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In den letzten Jahren habe ich viel Zeit an Bahnhöfen und Flughäfen verbracht. Und, wie könnte es anders sein, landete ich dort grundsätzlich in dem ansässigen Buchladen. In den Buchläden der deutschen Flughäfen und Bahnhöfe, stehen immer dieselben Bücher, einmal die Bestsellerliste rauf und runter. So wurde ich auf die Bücher von John Strelecky aufmerksam. „Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ und „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ waren ewig in den Bestsellerlisten und ich hatte sie, wer weiß wie oft, im meinen Händen. Gekauft habe ich sie nie, sie erschienen mir von Anfang an zu oberflächlich. Erst als mir eine Bekannte erzählte, daß Sie an einem Seminar nach dem The-Big-Five-for-Life-Prinzip teilgenommen hat, ließ ich mich doch dazu hinreißen John Streleckys Buch zu kaufen, um mehr von seinen Ideen und Ansätzen zu erfahren.

Inhalt:

Einfach gesagt geht es in John Streleckys Buch um vier Hauptpersonen: Es geht um Thomas, Firmengründer mit außergewöhnlichem Führungsstil, dem die Zufriedenheit und Glück seiner Mitarbeiter mindestens genauso wichtig sind wie Umsatz und Gewinn seiner zahlreichen Unternehmen. Leider ist Thomas so schwer krank, dass Ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um seine Angelegenheiten zu regeln. Und es geht um Joe, einem Mitarbeiter und sehr gutem Freund von Thomas. Joe hat Thomas viel zu verdanken, denn Thomas hat Ihn vor einigen Jahren in seine außergewöhnlichen Ideen und Philosophien eingeweiht, wodurch es Joe möglich wurde ein glückliches zufriedenes Leben zu führen. Als Joe davon erfährt, dass Thomas schwer krank ist, macht er sich auf den Weg zu Thomas und seiner Frau Maggie. Im Flugzeug lernt Joe Sonja kennen. Sie kommen miteinander ins Gespräch und Joe erzählt ihr vom Grund seiner Reise. Er erzählt Ihr, wie er Thomas kennengelernt hat und wie die Begegnung mit Thomas sein Leben verändert hat. Er erklärt Ihr in wie weit sich die Unternehmen von Thomas sich von anderen Unternehmen unterscheiden. Und er berichtet Ihr von der Bedeutung der Big Five for Life. Joe begleitet Tomas durch die letzten Wochen seines Lebens, in denen auch Sonja und Maggie eine wichtige Rolle spielen.

Meinung:

In dem Buch The Big Five for Life von John Strelecky stecken unglaublich viele liebevolle Ideen und Gedanken, Wünsche und Träume, wie eine glückliche Symbiose zwischen Job und Privatleben gelingen kann. Doch die Firma, die in diesem Buch beschrieben wird, existiert nicht wirklich. Und die Realität in Deutschlands Firmen sieht meist völlig anders aus.

„Arbeiten, um Geld zu verdienen, war gestern. Ab heute lautet das Ziel: Arbeiten, um persönliche Erfüllung zu finden.“ So steht es hinten auf der Rückseite des Buchs. Das klingt ganz nach dem Motto, mit dem ich schon mein ganzes Berufsleben durchs Leben gehe. Manchmal gelingt es mir besser und manchmal weniger gut. Ehrlich gesagt, habe ich mir von dem Buch erhofft eine Anleitung zu bekommen, wie es mir ab sofort noch besser gelingen kann mit meiner Arbeit persönliche Erfüllung zu finden und vor allem, wie ich herausfinden kann, welches meine The Big Five for Life sind. Doch eine Gebrauchsanweisung konnte ich in John Streleckys Buch leider nicht finden. Auch keinen Ansatz, wie ich meinen The Big Five for Life auf die Spur kommen kann. Ich frage mich ernsthaft, was die Absicht dieses Buchs ist. Wollte Strelecky einfach nur einen netten Roman schreiben, der einen am Schluss des Buches zum Heulen bringt oder beabsichtig er möglichst viele Leser in eines seiner Seminare und Coachings zu locken. Beides ist natürlich legitim, aber etwas mehr Erkenntnis hätte ich mir von diesem Buch doch erhofft. Den Warnhinweis für Führungskräfte und Firmeninhaber auf der Rückseite des Buches: Nach der Lektüre dieses Buches könnte Ihr Unternehmen sich dramatisch verändern – zum Positiven! Finde ich jedenfalls völlig übertrieben.

