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In der dunklen Jahreszeit ist es doch mal wieder schön, sich ins Bett zulegen und die Gedanken fliegen zulassen. Meine flogen zurück in meine Heimat zu Buckelapothekern, Kräuterfrauen und dem Leben im 18. Jahrhundert. Deshalb stelle ich euch heute meine Weihnachtslektüre „Die Liebe der Wanderapothekerin“ von Iny Lorenz vor. Das Buch ist Teil zwei der Reihe über die Wanderapothekerin, 2017 im Knaur-Verlag erschienen und die Rezension zu Teil drei wird bald folgen, also bleibt gespannt. Die Rezension zu Teil eins findet ihr bereits hier im Blog Die Wanderapothekerin.

Inhalt:

Die Geschichte der mutigen Klara geht weiter. Nach ihrer langen und beschwerlichen Reise als Wanderapothekerin, ist sie nun liebende Mutter eines kleinen Sohnes und wieder schwanger. Ihr Leben hat sich in Folge der Ereignisse des ersten Buches zum Guten gewendet, sie lebt mit ihren Mann Tobias glücklich in Königsee. Aber es pocht erneut neues Unheil gegen ihre Tür. Einer ihrer Wanderapotheker und Tobias werden verhaftet und verdächtigt den Bürgermeister von Rübenheim umgebracht zuhaben. Klara begibt sich auf eine wagemutige Rettungsmission, während ihr Feind nur im verdeckten agiert.

Meinung:

Alle sind wieder da und aber leider nicht so wie man sie aus Teil eins mochte. Klara ist erneut die Protagonistin und handelt für ihre Familie und mit ihren bekannten Starrsinn. Als junges Mädchen konnte ich das gut verstehen aber hier wirkt sie in manchen Momenten wie ein verzogenes Kind, dem nur die eigenen Ideale wichtig sind. Die meiste Zeit ist sie dennoch sehr sympathisch und man folgt ihr gerne auf ihrer neuen Reise. Auch Martha tritt wieder auf, selbst wenn ihre Rolle bedauerlicherweise um einiges flacher ist als in Teil eins. Sie verliert an Charakteridentität, gerade am Anfang sehr, dies bessert sich allerdings gegen Ende. Dennoch ebenfalls handelt sie für mich oft nicht nachvollziehbar. Martha war in Teil eins meine Lieblingsfigur, dies kann ich jetzt leider nicht mehr sagen. Tobias ist zusammen mit seinem Vater für mich total stimmig und passend. Die Geschichte in Teil zwei ist weniger klar, als in Buch eins, in dem klar war das, das Mädchen die Reise beenden muss. Hier reist man häufig von Stadt zu Stadt, ohne das Gefühl zuhaben, das einiges an Zeit vergeht. Kurz hatte ich die Empfindung, das alles sich nur im Kreis dreht da es da eine deutlich geringere Anzahl von Handlungsorte und Figuren gibt. Im großen und ganzen war es doch recht unterhaltsam, dennoch reicht es für mich nicht an die erste Geschichte heran. Ich würde das Buch denen Empfehlen, die seichte Unterhaltung im 18. Jahrhundert mögen und nach dem ersten Buch wissen wollen, wie es mit Klara weiter geht.

Autor:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Für die Verdienste im Bereich des historischen Romans wurde Iny Lorentz 2014 der Homer Ehrenpreis in Gold und 2017 der „Wandernde Heilkräuterpreis“ der Stadt Königsee verliehen.

Buchinfos:

Titel: Die Liebe der Wanderapothekerin
Autor: Lorenz, Iny
Verlag: Droemer-Knaur Verlag , 2017
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch, 544 Seiten
ISBN-13: 978-3-426-51835-9


© Autorenfoto by inys-und-elmars-romane.de / © Autoren-Bio by Droemer-Knaur Verlag