wirklich mitgerissen, da der Erzählstil flüssig und die Hauptfigur interessant ist. Beim lesen war mir persönlich wichtig sowohl zu erfahren was nun wirklich auf dem Mond passiert, als auch was bereits in der Vergangenheit geschah und diese Ereignisse bedingte. Man selbst sieht die gesamte Handlung als Leser nur aus der Sicht des Akteurs, was das Verständnis für die Handlung stark einschränkt. Ich mag die moralischen Fragen, die Hannes Niederhausen in dieser Erzählung am Rand stellt, sehr gerne und grübel selbst, ob etwas ähnliches in naher Zukunft passieren kann. Wenn ja handeln die beschrieben Personen sehr nachvollziehbar, aber ein mulmiges Gefühl im Bauch bleibt. Es ist kein Buch, bei dem man sich wohlfühlt, sondern bei dem man Fragen stellen muss.
Leider ist trotzdem nach relativ kurzer Zeit klar, auf was der Konflikt zulaufen wird. Das nimmt zwar der Spannung etwas den Wind aus den Segeln, dennoch habe ich mich gefragt, wie man das Problem lösen kann. Ich bin auch ganz zufrieden mit dem Ende, auch wenn ich glaube, dass man aus dem Grundkonzept noch viel mehr rausholen kann. Ich würde gerne noch weiter Erzählungen aus dieser Welt lesen. Nun freue ich mich aber erstmal auf Hannes Niederhausens neues Buch „Traumwandler“.

Autor:

Schon als kleiner Knirps erzählte Hannes Niederhausen gerne Geschichten. Die erste dokumentierte des Bären Brummi auf der Suche nach Pilzen war dramaturgisch noch sehr minimalistisch, aber über die Jahre (vor allem im Schulunterricht und während des Informatikstudiums) konnte er seine Schreibhandwerk verbessern. Jetzt veröffentlicht der Softwareentwickler regelmäßig Kurzgeschichten auf seiner Webseite, während er seine Romanprojekte für die Öffentlichkeit poliert. Wenn er mal nicht vor dem Monitor sitzt, braut Hannes seine Lieblingsbiersorte Indian Pale Ale zur Freude seiner Freundin in der heimischen Küche. Nur mit Musik auf der Gitarre kann er sie von den Hopfendüften ablenken.

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Blue Siren

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: Gedankenspeicher
Autor: Niederhausen, Hannes
Verlag: Selfpublisher Hannes Niederhausen, 2018
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 124 Seiten
ISBN-13: 978-3-7467-4925-9


© Coverfoto & © Autoren-Bio by 2018 Hannes Niederhausen