Autor:

John Strelecky, geboren 1969 in Chicago, lebt heute in Orlando, Florida. Er war lange Jahre in der Wirtschaft tätig, bis ein lebensveränderndes Ereignis im Alter von 33 Jahren ihn dazu veranlasste, die Geschichte vom ›Café am Rande der Welt‹ zu erzählen. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung als Autor. Und er hatte auch an keinen Schreibseminaren an der Universität teilgenommen.

Innerhalb eines Jahres nach Erscheinen hatte sich das Buch durch die Mundpropaganda der Leser auf dem gesamten Erdball verbreitet – es begeisterte Menschen auf jedem Kontinent, einschließlich Antarktika. Zudem errang es den ersten Platz auf der Bestsellerliste und wurde in über 30 Sprachen übersetzt

Rezension des Buches in anderen Blogs:

Denkreich
Show-Dont-Tell

Buchtrailer:

Buchinfos:

Titel: The Big Five for Life
Originaltitel: The Big Five for Life - A Story of One Man and Leadership's Greatest
Autor: Strelecky, John
Übersetzer: Lemke, Bettina
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, 2009
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN-13: 978-3-4233-4528-6


© Autorenfoto by Danberg&danberg CC BY-SA 4.0 / © Autoren-Bio by dtv

Heute habe ich für euch die Rezension zu „Headhunt - Feldzug der Rache“, dem neuen Roman des Autorenduos Douglas Preston & Lincoln Child. Das Buch ist 2019 im Verlag Knaur erschienen. Es ist nunmehr der 17. Fall für Special Agent Aloysius Pendergast. Der Krimi führt Pendergast einmal mehr zurück nach New York City, jener Stadt wo mit „Relic – Museum der Angst“ im Jahr 2001 alles begann. Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweiße vom Verlag zur verfügung gestellt.

Inhalt:

New York City, kurz vor Weihnachten. In einer verlassenen Autowerkstatt wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Lieutenant Vincent D’Agosta und sein Team sind ratlos, was hinter diesem Mord steckt. Warum brachte der Mörder die Leiche nach dem Mord in die Werkstatt. Warum kam er später noch einmal zurück, um den Kopf der Toten abzuschneiden? Was macht Pendergast am Tatort? Einige Tage später ereignet sich ein zweiter Mord. Ein ehemaliger Staatsanwalt wird brutal ermordet in seinem Festung ähnlichen Haus aufgefunden. Wie konnt der Mörder ins Haus gelangen? Was hat der Vater der ersten Toten, ein skrupelloser Geschäftsmann aus der IT Branche damit zu tun? Dieser und vielen weiteren Fragen gehen D’Agosta und Pendergast nach. Doch die Zeit drängt. Weihnachten und Neujahr stehen bevor, und New Yorks Bürgermeister will antworten.

Meinung:

Der neueste Roman von Preston/Child bringt uns zurück nach New York City, und damit gibt es endlich mal wieder ein neues Abenteuer für das bewährte Duo D’Agosta und Pendergast. Mit den letzten Büchern des Duos hatte ich so meine Probleme, gerade die letzten Bücher rund um Pendergasts verschollenen Bruder fand ich eher schwach. Mit Headhunt hat das Autorenduo meiner Meinung nach mal wieder einen Volltreffer gelandet. Das gewohnt gute New Yorker Setting gemischt mit altbekannten Figuren gibt einen soliden, wenn auch manchmal etwas durchschaubaren und klitsche haften Krimi ab. Der Schluss hat mich zugegebener Maßen überrascht, diese Wendung der Ereignisse hatte ich nicht erwartet. Obwohl das Buch Teil der Reihe um Pendergast ist, lässt sich gerade dieser Band sehr gut auch als eigenständiger Krimi lesen.

Autor:

Douglas Preston, geboren 1956 in Cambridge, Massachusetts, studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie – und später Englische Literatur. Nach dem Examen fing er am American Museum of Natural History in New Yorkals Redakteur und Autor, später als Chefredakteur an; parallel gab er Schreibkurse an der Princeton University. Eines Nachts, als Preston seinen Lektor Lincoln Child auf eine nächtliche Führung durchs Museum einlud, blieben sie unter einem T.-Rex-Skelett stehen. Es war nachts um zwei als Lincoln sagte: »Das ist das angsteinflößendste Gebäude der Welt. Und die ideale Kulisse für einen Thriller. Lass ihn uns schreiben.« Auf diese Weise entstand Relic. Preston schreibt auch Solo-Bücher und verfasst weiterhin regelmäßig Artikel für diverse Magazine.

Lincoln Child, geboren 1957 in Westport, Connecticut. Lincoln begann sehr früh zu schreiben – schon als ABC-Schütze verfasste er Kurzgeschichten. Während seiner Schulzeit, die er zum Teil in England verbrachte, schrieb er zwei Dutzend Short Storys sowie einen Science-Fiction und einen Fantasy-Roman, die aber beide nicht veröffentlicht wurden. Er studierte in Minnesota und schloss 1979 in englischer Literatur ab. Seine Faszination für Wörter führte ihn im gleichen Sommer nach New York, wo er einen Job im Verlagswesen fand. 1984 wurde er Lektor, Mitte der 1980er gab er einige Anthologien mit amerikanischen Geister- und Horrorgeschichten heraus während der Arbeiten zu einem Buch über das American Museum of Natural History in New York lernte er Douglas Preston kennen und gebar dort, unter einem Tyrannosaurus-Rex-Skelett, die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, Relic. Auch Lincoln Child publiziert solo.

Buchinfos:

Titel: Headhunt - Feldzug der Rache
Originaltitel: City of Endless Night
Autor: Preston, Douglas; Child, Lincold
Übersetzer: Benthack, Michael
Verlag: Knaur HC, 2019
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Format: Hardcover, 402 Seiten
ISBN-13: 978-3-4266-5426-2


© Autorenprofil und Cover Droemer-Knaur / © Autorenfoto Deborah Feingold

Nun ist es schon wieder Januar und ich denke bereits an die nächste Buchmessen, die im März in Leipzig stattfindet. Und doch möchte ich mich heute nochmal an die BuchBerlin erinnern. Dabei will ich euch sagen, welche Eindrücke nach zwei Monaten noch in meinem Kopf sind und warum nach der Messe auch wieder vor der Messe ist.

Beginnen wir mit unserer Reise zur BuchBerlin, das ist ja von dem schönen München doch ein ganzes Stück weg. Aber wir sind am Freitagabend gut in unserem Hotel angekommen. So konnten wir am Samstagmorgen direkt mit Event beginnen. Egal was ich von dieser Messe erwartet habe, dass was ich bekommen habe, war etwas anders. Und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage ich liebe diese Messe. Mein erster Eindruck war, man ist das klein, und das ist es tatsächlich. Ich war vorher bereits auf Buchmessen, aber nur in Leipzig und Frankfurt, dennoch ist keinen davon hiermit zu vergleichen. Die BuchBerlin ist in einem Hotel und somit eine kleine Messe ohne unendlich vielen Menschen, die sich wie Wellen durch enge Gänge schieben.

Nach einer kurzen Orientierungsphase die aus planlosen hin und herlaufen bestand, begannen wir unsere Runden. Sehr schnell bemerkte ich, dass es hier anders läuft, man kann mit den Leuten reden, und zwar mit eigentlich fast jeden und es fühlt sich persönlicher an als auf den großen Messen. Die Autoren leben für ihre Bücher und erzählen dir gerne Storys zu ihren Büchern und ihrer Art zu schreiben oder beraten dich.

Ich selbst bin fantasyverrückt und habe eine Schwäche für High-Fantasy, dieses Genre kommt aber auf den großen Messen leider oft zu kurz doch nicht auf der Buchberlin. Da wird einem vor allem im Fantasybereich sehr viel geboten von SciFy über Low-Fantasy Urbanfantasy bis zur High-Fantasy und Steampunk, ist sämtliches vertreten. Ich fühlte mich so gut, auch meine Ideen zu Fantasy Büchern konnte ich hier sehr erregt teilen, denn man möchte einfach nicht schon wieder Geschichten über Orks, Elfen und Trolle lesen, zumindest nicht immer. Aber auch ganz andere Genre wie Erotik, die gerne totgeschwiegen werden, haben dort ihren Platz. Selbst wenn dies nun nicht für mich ist, finde ich das eine ausgesprochen lobenswerte Entwicklung. Auch für Schlaubibasti ließ sich sowohl im Bereich Krimi als auch Scify etwas finden.

Am Abend waren wir dann auf dem Event von 9Lesen. Ich empfand es als echt schön und deine tolle Idee neun unterschiedliche Autoren mit ihren Büchern da zusehen. Nach der Veranstaltung habe ich dann noch die tolle Sandy getroffen, ich freue mich sie in Leipzig wieder zusehen.

Natürlich mussten auf der Messe auch Bücher mit. Am nächsten Tag war dann unsere Einkaufstour und wir haben die Bücher, die wir uns am Vortag ausgesucht haben, mitgenommen und glaubt mir es waren nicht gerade wenig Bücher. Man traf viele Menschen vom Vortag wieder und redete über Bücher und den Alltag als Blogger oder Autor. Ich muss sagen, es war eine tolle Erfahrung für mich und ich freue mich auch nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei zu seien. Denn nach der Messe ist vor der Messe und die nächste Messe folgt bestimmt.

Am Donnerstag den 15 November 2018 waren DieSchamanin, Schlaubibasti und ich zusammen bei dem Buchempfehlungsabend des Hugendubels am Marienplatz in München. Um 20:15 sollte der gemütliche Abend zusammen beginnen, also waren wir um 19 Uhr vor Ort um noch etwas durch die Buchhandlung zu streifen und uns einen Kaffee zu gönnen.

Das Event beginnt in einer gemütlichen Runde von nicht mal 40 Menschen, zuvor   bekamen wir aber noch  einen Wein bzw. ich ein Wasser und Fingerfood. Die Stimmung war recht gemütlich, wenn auch noch etwas verkrampft. Der Abend dreht sich um die besonderen Empfehlungen der Buchhändler zur Weihnachtszeit. Die Auswahl der vorgestellten Bücher deckt eine große Bandbreite von Büchern ab. Ich werde hier nur kurz etwas zu den Büchern, die mir besonders aufgefallen sind sagen und unten nochmal alle vorgestellten Bücher auflisten.

Ein Buch, das mir nach dem Abend im Gedächtnis geblieben war, ist "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin. Es handelt von mehreren Geschwistern, die eines Tages von einer Frau einzeln das Datum ihres Todes erfahren. Allein bei der Vorstellung lief es mir kalt den Rücken runter und das Buch liegt nun auf dem SuB.

"Junger Mann" von Wolf Haas war ein weiteres Buch das mich in diesem Moment gepackt hat. Es klang vielversprechend und witzig. Ein Junge lernt seine große Liebe kennen und möchte für sie Abnehmen, doch da gibt es noch das Problem mit ihrem Ehemann. Ein Abenteuer Roadtrips beginnt.

Ein drittes Buch ist "Armstrong" von Toben Kuhlmann dieses süße Buch hat als Protagonisten eine kleine Maus, die zum Mond fliegen möchte, um ihren Freunden zu zeigen dass der Mond nicht aus Käse ist.

Zwei der Bücher die uns an diesem Tag vorgestellt wurden nämlich "Thalamus" von Ursula Poznanski und "Neujahr" von Juli Zeh hatten wir uns bereits auf bzw. vor der Frankfurter Buchmesse gekauft und sind nun schon rezensiert im Blog.

Alles in allen war dies ein sehr runder und gelungener Abend mit vielen neuen Buchideen und toller Atmosphäre. Nach dem eigentlichen Programm konnte man sich noch etwas in der Buchhandlung umsehen und mit den Buchhändlern reden. Für mich sprang dabei noch einen privat Empfehlung für das Buch "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara heraus. Dieses Buch muss auch noch unbedingt bei uns einziehen. 

Ich freue mich nun auf den nächsten Buchempfehlungsabend am 4.4.2019 wieder im Hugendubel am Marienplatz.

Die Liste aller vorgestellten Bücher:

Petra Albrecht:

  • Chloe Benjamin, Die Unsterblichen
  • Ursula Poznanski, Thalamus
  • Torben Kuhlmann, Armstrong
  • Maja Lunde, Die Schneeschwester

Jurgen Heckl:

  • Haruki Murakami, Die Ermordung des Commendatore
  • Milena Flasar, Herr Kato spielt Familie
  • Hideo Yokoyama, 64
  • Arno Geiger, Unter der Drachenwand
  • Yotam Ottolenghi, Simple. Das Kochbuch
  • David Trigg, Die Kunst zu lesen

Christoph Stampfl:

  • Franziska Hauser, Die Gewitterschwimmerin
  • Judith Schalansky, Verzeichnis einiger Verluste
  • Wolf Haas, Junger Mann
  • Yuval Harari, 21 Lektionen für das 21. Jhd

Weihnachtliches zum Hören:

  • Quadro Nuevo, Weihnacht
  • Quadro Nuevo, Music for Christmas Nights
  • Walter Moers, Weihnachten auf der Lindwurmfeste